Die deutschen U20-Herren haben sich nach der gestrigen Niederlage gegen Top-Favorit Frankreich heute gut erholt gezeigt und den ersten Erfolg bei der FIBA U20 European Championship 2023 gelandet. In Heraklion/GRE bezwang das Team von Bundestrainer Alan Ibrahimagic Island mit 83:81 (20:20, 23:21, 24:24, 16:16). Morgen geht es wieder um 12.30 Uhr mit der Partie gegen Slowenien weiter.
Zwei 10:0-Läufe
Von Beginn an konnte man eines der Vorhaben des deutschen Teams erkennen: Den Ball unter den gegnerischen Korb bringen und dort die Längenvorteile nutzen. 10:0 ging Deutschland in Führung (4.), ehe man den Isländern den ersten Punkt an der Freiwurflinie gestattete. Die DBB-Auswahl verteidigte bis dahin hervorragend und ließ dem Gegner kaum Raum. Dann netzte Island nach mehreren Fehlversuchen zwei Dreier in Folge, Auszeit Deutschland (10:7, 5.). Island traf zum Ausgleich, das Spiel hatte mit zwei 10:0-Läufen begonnen. Island versuchte es immer und immer wieder aus der Ferndistanz, aber jetzt war wieder Deutschland am Zuge (18:10, 9.). Mit dem bereits sechsten Dreier kam Island auf 20:19 heran und glich zur Viertelpause mit einem Freiwurf aus.
Island mit Dreierregen
Die Partie blieb eng. Deutschland konnte ein paar Fastbreaks erfolgreich und spektakulär abschließen, aber meist antworteten die Isländer per Dreier (28:27, 14.). Dagegen fand die deutsche Defense kein geeignetes Mittel. Nach 14 Minuten hatten die Nordwest-Europäer schon neun Mal von weit draußen getroffen (32:34, 15.). Es bewahrheitete sich die Annahme, dass Island ein sehr unbequemer Gegner werden würde. Vor allem Kjartasson war nicht in den Griff zu bekommen (5/6 Dreier bis dahin). Maximilian Langenfeld traf dann den ersten deutschen Dreier, nach zwei Vierteln war das gut kämpfende DBB-Team knapp vorne (43:41).