Niederlage zum Auftakt! Die DBB-Damen sind mit einem Fehlschlag in den Women’s Basketball World Cup 2026 in Berlin (4.-13. September 2026, Tickets) gestartet. Gegen das favorisierte Spanien, das man seit fast 30 Jahren nicht mehr bezwingen konnte, unterlag das Team von Bundestrainer Olaf Lange heute in Berlin mit 53:83 (13:24, 11:26, 15:15, 14:18). Gleich morgen geht es mit der Partie gegen Japan weiter, das heute gegen den dritten Gruppengegner Mali mit einem neuen WM-Dreierrekord gewann (18.00 Uhr, ab 17.30 Uhr bei MagentaSport/MagentaTV und bei Joyn).

Spanien dominant

Alexis Peterson, Leonie Fiebich, Emma Eichmeyer, Frieda Bühner und Luisa Geiselsöder starteten für die deutsche Mannschaft. Vor den Augen von Bundeskanzler Friedrich Merz und vor der beeindruckenden Kulisse von mehr als 12.000 Zuschauern begann Spanien treffsicher mit zwei Dreiern und einer beeindruckenden Physis (4:12, 4.). Das DBB-Team tat sich schwer, da tat der Dreier von Fiebich richtig gut. Aber Spanien hatte sofort die passende Antwort und dominierte in diesen Anfangsminuten (10:21, 6.). Beim 10:24 hatte Spanien sechs von sieben Dreiern getroffen (7.), Auszeit Deutschland.  Nach fast fünf punktlosen Minuten der DBB-Auswahl war Fiebich mit einem umjubelten „and one“ erfolgreich und stellte zum Viertelende auf 13:24.

Bitter zur Halbzeit

Nyara Sabally fehlte bis dahin noch der richtige Touch, wie der gesamten deutschen Mannschaft bei den Distanzwürfen. Der Gegner wirkte sehr abgeklärt, eingespielt und klar überlegen. Deuschland versuchte es mit verschiedenen Verteidigungsarten, machte es Spanien aber mehrfach zu leicht (16:34, 13.). Lange rief sein Team erneut zusammen. Wegen Spaniens gelungener Offensivaktionen ging mehrfach ein Raunen durch die Menge, während die DBB-Korbjägerinnen einfach zu viel liegen ließen (18:36, 15.). Und bei den Rebounds zu häufig das Nachsehen hatten (20:39, 16.). Die DBB-Auswahl agierte noch immer gehemmt und hätte mal einen Lauf benötigt. Das Publikum feuerte an, war aber auch schon etwas ernüchtert ob der überragenden Vorstellung der Spanierinnen (20:44, 17.). Die kleinen Lichtblicke wie das „and one“ von Sabally zum 23:44 machten Hoffnung, aber Spanien ließ keinerlei Schwäche erkennen. So sah es zur Halbzeit bitter aus für aufopferungsvoll kämpfende DBB-Akteurinnen (24:50). Deutschland hatte nur etwas mehr als 20 Prozent seiner Würfe getroffen.

Boxscore

Fotos: DBB/Camera 4

Frühe Entscheidung

Nun musste es darum gehen, sich irgendwie ein gutes Gefühl für die morgige Partie gegen Japan zu verschaffen. Eichmeyer und Geiselsöder punkteten zum 28:50 (21.), aber Spanien war sofort wieder da und hielt Deutschland auf Ferndistanz (28:55, 24.). Das DBB-Team kämpfte um jeden Ball und versuchte wirklich alles, aber die Aufgabe war an diesem Tag zu groß. Spanien agierte eine Klasse besser und beim 31:59 nach 26 Minuten war die Entscheidung längst gefallen. Fiebichs Dreier bedeutete das 36:61 nach 28 Minuten, er war aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein (39:65 nach 30 Minuten).

Spanien eine Nummer zu groß

Mit einem starken Drive begann Bühner den Schlussabschnitt mit Punkten für Deutschland. Auch Gülich punktete, doch auf jedes Erfolgserlebnis der Deutschen folgte ein Dreier für Spanien (76:45, 33.). Zumindest offensiv kam das deutsche Team etwas besser zu Abschlüssen, doch ein vor Selbstbewusstsein strotzendes Spanien war nicht zu stoppen. Mit einer 59%-Quote von jenseits der Dreipunktelinie (35.) spielten sie sich weiter in Rage und waren für ein kämpferisches Deutschland nicht zu stoppen. Letztendlich verlor man mit 53:83.

„Vollen Fokus auf Morgen“

Marie Gülich: „Wir müssen schneller Antworten auf Runs. Ich bin stolz, dass wir ruhig geblieben sind und unseren Kopf behalten haben. Trotzdem brauchen wir dann eine Antwort beispielsweise auf die Dreier. Ich mein es ist trotzdem super geil, dass wir die Heim WM haben, dass ich hier sein kann. Habe natürlich gehofft, dass es knapper wird, aber wir müssen jetzt weiter machen. Ich hätte heute aggressiver sein müssen, im Post mehr arbeiten müssen. Das hat uns am Anfang etwas gefehlt. Das war auf jeden Fall meine Wahrnehmung.“

Leonie Fiebich: „Ja man will natürlich enttäuscht sein, darf man aber nicht. Wir brauchen vollen Fokus auf Morgen. Wir sind nicht das erste Mal in so einer Situation. Ich hoffe, dass wir da alle erfahren genug sind und Morgen mit einem kühlen Kopf ans nächste Spiel gehen.  Es ist total surreal, dass wir Teil der WM sein dürfen und uns so viele Menschen supporten. Wir hoffen, dass die Halle Morgen genauso voll wird. Wir müssen einfach gewinnen, darüber reden, was wir besser machen wollen und dann ist das Mindset.“

Name Punkte Verein
Alexis Peterson-Smalls 7 Valencia BC/ESP
Alexandra Wilke 3 Rutronik Stars Keltern
Nyara Sabally 10 Toronto Tempo/WNBA
Emma Eichmeyer 2 Saarlouis Royals
Leonie Fiebich 13 New York Liberty/WNBA
Luisa Geiselsöder 4 Portland Fire/USA
Britta Daub 0 Eisvögel USC Freiburg
Frieda Bühner 4 Portland Fire/WNBA
Marie Gülich 8 Townsville Fire/AUS
Emily Bessoir 0 Lointek Gernika Bizkaia/ESP
Lina Sontag 0 Cadi La Seu/ESP
Clara Bielefeld 2 Texas Christian University/USA