Mit dem A-Division-Verbleib in der Tasche richtete sich der Fokus der deutschen U20-Damen bei der EuroBasket nun auf das Platzierungspiel der Plätze 9-12. Nach dem Sieg über Serbien wartete mit Island der nächste Gegner und die Deutschen gewannen mit 85:74 (22:11, 29:17, 7:31, 27:15) . Morgen geht es weiter im Spiel um Platz 9.

Starker Auftakt

Deutschland erwischte einen Start nach Maß. Helena Englisch eröffnete das Scoring, Nafi Harz legte per Dreier früh zum 5:0 nach (1.). Island fand anschließend zwar besser in die Partie, doch ein 9:0-Lauf der DBB-Auswahl sorgte schnell für klare Verhältnisse (14:3, 3.). Mit aggressiver Verteidigung und einfachen Punkten nach Ballgewinnen hielt Deutschland das Tempo hoch. Auch gegen die isländische Presse fanden die DBB-Mädchen gute Lösungen und gingen nach einem Korbleger von Paula Paradzik mit einer verdienten 22:11-Führung in die erste Viertelpause.

Verdiente Führung

Deutschland knüpfte nahtlos an den starken Auftakt an. Paulina Reichenauer eröffnete das Viertel mit zwei verwandelten Freiwürfen, ehe Helena Englisch und Chanel Ndi die Führung weiter ausbauten (28:11, 12.). Die DBB-Damen ließen den Ball gut laufen und hielten Island mit einer aggressiven Verteidigung zunächst bei nur zwei Punkten. Zwar verkürzte Island nach einer Auszeit mit mehreren Dreiern, doch Deutschland fand durch Greta Scholle und Nafi Harz, die bis zur Pause drei von drei Dreiern traf, stets die passende Antwort. So ging die deutsche Auswahl mit einer souveränen 51:28-Führung in die Halbzeit.

Boxscore

Island kämpft sich zurück

Island erwischte den besseren Start in die zweite Hälfte und verkürzte schnell (33:51, 21.). Deutschland hatte offensiv zunächst Pech und fand nur schwer zurück in den Rhythmus. Anna-Lisa Wuckel erzielte die ersten deutschen Punkte nach der Pause, doch Island kam durch schnelles Spiel und mehrere Dreier immer näher heran. Die DBB-Auswahl verlor defensiv den Zugriff und ihr Vorsprung wurde immer weniger. Helena Englisch und Paula Paradzik sorgten mit wichtigen Punkten für kurze Entlastung, doch Island blieb dran, glich kurz vor Viertelende aus und ging nach einem Dreier kurz vor Schluss sogar mit 59:58 in Führung.

Starker Schlussspurt

Deutschland fand im Schlussabschnitt zurück zu seiner Stärke. Antonia Reichenauer brachte die DBB-Auswahl mit zwei Freiwürfen wieder in Führung, ehe Paula Paradzik mit einem Block und Nafi Harz mit wichtigen Punkten nachlegten (59:62, 32.). Auch defensiv zeigte sich Deutschland deutlich stabiler und kämpfte um jeden Ball. Chanel Ndi und Lilli Schultze bauten den Vorsprung weiter aus, Clara Bielefeld sorgte per Dreier für die Vorentscheidung (59:74, 36.). Island blieb im vierten Viertel lange ohne Punkte, Deutschland brachte den Sieg über die Zeit und gewann den Schlussabschnitt mit 27:15 sowie die Partie mit 85:74.

„Wir haben unseren Groove wiedergefunden“

Bundestrainerin Constanze Wegener: „Wir sind sehr gut ins Spiel gestartet, waren super konzentriert und intensiv. Das war echt gut. Wir hatten gute Lösungen gegen deren Tempo gefunden und waren deutlich schneller. Zur Halbzeit nur 28 zugelassen und selber 51 gemacht, das war super. Im dritten Viertel haben wir dann wirklich komplett unsere Spannung verloren. Sind dann sogar mit einem Punkt Rückstand ins vierte Viertel gegangen und das war nicht gut. Island ist da halt wirklich gut drin, die kämpfen und arbeiten sich bis zum Ende ab. Das haben sie im dritten Viertel geschafft. Im vierten Viertel haben wir dann unseren Groove wiedergefunden und deutlich besser verteidigt. Auch offensiv ging es dann besser. Props an die Mädels, dass sie im vierten Viertel dann nochmal so eine Reaktion gezeigt haben, das war super!“

Für Deutschland spielten
Spielerin Punkte Verein
Nafi Harz 13 BC Marburg
Paulina Reichenauer 4 Queens University of Charlotte/USA
Marie Perner dnp DJK Rosenheim
Helena Englisch 12 Eisvögel USC Freiburg
Jana Koch dnp EIGNER Angels Nördlingen
Karla Busch 2 Eisvögel USC Freiburg
Clara Bielefeld 9 Texas Christian University/USA
Anna-Lisa Wuckel 6 BasCats Heidelberg
Greta Scholle 8 TuS Lichterfelde
Chanel Ndi 15 College of Charleston/USA
Lilli Schultze 4 ALBA BERLIN
Paula Paradzik 12 Eisvögel USC Freiburg