Bei durchwachsenem Frühlingswetter traten Mitte Mai 16 Mannschaften zur 40.Deutschen Meisterschaft der Altersklasse Ü55 an, um Titel und Pokal der Ü55-Herren zu gewinnen. In den beiden Spielhallen in Halstenbek und Pinneberg begrüßten Oldie-Sprecher Stefan Ihringer und Jürgen Freybe (Vorsitzender der Halstenbeker TS) am Samstagvormittag mehr als 160 topfitte Basketballer und wünschten ihnen viel Erfolg, spannende und faire Spiele ohne Verletzungen.

Sie sollten Recht behalten: Die Spiele waren spannend und verliefen fair – sicher auch ein Verdienst der insgesamt sehr guten Schiedsrichter (darunter auch wieder – wie bei fast jeder Senioren-Meisterschaft – Andreas Schreiner, ehemaliger Bundesligaschiedsrichter mit mehr als 800 Ansetzungen). Verletzungen blieben zum Glück aus.

Vorrunde

In der Gruppe 1 startete der Titelverteidiger, DBV Charlottenburg, und wurde seiner Favoritenrolle mit drei souveränen Siegen gerecht. Den zweiten Platz belegte die SG Feuerbach, die sich als Neunter des Vorjahres erst in der Qualifikation durchsetzte und laut eigener Aussage „2027 auf keinen Fall wieder in die Quali wollte“, was durch den Sieg gegen das Team aus Kronberg bereits frühzeitig erreicht wurde. Der Grund: das vierte Team, die Lübecker Turnerschaft, konnte kein Spiel gewinnen.

In der Gruppe 2 setzte sich die SG Neustadt durch, gewann alle drei Spiele recht sicher. Nach einem Unentschieden zwischen den Teams aus München und Frankfurt/Langen, die beide gegen Neustadt verloren hatten, aber die SG Hamburg Nord besiegten, musste das Korbverhältnis darüber entscheiden, wer Gruppenzweiter wird: Frankfurt/Langen hatte das um drei Punkte bessere Ende für sich und das Viertelfinale erreicht.

Recht spannend verlief die Gruppe 3: drei Teams gewannen je zwei Spiele. Die Hausherren der SG Halstenbek-Pinneberg/Magdeburg setzten sich mit +6 Korbpunkten gegen die SG Köln/Münster/Königsdorf mit +2 und die SG Bayreuth/Rosenheim mit -8 im direkten Vergleich durch. Der SC Ottensen blieb sieglos. Bei den Spielen dieser Gruppe gab es noch ein Highlight: Das Team aus Bayreuth/Rosenheim hatte seine eigenen Cheerleader mitgebracht, die ihr Team immer wieder lautstark anfeuerten und auch einige Choreographien mitgebracht hatten.

In der Gruppe 4 überzeugte nicht ganz unerwartet die SG Leimen/Wiesloch, obwohl Freiburg, Boele-Kabel und Giants Düsseldorf jeweils lange großen Widerstand leisteten. Letztlich erreichte Düsseldorf dann den 2.Platz in dieser Gruppe.

Platzierungsspiele

In den Viertelfinals gab es dann doch unerwartete Ergebnisse: Feuerbach besiegte die vorher so souveräne SG Neustadt und Leimen unterlag der SG Köln. DBV Charlottenburg besiegte Langen klar und auch die SG Halstenbek/Pinneberg überrannte Düsseldorf geradezu mit 43:23.

Die den ersten Tag abschließende Sitzung der Mannschaftsverantwortlichen brachte zwei wichtige Ergebnisse: Die bisherigen Sprecher der Ü55, Frank Naundorf (Düsseldorf) und Alexander Baumschulte (Feuerbach) wurden im Amt bestätigt. Und die Teams beschlossen, dass die nächste Deutsche Meisterschaft am 17./18.04.2027 in Kronberg im Taunus stattfinden wird. Auch für 2028 wurde bereits ein Ausrichter festgelegt: die SG Feuerbach wird dann die Teams zu sich einladen.

Der Abend startete mit einem sehr gelungenen Buffet in den Räumen des Halstenbeker Schützenhauses. Anschließend saß man noch in kleineren Gesprächsrunden zusammen. Gegen 23.00 waren alle verschwunden – die Spiele waren wohl doch ganz schön anstrengend.

Sonntagmorgen starteten die Halbfinals, die zwei spannende und umkämpfte Spiele brachten. DBV Charlottenburg setzte sich mit 30:22 gegen Köln durch und die Hausherren aus Halstenbek/Pinneberg und Magdeburg besiegten nach starker Anfangsphase und zwischenzeitlichem Nachlassen letztlich doch sicher die SG Feuerbach mit 49:43, erreichten so ebenfalls das Finale. Auch alle anderen Teams kämpften in ihren Überkreuzspielen um einen möglichst guten Platz.

Ergebnisse der Platzierungsspiele:
Platz 15/16 SC Ottensen – Lübecker Turnerschaft 30:21
Platz 13/14 SG Bayreuth/Rosenheim – SG Kronsberg/Nördlingen 40:38
Platz 11/12 SG Boele-Kabel – SG Hamburg Nord 31:24
Platz 9/10 TSV Ismaning – USC Freiburg 34:20
Platz 7/8 SG Leimen/Wiesloch – SG Neustadt 31:25
Platz 5/6 SG Langen/Frankfurt – Giants Düsseldorf 35:17
Platz 3/4 SG Köln/Königsdorf – SG Feuerbach/Schwäbisch-Hall 38:33

Finale

In einem sehr umkämpften, zunächst ausgeglichenen Finale – Spielstand Ende des dritten Viertels 35:33 für DBV Charlottenburg – fiel die Entscheidung erst im letzten Viertel: Der Titelverteidiger aus Berlin gewann aufgrund der größeren Treffsicherheit und letztlich auch der größeren Kraftreserven mit 47:38 gegen die SG Halstenbek-Pinneberg/Magdeburg. Glückwunsch und viel Beifall von den Zuschauern an den erneuten deutschen Meister der Ü55, den DBV Charlottenburg.

Anschließend übernahmen Oldie-Sprecher Stefan Ihringer und das Orga-Team die Siegerehrung; sie dankten den Schiedsrichtern und Kampfgerichten für ihren Einsatz, den Organisatoren für den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung und den vielen Helfern bei der Cafeteria in beiden Hallen. Jede Mannschaft erhielt eine Urkunde für die Plätze 16 bis 4, und dann zusätzlich die Medaillen für die Plätze 3 und 2. Unter dem Beifall aller Anwesenden erhielten die Spieler des DBV Charlottenburg ihre Goldmedaille umgehängt und die Kapitäne Oliver Lenhard und Oliver Hundt nahmen den großen Siegerpokal in Empfang.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen 2027 in Kronberg.

Jürgen Freybe für die Halstenbeker Turnerschaft