Bundesjugendlager 2018: Talente für die Zukunft24. September 2018

Was haben Dennis Schröder, Daniel Theis und Marie Gülich gemeinsam? Sie alle sind Teil der deutschen Basketball-Nationalmannschaft, spielen in der stärksten Liga der Welt und machten ihren ersten Karriereschritt beim Bundesjugendlager (Schröder 2008, Theis 2010, Gülich 2012). Auch in diesem Jahr findet wieder die Talentsichtung in Heidelberg statt. Vom 29. September bis zum 2. Oktober 2018 treffen sich die deutschen Basketball-Hoffnungen im Olympia-Stützpunkt Rhein-Neckar. Mit dabei sind bei den Mädchen die Jahrgänge 2003 und jünger, bei den Jungen die 2004er und jünger.

Das Konzept des Bundesjugendlagers ist schnell erklärt: rund 200 Talente werden von den Landesverbänden nominiert. In den acht Mannschaften der Landesverbände spielen sie dann beim Bundesjugendlager vier Tage lang im Turniermodus gegeneinander. Beobachtet werden sie dabei von den Bundestrainerinnen und Bundestrainern, die am Ende auch die Nominierungen vornehmen. Aus den ausgewählten Spielerinnen und Spielern wird dann die neue U15-Jungen-Nationalmannschaft sowie die neue U16-Mädchen-Nationalmannschaft gebildet.

„Die Erfolge dieses Sommers haben gezeigt, dass die Nachwuchsförderung im deutschen Basketball in den vergangenen Jahren gut funktioniert hat. Teil dieser erfolgreichen Entwicklung junger Talente ist auch die gezielte Sichtung beim Bundesjugendlager. Das BJL ist aus dem deutschen Basketball nicht wegzudenken und wird auch in diesem Jahr wieder viele großartige Spielerinnen und Spieler hervorbringen“, blickt der für Jugend und Schule zuständige DBB-Vizepräsident Stefan Raid voraus.

Jungen: Talentierter Jahrgang

Auch DBB-Bundestrainer Patrick Femerling freut sich auf die Sichtungsveranstaltung: „Der 2004er-Jahrgang ist sehr talentiert. Wie sich die Talente später entwickeln werden, bleibt zwar noch abzuwarten, genügend Potential ist aber auf jeden Fall vorhanden. Durch das junge Alter liegt noch einiges an Entwicklung vor ihnen. Ich freue mich sehr darauf, die jungen Spieler live zu sehen. Es ist immer wichtig, sich einen direkten Eindruck zu machen. Auch wenn das Videostudium einen großen Teil des Jobs ausmacht, bringt so ein Jugendlager viele neue Erkenntnisse. Man sieht zum einen Dinge, die gar nicht in Statistiken auftauchen, zum anderen lernt man die Jungs kennen und sieht, wie sie in ihrem Umfeld funktionieren“, so Femerling.

Mädchen: Viele Talente auf der Guard-Position

„Dieser Jahrgang hat seinen Schwerpunkt vor allem auf den Positionen eins und zwei. Zwar sind auch ein paar Ausnahmetalente im Bereich der Innenspielerinnen vorhanden, aber die Masse guter Spielerinnen sind im Guard-Bereich zu finden“, weiß DBB-Bundestrainer Stefan Mienack um die Stärken des Jahrgangs. Auch wenn sich der DBB-Nachwuchs bisweilen häufig über große, agile Spielerinnen im internationalen Wettbewerb absetzen konnte, sieht Mienack auch die Vorteile der „Guard-Dominanz“: „Sicherlich hilft es auch, ein oder zwei starke Dreier-Schützinnen zu haben. Jeder Jahrgang hat seine eigene individuelle Note, wie auch jede Spielerin unterschiedlich ist. Die Aufgabe besteht darin, aus diesen eine gute Mannschaft zusammenzusetzen.“

Mit Praise Egharevba (Foto rechts), Clara Wilke und Lina Sontag sind auch drei Top-Talente dabei, die im vergangenen Sommer bereits mit der U16-Nationalmannschaft zur EM in Litauen gereist sind. „Diese werden sicherlich ihre Akzente setzen. Aber auch die ein oder andere aus dem U15-Team des vergangenen Jahres wird dabei sein“, so Mienack.

Am Anreisetag startet das Bundesjugendlager für die Talente mit einem Athletiktest und einem Anti-Doping-Quiz. Letzteres wird vom Juniorteam der Deutschen Basketballjugend (DBJ) durchgeführt. Am Sonntag beginnen dann um 14.30 Uhr die ersten Spiele, nachdem am Vormittag noch Training auf dem Programm stand.

Jugendspitzensportlehrgang und JBBL-Coach Clinic

Im Rahmen des Bundesjugendlagers findet von Sonntag bis Dienstag zudem ein Jugendspitzensportlehrgang im BJL-Plan Platz. Bei der A/B-Trainerfortbildung liegt der Schwerpunkt auf der Spielbeobachtung. Dabei richten sich die Inhalte schwerpunktmäßig an die Trainer der JBBL. Vier Workshops beleuchten die Themen „Weakside Defense“, „indirekte Blöcke in der Offense“, „Entscheidungstraining“ und „Spannungsfeld Schiedsrichter – Trainer“. Die Workshops zur Defense und zur Offense werden auch von den rund 40 Teilnehmenden der parallel stattfindenden JBBL-Coach Clinic besucht. Neben den beiden Workshops findet morgens für die Nachwuchstrainer noch eine Informationsveranstaltung der Nationalen Anti-Doping Agentur (NADA) zum Thema „Doping-Prävention“ sowie nachmittags ein Austausch mit Mathias Rucht, Mitglied der Schiedsrichterkommission, statt.

Von den Auswahlteams werden erneut Kaderseiten mit Teamfotos erstellt. Diese sich ständig aktualisierenden Infos finden sich unter folgenden Links:

BJL-Teams 2018

Spielplan BJL 2018

 

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