Die EM-Vorbereitung läuft auf Hochtouren. Nach dem gestrigen hohen Erfolg gegen Finnland stand heute bereits das nächste Aufeinandertreffen an. Das Team von Patrick Femerling bestätigte die famose Leistung von gestern und feierte einen Kantersieg. Am Ende hieß es 96:35 (32:9, 27:7, 20:7, 17:12). Schoormann war mit 20 Punkten Topscorer der Partie. Linus Hoffmann (Foto) war mit zehn Punkten einer von vier deutschen Spielern, die zweistellig punkteten.

Deutschland begann mit Böhmer, Rapique, Schoormann, Hukporti und Weber und die Mannschaft spielte sich schnell in einen Rausch. Schoormann eröffnete die Partie standesgemäß per Dunking und ließ zwei weitere schnelle Punkte folgen (4:0, 2.). Nachdem Böhmer auf 6:0 erhöht hatte, nahm Finnland bereits das erste Timeout (2.). Ändern tat sich nichts: Hukporti und Böhmer netzten zum 11:0 ein (3.). Und auch Schoormann war nicht zu bremsen, er setzte vier weitere deutsche Punkte drauf (15:0, 4.). Finnlands zweite Auszeit war die folgerichtige Konsequenz. Wieder blieb der erhoffte Effekt aus: Deutschland ließ nicht nach und erhöhte auf 25:0 (6.). Und dann war er endlich da, der erste finnische Korb (25:2, 6.). Tuomi hatte seine Mannen erlöst! Finnland kam nun besser in die Partie und konnte verkürzen (29:9, 9.). Dennoch ging das furiose Auftaktviertel mit 32:9 an Deutschland. Schoormann hatte bereits zwölf Punkte auf seinem Konto.

Schoormann war es dann auch, der das zweite Viertel eröffnete: Sein ‚and one‘ bedeutete das 35:9 (12.). Koponens Treffer war einer der seltenen finnischen Glücksmomente (35:11, 14.). Doch Deutschland zeigte kein Erbarmen, kurze Zeit später stand es 42:11 (15.).  Penteker und Rapique ließen es nun auch aus der Distanz regnen: 48:14 (16.). Pentekers Layup markierte die 40-Punkte-Führung (54:14, 18.). Nach überlegenen 20 Minuten führte man mit 59:16.

Baggette erzielte von der Freiwurflinie die ersten Punkte des dritten Viertels, Hänninen traf einen Dreier für Finnland (61:19, 21.). Samare (Foto) ließ den Vorsprung jedoch weiter anwachsen (69:19, 23.), man führte mit 50 (!) Punkten. Ein Garant hierfür waren die vielen deutschen Fastbreaks: Deutschland hatte zu diesem Zeitpunkt bereits 21 schnelle Punkte erzielt, Finnland null. Zumindest fand ein weiterer finnischer Dreier sein Ziel (69:22, 26.). Danach traf Hoffmann zwei Freiwürfe zum zwischenzeitlichen 75:23 (29.). Nach dreißig Minuten stand es 79:23. Erneut hatte man den Gegner unter zehn Punkten gehalten.

Baggettes Dreier läutete den Schlussabschnitt ein (82:23, 31.). Dem starken Hänninen gelangen vier finnische Punkte in Folge (82:27, 32.), ehe Deutschland weiter aufs Tempo drückte (88:29, 37.).  Schlussendlich stand ein mehr als deutlicher 96:35-Erfolg.

Bundestrainer Patrick Femerling zeigte sich im Anschluss zufrieden. Man habe noch „an einigen Sachen arbeiten“ können und „freue sich jetzt auf die nächsten Aufgaben“. „Das Spiel hat uns geholfen, die Planungen für den letzten Lehrgang abzuschließen“, so der Bundestrainer.

Für Deutschland spielten:
Nolan Adekunle (ALBA Berlin, 10), Elias Baggette (Interkulturelle Sportakademie Schöneberg/TuS Lichterfelde, 9), Julius Böhmer (SC Heuchelhof/s.Oliver Würzburg Akademie, 7), Christian Feneberg (POST SV Nürnberg/TenneT young heroes, 6), Mathias Groh (TuS Urspringschule/TEAM Urspring), Linus Hoffmann (Hamburg Towers/Piraten Hamburg/ SC Rist Wedel, 10), Ariel Hukporti (Porsche BBA Ludwigsburg, 4), Erik Penteker (ALBA Berlin, 5), Evans Rapique (ALBA Berlin, 8),  Jordan Samare (RheinStars Köln, 15), Len Adam Schoormann (Eintracht Frankfurt/FRAPORT SKYLINERS, 20), Lennart Weber (FC Bayern München, 2).

Boxscore