Bei der FIBA U20 Women’s EuroBasket 2026 mussten sich die U20-Damen Lettland mit 60:70 (10:24, 20:17, 17:13, 13:16) geschlagen geben. Das Team von Bundestrainerin Constanze Wegner erwischte einen schwierigen Start und lief früh einem deutlichen Rückstand hinterher. Nach der Halbzeit kämpfte sich die DBB-Auswahl zwischenzeitlich bis auf sieben Punkte heran, konnte das Spiel jedoch nicht mehr drehen und musste sich am Ende Lettland geschlagen geben. Am Dienstag geht es im letzten Gruppenspiel gegen Schweden (12:00 Uhr, live und kostenlos auf dem YouTube-Kanal der FIBA)

Kaum Erfolg unterm Korb

Lettland eröffnete die Partie mit einem erfolgreichen Abschluss am Korb. Für Deutschland antwortete Nafi Harz zunächst mit einem Drive in die Zone und einem weiten Zweipunktewurf zur zwischenzeitlichen 4:3-Führung. Defensiv geriet die deutsche Mannschaft jedoch früh unter Druck: Bereits nach zwei Minuten standen drei Teamfouls zu Buche. Offensiv fehlte anschließend der Rhythmus, während Lettland seine Vorteile unter dem Korb konsequent nutzte und sich auf 4:8 (4.) absetzte. Nach einer frühen Auszeit von Bundestrainerin Constanze Wegner verkürzte Schultze zwar auf 6:12, doch Missverständnisse unter dem eigenen Korb führten immer wieder zu Ballverlusten. Auch beim Rebound hatten die Lettinnen Vorteile und kamen mehrfach zu zweiten Chancen. Ein Fastbreak mit Bonusfreiwurf erhöhte auf 10:19 (9.), ein weiterer Schnellangriff sowie ein Buzzerbeater-Dreier sorgten für den deutlichen 10:24-Rückstand nach den ersten zehn Minuten.

Kurzzeitiges Momentum

Paradzik eröffnete den zweiten Spielabschnitt mit zwei schnellen Punkten, doch Lettland ließ sich davon nicht beeindrucken und baute den Vorsprung bis auf 12:28 (13.) aus. Ein weiteres deutsches Timeout brachte zunächst Punkte von Koch, allerdings verhinderten erneute Ballverluste eine nachhaltige Aufholjagd. Die Lettinnen blieben offensiv wie defensiv stabil und hielten den Abstand konstant (14:29). Nach einem Ballgewinn setzte die eingewechselte Karla Busch ein Zeichen und verkürzte per Schnellangriff auf 16:29. Zwei Dreipunktewürfe von Perner brachten Deutschland wieder etwas näher heran (23:35, 17.), ehe Lettland mit einem And-One erneut antwortete und den Vorsprung auf 17 Punkte ausbaute (23:40). Ein schwieriger Treffer von Bielefeld sowie zwei Punkte von Ndi nach einem Ballgewinn leiteten die beste deutsche Phase der ersten Halbzeit ein. Bielefeld traf anschließend einen Freiwurf zum 30:41 (19.). Mit diesem Spielstand ging es in die Halbzeit.

Boxscore

Deutschland kämpft sich zurück

Auch nach dem Seitenwechsel erwischte Lettland den besseren Start und hielt den deutschen Rückstand zunächst konstant. Ein Dreipunktewurf von Koch brachte Deutschland wieder näher heran (33:46, 23.). Ndi mit Punkten in Korbnähe und ein weiterer Dreier von Perner verkürzten auf 38:49. Gleichzeitig stabilisierte sich die deutsche Defensive und ließ über mehrere Angriffe keine lettischen Punkte mehr zu. Paradzik traf anschließend zwei Freiwürfe zum 40:49 (26.) und sorgte damit erstmals seit dem ersten Viertel wieder für einen einstelligen Rückstand. Mit weiteren Punkten von Paradzik kam Deutschland bis auf 42:49 heran, wodurch die Partie wieder völlig offen war. In der Folge neutralisierten sich beide Mannschaften über rund zwei Minuten ohne Korberfolg. Bielefeld beendete die punktarme Phase mit zwei verwandelten Freiwürfen zum 45:51. Zwar antwortete Lettland direkt mit einem Dreier, doch Harz stellte mit zwei Freiwürfen den 47:54-Zwischenstand nach drei Vierteln her.

Lettland entscheidet die Schlussphase

Auch im Schlussviertel blieb die Partie umkämpft. Ein Dreipunktewurf sowie Punkte aus der Zone von Koch hielten Deutschland im Spiel (52:59). Lettland fand jedoch weiterhin gute Lösungen in der Offensive und setzte sich erneut etwas ab. Beim Stand von 52:63 nahm Bundestrainerin Constanze Wegner eine Auszeit. Zunächst blieb die erhoffte Wirkung aus, ehe Busch und Englisch auf 56:65 verkürzten. Ein Steal von Bielefeld führte anschließend zu einem Freiwurf von Paradzik, die auf 57:65 stellte. Kurz darauf sorgte Bielefeld mit einem Block für den nächsten Ballgewinn, bevor Lettland rund drei Minuten vor dem Ende eine Auszeit nahm. In der entscheidenden Schlussphase übernahm die lettische Mannschaft wieder die Kontrolle und brachte ihren Vorsprung sicher ins Ziel. Ein Half-Court-Buzzerbeater von Koch setzte zwar den Schlusspunkt der Partie, änderte am 60:70-Endstand jedoch nichts mehr.

„Wir sind nicht gut ins Spiel gestartet“

Bundestrainerin Constanze Wegner: „Wir sind nicht gut ins Spiel gestartet. Lettland hat uns vor allem im ersten Viertel richtig vor Probleme gestellt. Zonenverteidigung, die sie dann in Mann-Mann-Verteidigung gewechselt haben – das haben wir einfach nicht in den Griff bekommen. Die Lettinnen waren taktisch extrem gut eingestellt und ready für dieses Game. Mit -14 sind wir dann in die Viertelpause gegangen. Wir haben es dann zur Halbzeit auf -11 verkürzen können. Wir haben ein bisschen mehr auch defensiv punkten können. Im dritten Viertel kommen wir dann auf sieben ran, weil wir auch da defensiv unsere Stops gefunden haben, die wir offensiv gut verarbeiten konnten. Im vierten Viertel konnten wir dann aber nicht mehr näher rankommen. Offensiv und defensiv haben sich einfach kleine Fehler durchs ganze Spiel gezogen. Immer wenn wir das Momentum kurz gekippt haben, kam wieder eine neue Kleinigkeit, die wir nicht unter Kontrolle bekommen haben. Gekämpft wie die Löwen, um dieses Spiel noch zu drehen, aber am Ende hat es dann nicht gereicht.“

Für Deutschland spielten
Spielerin Punkte Verein
Nafi Harz 6 BC Marburg
Paulina Reichenauer dnp Queens University of Charlotte/USA
Marie Perner 11 DJK Rosenheim
Helena Englisch 2 Eisvögel USC Freiburg
Jana Koch 13 EIGNER Angels Nördlingen
Karla Busch 4 Eisvögel USC Freiburg
Clara Bielefeld 6 Texas Christian University/USA
Anna-Lisa Wuckel 0 BasCats Heidelberg
Greta Scholle 1 TuS Lichterfelde
Chanel Ndi 4 College of Charleston/USA
Lilli Schultze 4 ALBA BERLIN
Paula Paradzik 9 Eisvögel USC Freiburg