Die BMA365 Bamberg Baskets sind neuer Deutscher Pokalsieger 2026 der Herren. Das Endspiel im Münchener SAP Garden gewann das Team von Head Coach Anton Gavel gegen ALBA BERLIN mit 74:72 (15:22, 21:15, 16:21, 22:14).

Angeführt vom stark beginnenden Malte Delow ging ALBA mit 12:5 in Führung (5.). Bis dahin waren die Bamberger Dreierversuche nicht gefallen, ALBA dominierte die Rebounds. In einer recht zerfahrenen Partie suchte Bamberg nach einem Rhythmus und sah sich zum Viertelende mit 15:22 im Rückstand. Die Berliner kontrollierten weitgehend das Tempo und zwangen den Gegner in das ungeliebte Halbfeldspiel. So blieb es auch Mitte des zweiten Viertels bei der ALBA-Führung (29:22, 15.). Abschütteln ließen sich die Baskets aber nicht (29:28, 17.), im Gegenteil, sie nutzten jetzt ALBAs Offensivschwäche. Mit einem knappen 37:36 für ALBA ging es in die Kabinen.

Die Partie blieb eng, Bamberg konnte kurzfristig in Führung gehen, haderte aber weiterhin mit vergebenen Freiwürfen. Das vierte Foul von Norris Agbakoko (24.) tat ALBA weh (41:41). Justin Bean überzeugte mit seinem gesamten Repertoire (45:41, 25.), aber beide Mannschaften mussten enorm viel investieren, um zu vernünftigen Abschlüssen zu kommen. Nach einem Dreier von Alex O’Connell und einem Tip-In von Sam Griesel hieß es 53:45 für Berlin, dann 58:52 nach drei Vierteln. Drei Dreier in kurzer Folge brachten Bamberg urplötzlich wieder heran (62:61, 33.). Sechs Minuten vor dem Ende übernahm Bamberg die Führung (62:64), ALBA wackelte. Beim 62:66 flüchtete ALBA sich in eine Auszeit (35.). Die nächsten sieben Punkte gingen auf das Konto von ALBA, wo Jonas Mattisseck jetzt gute Szenen hatte. 72:72 lautete der Score eineinhalb Minuten vor dem Ende, Demarcus Demonia traf sieben Sekunden vor Schluss zum 74:72 für Bamberg, ALBA konnte nicht mehr kontern.

Beim Pokalsieger punkteten Demarcus Demonia (19), Ejifor Ono (12) und Ibi Watson (10) am besten, während bei ALBA Malte Delow (17) und Justin Bean (11) zweistellig punkteten.

Im ersten Halbfinale hatte Bamberg nach dramatischem Verlauf mit 103:97 nach Verlängerung gegen Gastgeber FC Bayern München gewonnen. Das zweite Halbfinale hatte ALBA mit 98:78 gegen die EWE Baskets Oldenburg für sich entschieden.

„Die BMA365 Bamberg Baskets sind hochverdient Deutscher Pokalsieger 2026. Ich gratuliere sehr herzlich, Bamberg hat seine Underdog-Rolle stark ausgefüllt. Es war eine hervorragend organisierte Veranstaltung in toller Atmosphäre. Kompliment an den FC Bayern, im SAP Garden habe ich mich sehr wohl gefühlt. Kopf hoch an die unterlegenen Teams, sie haben mit starken Leistungen zu einem sehr gelungenen Event beigetragen“, so der Glückwunsch von DBB-Präsident Ingo Weiss.