Die deutschen U16-Mädchen haben ihr zweites Spiel beim Turnier in Mulhouse/Frankreich verloren. Gegen Russland hieß es am Ende 61:63 (18:22, 18:7, 16:13, 9:21) gegen das Team von Bundestrainer Pierre Hohn. Zum Abschluss geht es morgen gegen Ungarn.

Einen Tag nach der herben Schlappe gegen Frankreich sollte sich nach Wunsch vom Headcoach bereits zeigen, was man daraus gelernt hatte. Kapitänin Sarah Polleros (Foto) ging voran und erzielte die ersten fünf Punkte für Deutschland (5:3, 2.). Es folgte eine stärkere Phase der Russinnen mit einigen Fehlwürfen der Deutschen (9:13, 5.). Die eindeutige Reboundüberlegenheit (Praise Egharevba) schlug sich nicht im Resultat nieder. Die mäßigen Wurfquoten ließen bis zum Ende des ersten Viertels kein besseres Ergebnis als das 18:22 zu.

Deutschland hielt den Anschluss und war in der 13. Minute durch Luisa Nufer und Polleros mit 25:22 vorne (13.). Die Wurfquoten waren deutlich besser geworden und man hatte einen ordentlichen Rhythmus gefunden. Lotta Stach erhöhte an der Freiwurflinie auf 30:24 (17.), Amelie Kröner aus dem Feld zum 34:26 (18.). Bis zum Seitenwechsel behaupteten die ING-DiBa-Korbjägerinnen ihren Vorsprung (36:29).

Als Nina Kühhorn und Kröner in der 26. Minute zum 44:33 trafen, war die DBB-Auswahl auf einem guten Weg. Man war in dieser Phase in der Lage den Gegner zu kontrollieren. Bis auf die Schwäche an der Freiwurflinie (11/22) und die zu hohe Anzahl an Ballverlusten (16) hatte man sich stabilisiert. Hohn wechselte sehr gleichmäßig durch, was dem deutschen Spielfluss bis dahin aber keinen Abbruch tat. Doch in trockenen Tüchern war der ersehnte Erfolg noch lange nicht, Russland war in der 32. Minute auf 52:48 heran, Auszeit Deutschland. Der Dreier von Polleros kam noch einmal zum richtigen Zeitpunkt, aber die Russinnen ließen jetzt nicht locker: 55:58 nach einem 0:10-Lauf (37.).

Es bahnte sich eine spannende Schlussphase an, nachdem Körner den Lauf von Russland stoppen konnte. Weitere Ballverluste taten jetzt natürlich besonders weh (59:60, 38.). 54 Sekunden vor dem Ende lag das DBB-Team mit 59:63 im Rückstand, Nufer verkürzte sieben Sekunden später auf 61:63, aber zu mehr reichte es nicht mehr. „Wir haben das Spiel heute über weite Strecken kontrolliert. Im Schlussviertel sind wir mit einer Umstellung der Russinnen nicht zurecht gekommen und haben unsere defensive Intensität verloren. Wir haben aber einen Schritt nach vorne gemacht und wollen morgen gegen Ungarn darauf aufbauen“, so Hohn anschließend.

Für Deutschland spielten:
Nina Kühhorn (SC Kemmern/DJK Brose Bamberg, 7), Alina Dohr (Dragons Rhöndorf/Rhöndorfer TV, 4), Praise Egharevba (TSV München Ost, 10 Reb.), Annika Holzschuh (BBU 01 Ulm, 3), Maria Konstantinidou (BSG Basket Ludwigsburg, 4), Amelie Kröner (Citybasket Recklinghausen/Metropol Girls, 12), Rebecca Lagerpusch (Eintracht Braunschweig LionPride/Girls Baskets BS-WF, dnp), Luisa Nufer (USC Freiburg, 7), Lina Sontag (TuS Lichterfelde, 5), Lotta Stach ((BG 89 Rotenburg/Scheeßel/Junior Hurricanes, 5), Emilia Tenbrock (BBZ Opladen/Dragons Rhöndorf, 4), Clara Wilke (ALBA Berlin), Sarah Polleros (Herner TC, 10).

Spielplan:
So., 22. Juli, 15.00 Uhr, Deutschland – Ungarn