Voller Einsatz und eine gute Energieleistung reichen den U18-Jungen erneut nicht zum Sieg. Viel Pech in den letzten Minuten bedeuteten gegen die türkischen Gastgeber die dritte Niederlage der EM in Folge. Mit 64:68 (21:14, 18:25, 20:12, 5:17) ging das letzte Gruppenspiel verloren.

Nach dieser enttäuschenden Gruppenphase kämpft das DBB-Team nun im Viertelfinale gegen Mitfavorit Frankreich um den Einzug ins Viertelfinale (Mittwoch, 12:45 Uhr, live & kostenlos im FIBA-Stream).

Türkisches Pfeifkonzert

Ins Spiel, gegen die Gastgeber aus der Türkei, starteten Justin Onyejiaka, Nils Machowski, Kilian Brockhoff, Johann Grünloh und Elijah Ndi. Mit Martin Kalu fehlte im heutigen Spiel eine wichtige Stütze des Teams. Unter Pfiffen und Schreien von den Rängen sicherten sich die DBB-Youngster den Sprungball und gingen durch einen Layup von Justin Onyejiaka in Führung. Nils Machowski legte mit einem Dreier nach und Kilian Brockhoff traf beide Freiwürfe zum 7:3 (2.). Trotz guter Verteidigung gelang es den Türken zu punkten.

Doch heute fielen die Würfe auch auf deutscher Seite, was die türkischen Fans nur zu noch mehr Lärm animierte. Man bekam das Gefühl die Stimmung in der Halle spornte die Jungs nur noch mehr an. Luis Wulff gelang der Steal und Sebastian Hartmann und Kilian Brockhoff spielten den Fast-Break perfekt aus. Nachdem es wenige Sekunden später wieder Luis Wulff war, der den Ball stealte und zum 17:11 punktete (7.), nahm der türkische Coach eine Auszeit. Doch während das türkische Team in keinen Spielfluss finden sollte, zeigte das deutsche Team schöne Spielaktionen und beendete das erste Viertel 21:14.

Viele Einzelaktionen und aufstrebende Türken

In Viertel zwei war die Türkei plötzlich im Spiel. Doch Luis Wulff war parat und versenkte einen Dreier. Die gute Reboundarbeit von Sebastian Hartmann wurde leider nicht belohnt, sondern man kassierte stattdessen einen Dunk auf der anderen Seite. Alan Ibrahimagic war zu einer Auszeit gezwungen. Mit einem Layup und dem And-One kamen die Türken aus der Auszeit heraus (24:23 14.). Während die Angriffe der Deutschen plötzlich nur noch aus Einzelaktionen bestanden, spielten die türkischen Jungs ihre Angriffe als Team aus und waren so wesentlich erfolgreicher. Dadurch gingen diese in Führung und Deutschland nahm die nächste Auszeit (24:27). Die Türkei wurde in ihren Angriffen jetzt wieder einfallsloser und kam zu weniger Wurfchancen. Doch einer traf – Kilian Brockhoff. Sowohl von der Freiwurflinie, als auch aus dem Feld, markierte er wichtige Punkte. Doch die Türken wollten den Anschluss nicht verlieren – was gelang. In die Halbzeitpause ging es mit 39:39.

Dranbleiben!

Nach vier gespielten Minuten in der zweiten Hälfte stand es 46:46. Auf beiden Seiten kam es zu guten Aktionen, jedoch wurde der Spielfluss immer wieder durch Fouls unterbrochen. Ein Offensivfoul der DBB-Auswahl in der 24. Minute wurde von den türkischen Fans lautstark gefeiert. Die türkische Mannschaft belohnte ihre Fans mit einem Dreier und die Atmosphäre in der Halle wurde nur noch intensiver. Jetzt hieß es dranbleiben und sich nicht einschüchtern lassen. Doch daran dachten die U18-Jungs gar nicht. Zwar wurde das Spiel etwas hektisch, doch nach einem spektakulären Dunk von Rikus Schulte und einem Dreier von Justin Onyejiaka, stellte man zum Ende des Viertels sogar einen Acht-Punkte-Vorsprung her (59:51).

Den Sieg sichern

Das war der Plan. Doch die Zuschauer merkten, dass die türkische Mannschaft sie jetzt brauchte. Und so schrumpfte, nach nur 40 gespielten Sekunden, der deutsche Vorsprung auf vier Punkte. Alan Ibrahimagic intervenierte und nahm die Auszeit. Die Teams lieferten sich jetzt ein Spiel auf Augenhöhe. Die letzten fünf Minuten wurde es noch einmal richtig intensiv (62:63 35.). Unter den Körben gab es ordentlich Gerangel, nur Punkte machte keine Mannschaft. Der Türke Kerem Konan beendete die Durststrecke. Kurz darauf punktete Rikus Schulte (64:65) noch knapp eine Minute war zu spielen. Die Halle bebte! Die deutschen Jungs foulten und brachten so eine Minute vor Schluss bei einem Drei-Punkte-Rückstand die Türken an die Linie (64:67). Diese verfehlten zwar beide Freiwürfe, schnappten sich jedoch den Rebound und wurden dabei wieder gefoult. Wieder hieß es – zwei Freiwürfe, Yildizoglu traf nur einen (64:68). Auszeit Deutschland! Aus der Auszeit brachte man unglücklicherweise durch ein Foul in eigener Hälfte erneut die Türken an die Freiwurflinie. Beide Würfe fielen nicht. Im nächsten Angriff wurden die Deutschen gefoult, auch diese Freiwürfe gingen daneben. Leider fielen auch keine weiteren Würfe mehr. Nur fünf Punkte der deutschen Mannschaft im letzten Viertel reichen am Ende nicht für den Sieg. Somit verliert die DBB-Auswahl am Ende mit 64:68.

 

Für Deutschland spielten

Kilian Brockhoff (SC RASTA Vechta/Young RASTA Dragons, 16), Johann Grünloh (SC RASTA Vechta/Young RASTA Dragons, 4), Sebastian Hartmann (FC Bayern München, 3), Martin Kalu (FC Bayern München, DNP), Lenny Liedtke (ratiopharm ulm/BBU’01, 0), Nils Machowski (ALBA BERLIN, 6), Elijah Ndi (Würzburg Baskets Academy, 0), Luis Nonfon (Porsche BBA Ludwigsburg/BSG Basket Ludwigsburg, 2), Justin Onyejiaka (SC RASTA Vechta/Young RASTA Dragons, 15), Elias Jose Rapieque (ALBA BERLIN, 0), Rikus Schulte (ALBA BERLIN, 8), Luis Wulff (FC Bayern München, 10).

Boxscore