Ein bisschen Sorgen um „unsere“ NBA-Akteure muss man sich beim diesmaligen Rückblick machen. Und zwar weniger um die persönliche Performance von Dennis Schröder, Dirk Nowitzki und Paul Zipser (Foto) als vielmehr um die Teams, für die die DBB-Akteure aktiv sind. Die Atlanta Hawks und die Chicago Bulls schwächeln derzeit etwas, während die Dallas Mavericks immer noch an den Playoffs schnuppern. Im besten Falls werden alle drei Teams die Playoffs schaffen, schlimmstenfalls …. In Europa gab es für die deutschen Nationalspieler fünf Siege und nur eine Niederlage. Here we go!

Zuletzt dreimal in Folge unterlagen die Atlanta Hawks mit Dennis Schröder vor eigenem Publikum. Zwar kamen die Niederlagen gegen echte NBA-Schwergewichte, aber mit der Bilanz von 34 Siegen bei 29 Niederlagen darf man sich auf Platz fünf in der Eastern Conference der Playoff-Teilnahme nicht zu sicher sein. Los ging es aber mit einem 100:95-Erfolg gegen die Dallas Mavericks mit Dirk Nowitzki. Dennis Schröder stand 33 Minuten auf dem Parkett und lieferte ordentliche Statistiken (17 Pkte, 7/13, zwei Reb., sechs Ass.), nur die sieben Ballverluste trübten die Bilanz. Ein absolutes Kracherspiel gab es dann gegen Titelverteidiger Cleveland Cavaliers zu bewundern. 130:135 hieß es am Ende aus Sicht der Hawks, für die Schröder 32 Minuten am Ball war und auf 17 Punkte (7/15), zwei Rebounds, sieben Assists und fünf Ballverluste kam.

Ganz bitter war die 96:97-Niederlage gegen die Indiana Pacers, die durch einen Dreier mit dem Buzzer zustande kam. Zuvor hatte der deutsche Pointguard lange und gut gespielt (36 Min., 18 Pkte, 7/16, ein Reb., sieben Ass., ein Bv.). Gegen die Golden State Warriors war Schröder bester Hawk, machte sensationelle 19 Punkte im ersten Viertel, konnte aber auch mit 23 Punkten (9/17), vier Rebounds, drei Assists und einem Ballverlust in 23 Minuten das 111:119 nicht verhindern. Auch, weil er nach einem Disput mit Headcoach Mike Budenholzer lange auf der Bank schmoren musste.

Welcome back! Paul Zipser steht nach seiner hartnäckigen Fußverletzung wieder auf dem Spielfeld. Das 107:125 gegen die Denver Nuggets musste der deutsche Forward noch von draußen verfolgen, beim 94:87 gegen die Golden State Warriors durfte er dann wieder ran und spielte gleich eine Hauptrolle. Sein Dreier mit Ablauf der shot clock bedeutete 1´41 Minuten vor dem Ende das 91:85 und damit die Vorentscheidung (in den Video-Highlights unten). Insgesamt kam Zipser in 22 Minuten auf neun Punkte (4/5), vier Rebounds und einen Assist ohne Ballverlust. Zu seinem wichtigen Treffer wurde er wie folgt zitiert: „Just have to be ready all the time. You never know when the ball is coming. I knew I had to shoot it, so that’s always the best shot. You never know how long you will play; I think I was ready.“

Für ihn persönlich ging es auch gut weiter (17 Min., zehn Pkte, 4/6, zwei Reb.), aber das 91:101 gegen die Los Angeles Clippers tat weh. Nicht viel drin war dann beim 95:109 bei den Detroit Pistons. Zipser durfte starten und stand 31 Minuten auf dem Parkett, kam aber „nur“ auf vier Punkte (2/4), vier Rebounds und einen Assist. Die Bulls liegen mit 31 Siegen bei 32 Niederlagen auf Platz acht im Osten.

 

Nach wie vor in Schlagdistanz zu den Playoff-Plätzen bewegen sich die Dallas Mavericks mit Dirk Nowitzki (Foto rechts). Es begann mit der bereits erwähnten 95:100-Niederlage bei den Atlanta Hawks, Nowitzki zeigte sich mit einem double double in guter Verfassung (27 Min., elf Pkte, 5/12, zehn Reb., ein Ass., vier Bv.). Zum 104:100-Erfolg gegen die Memphis Grizzlies steuerte der deutsche Forward in 29 Minuten zehn Punkte (4/10), sieben Rebounds und zwei Assists bei (ein Bv.).

NowitzkiDirk2017vsOKCRebound-300Dann hatte der 38-Jährige wiedermal einen großen Auftritt. Die Oklahoma City Thunder wurden mit 104:89 in die Schranken gewiesen und Nowitzki legte ein Klassespiel hin. 18 Punkte (8/17), zwölf Rebounds, drei Assists und ein Ballverlust wurden für ihn in 30 Minuten notiert. Die Mavericks liegen im Westen auf Platz zehn mit 26 Siegen und 36 Niederlagen, die Playoffs sind nahe (Achter Denver 29:34).

Kommen wir nach Europa: Da hängt Johannes Voigtmann persönlich derzeit etwas durch, bleibt aber mit Baskonia Vitoria in der Erfolgsspur. In der Euroleague gewannen die Basken gegen Armani Mailand locker mit 87:74 (Voigtmann 15 Min., 0/5, sieben Reb., ein Ass., drei Bv.) und liegen auf dem letzten Playoffplatz acht (13 Siege, elf Niederlagen). Auch in der heimischen ACB gab es einen Erfolg: 71:63 gegen Valencia. Für den deutschen Center lief es etwas besser (18 Min., fünf Pkte, 2/4, fünf Reb., ein Ass.). Baskonia ist Zweiter mit 16 Siegen und sechs Niederlagen.

Tibor Pleiß schaffte mit Galatasaray Istanbul etwas ganz seltenes: Einen Sieg gegen Real Madrid. Das 87:84 hilft Gala zwar nicht mehr in die Euroleague-Playoffs (13. mit acht Siegen und 16 Niederlagen), aber ein Ausrufezeichen war es allemal. Der 2,18 m Mann war 28 Minuten aktiv dabei und zählte mit acht Punkten (3/8), zwölf Rebounds und zwei Assists zu den effektivsten Spielern seines Teams. Auch in der türkischen TBL gab es einen Sieg. Zum 80:73 gegen Trabzonspor trug Pleiß mit 14 Punkten (7/8), elf Rebounds und einem Assist in 26 Minuten bei. Gala belegt Platz sechs (12:8).

Mitten im Abstiegskampf steckt Robin Benzing mit seinem Team Tecnyconta Zaragoza in der spanischen ACB. Nach dem 80:93 bei Fuenlabrada steht man mit einer Bilanz von 7:15 auf dem 14. Platz. Benzing zählte wie gewohnt zu den stärksten Akteuren seiner Mannschaft: 32 Min., zwölf Pkte, 5/9, ein Reb..

Schließlich durfte sich Heiko Schaffartzik über einen weiteren Erfolg mit Nanterre in der französischen Liga freuen. Beim 93:73 in Chalon war der deutsche Aufbauspieler allerdings nicht in Wurflaune. Er erzielte lediglich drei Punkte (22 Min., 1/8, ein Reb., zwei Ass., zwei Bv.). International greift Nanterre heute wieder in das Geschehen ein, wenn es im Viertelfinale des FIBA Europe Cup nach Usak/Türkei geht.