An dieser Stelle stellen wir Ihnen die Teams für den Women’s Basketball World Cup 2026 in Berlin (4.-13. September 2026, Tickets) vor. Heute werfen wir dabei einen Blick auf
Ungarn – Der stille Aufstieg einer Basketballnation
Lange Zeit spielte Ungarn im internationalen Frauenbasketball eine eher untergeordnete Rolle. Zwar verfügte das Land über eine respektable Basketballtradition, doch im Vergleich zu den europäischen Schwergewichten wie Spanien, Frankreich oder Russland fehlten meist die Voraussetzungen, um dauerhaft um Medaillen mitzuspielen.
In den vergangenen Jahren hat sich dieses Bild jedoch deutlich verändert. Durch konsequente Nachwuchsarbeit, steigende Professionalität und eine außergewöhnlich talentierte Generation hat sich Ungarn Schritt für Schritt in die europäische Spitze vorgearbeitet. Spätestens die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2026 zeigt, dass die Magyaren inzwischen mehr sind als nur ein unangenehmer Außenseiter.
Der Weg zurück auf die große Bühne
Die Entwicklung des ungarischen Frauenbasketballs verlief nicht über Nacht. Über Jahre hinweg investierte der Verband gezielt in die Nachwuchsarbeit. Mehrere Jugendnationalmannschaften erreichten internationale Erfolge, und zahlreiche Talente sammelten früh Erfahrungen in starken europäischen Ligen.
Diese Arbeit trägt nun Früchte. Während Ungarn früher häufig an der Qualifikation für große Turniere scheiterte, gehört die Mannschaft inzwischen regelmäßig zu den Teilnehmern wichtiger Wettbewerbe. Die Spielerinnen treten mit einem deutlich größeren Selbstverständnis auf als frühere Generationen.
Eine Mannschaft mit klarer Identität
Ungarn besitzt mittlerweile einen sehr klaren Spielstil. Das Team spielt physisch, organisiert und mit großer Disziplin. Anders als manche europäische Konkurrenten lebt Ungarn nicht von spektakulären Einzelaktionen, sondern von einer ausgezeichneten Teamstruktur.
Besonders das Rebounding und die Verteidigung zählen zu den größten Stärken der Mannschaft. Viele Spiele werden über Einsatzbereitschaft und körperliche Präsenz gewonnen. Gleichzeitig hat sich die Offensive in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Mehrere Spielerinnen können inzwischen konstant auf internationalem Niveau punkten. Diese Balance macht Ungarn zu einem gefährlichen Gegner.
Beeindruckend in der WM-Qualifikation
Den bislang größten Erfolg der jüngsten Vergangenheit feierte die Mannschaft beim Qualifikationsturnier für die Weltmeisterschaft 2026 in Istanbul. Dort traf Ungarn auf Australien, Argentinien, Japan, Kanada und die Türkei – hochkarätige Gegnerinnen. Dennoch gelang der Mannschaft eine beeindruckende Leistung.
Mit drei Siegen sicherten sich die Ungarinnen souverän das Ticket für Berlin. Besonders bemerkenswert war die Fähigkeit, auch gegen Teams mit völlig unterschiedlichen Spielstilen erfolgreich zu sein. Die Qualifikation war deshalb weit mehr als ein sportlicher Erfolg. Sie war die Bestätigung jahrelanger Aufbauarbeit.
