WNBL-Rückblick: Rekord-„“Effektivitäten“ im Nordwesten19. Oktober 2020

Es war einmal mehr ein toller WNBL-Spieltag am vergangenen Wochenende. Einige ganz besonders starke individuelle Leistungen stachen heraus, erste ganz leichte Tendenzen sind zu erkennen. Schauen wir mal:

Gruppe Nordwest
Herner TC – OSC Junior Panthers 49:80 (23:37)
RheinStars Ladies Köln -evo New Basket Oberhausen 78:71 (37:54)
Metropol Girls – TG Neuss Junior Tigers 88:48 (39:23)

Was Frieda Bühner derzeit so auf das Parkett bringt, ist schon extrem beeindruckend. Der OSC-Forward schaffte beim Sieg in Herne einen seltenen Effektivitätswert von 51 (!). Und zwar in nur 26 Minuten. 33 Punkte (15/21), 14 Rebounds, sechs Steals und vier Blockshots wurden u.a. für sie notiert, ganz starke Werte. Neben Bühner traf bei den Panthers noch Malea Sprehe (14) zweistellig. Die Gastgeber lagen bereits nach zehn Minuten vorentscheidend im Hintertreffen (8:27) und hatten mit Melina Reich (13) ihre erfolgreichste Werferin. Ein katastrophales zweites Viertel (15:37) wären den RheinStars Ladies fast zum Verhängnis geworden. Doch mit unbändigem Kampfgeist drehten Olivia Okpara (27 Pkte/24 Reb./EFF 42 !), Danguole Pupkeviciute (15), Nelly Katirtzis (14) & Co. die Partie noch. Jarla Müllers 32 Punkte genügten dem Aufsteiger letztlich nicht zum ersten Sieg (Lucy Krocker 13, Melda Öz 13, Amelie Werner 10). Von Beginn an eine klare Sache war der Sieg der Metropol Girls, die eine überragende Lily Keune (26 Pkte/12 Ass./EFF 39) in ihren Reihen hatten, die zudem noch kräftige Unterstützung bekam (Lea Enstip 16, Ricarda Schott 13, Johanna Bielefeld 12, Sophia Müller 10). Bei den Tigers wurde angesichts der klaren Niederlage die Spielzeit sehr gleichmäßig verteilt, Celine Glock (14) und Lydia Sy (10) punkteten am besten.

Gruppe Nordost
ChemCats Chemnitz – SC Rist Wedel 75:67 (47:34)

Über weite Strecken des Spiels dominierte der Titelverteidiger doch recht eindeutig, lag zeitweise mit über 20 Punkten in Front. Doch die Gäste steckten nie auf und kamen in der Schlussphase einmal sogar auf vier Punkte heran. Letztlich holten die ChemCats um Nicole Brochlitz (18), Luise Rohland (18/15 Reb./EFF 30) und Leni Beier (10) den Pflichterfolg. Beim Aufsteiger waren Mathilda Hähner (25) und Karlotta-Luisa Schmalisch (10) die erfolgreichsten Werferinnen.

Gruppe Mitte
Rhein-Main Baskets – Main Sharks 69:63 (43:38)
Dragon Rhöndorf – Junior Dolphins Marburg 58:48 (36:33)
BG Bonn 92 – Franken Baskets 77:52 (37:25)

Nach dem klaren Auftakterfolg gegen Rhöndorf mussten sich die Rhein-Main Baskets gegen die Main Sharks doch gewaltig strecken, um die weiße Weste zu wahren. Schwächere Wurfquote, weniger Rebounds, schwächere Effektivität … aber gewonnen. Die zehn erfolgreichen Dreier haben Lucy Voss (Foto re. gegen Paula Wenemoser, 17), Louisa Groth (16), Monika Crnjak (10) und ihrem Team gegen Antonia Fuchsbauer (27) und Luisa Stahl (10) sicher geholfen. Kampf und Leidenschaft versetzen Berge! So zumindest beim Erfolg der Dragons, den Gianna Nobile (14), Laura Benecke (10), Macy Ridder (10) & Co. sicherten. Beide Teams trafen insgesamt nur drei Dreier, die 66 Rebounds (!) der Gastgeberinnen waren letztlich ein wesentlicher Faktor gegen Jana Bonacker (11) und die übrigen Dolphins. Guter Start für die BG Bonn 92, die sich auf ihr Trio Greta Kröger (19/EFF 25), Alexa Hans (Foto oben, 18/10 Reb.) und Karoline Steffen (15/EFF 29) verlassen konnte und den Vorsprung kontinuierlich vergrößerte. Die Gäste waren in allen Belangen unterlegen und stehen erneut vor einer schwierigen Saison. Anna Hübschmann (14) und Nora Hummel (13) stemmten sich am wirksamsten gegen die Niederlage.

Gruppe Süd
Flying Towers – TS Jahn München 75:72 (42:45)
RegioTeam Stuttgart – inexio Royals Saarlouis 104:79 (46:38)

In mehrerleir Hinsicht eine doppelte Soltau-„Show“ gab es in Schwäbisch Hall zu bestaunen. Die beiden hochtalentierten Geschwister Annika (24/19 Reb./EFF 25) und Verena (21/15 Reb.) legten beide ein sogenanntes „double double“ auf und waren somit maßgeblich daran beteiligt, dass es ein Happy End für ihr Team gab. Auch Zoe Jezic punktete noch zweistellig (10). Beim ehemaligen Titelträger aus München war Olivia Borsutzki (24/10 Reb.) bis zu ihrem foulbedingten Ausscheiden kaum zu stoppen, auch Paulina Geyrhalter traf in „double figures“ (11). Ganz knapp gescheitert beim ersten Versuch, ohne größere Probleme erfolgreich beim zweiten Versuch: Aufsteiger RegioTeam Stuttgart holte sich den ersten WNBL-Sieg, legte gegen die inexio Royals Saarlouis ganz stark los (29:14), hatte einen Durchhänger im zweiten Viertel, gewann aber letztlich souverän. Julia Leiner (24/EFF 32), Joanna Scheu (20), Janina Dzubba (20) und Anastasia Schlipf (13) durften sich freuen, während die Royals um Romy Brück (26), Nele Trommer (17/13 Reb.) und Audrey Elisondo (10) nicht nur am verletzungsbedingten Fehlen von Gabriela Nemcova zu knabbern hatten.

Foto oben: Jan Fante

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