Die FIBA hat nach dem FIBA Women’s World Cup 2026 in Berlin die neue Weltrangliste der Damen ermittelt. Den größten Sprung innerhalb der Top 40 schaffte Deutschland. Der Gastgeber erreichte erstmals ein WM-Halbfinale, wurde dafür mit einem Plus von sieben Plätzen belohnt und liegt jetzt auf Platz vier. Das ist die beste jemals erreichte Platzierung und erstmals ein Platz unter den TOP 10.
Die USA bleiben das Maß der Dinge in der FIBA-Weltrangliste der Frauen. Der amtierende Weltmeister gewann alle sechs Spiele und durchbrach damit die Marke von 1.000 Weltranglistenpunkten. Auch Frankreich überzeugte mit fünf Siegen und überwiegend deutlichen Ergebnissen. Während die USA ihren Vorsprung an der Spitze weiter ausbauten, verschafften sich die Französinnen auf Rang zwei ein komfortables Polster auf die Verfolger. Neu auf dem Podium ist Spanien. Nach dem Gewinn der Bronzemedaille in Berlin machten die Spanierinnen drei Plätze gut und schoben sich auf Rang drei der Weltrangliste.
Australien hingegen konnte seine bisherige Position nicht behaupten. Nach einem schwierigen Sommer und dem Aus im Viertelfinale musste das Team sowohl Spanien als auch Deutschland vorbeiziehen lassen. Ähnlich erging es Belgien: Die Belgierinnen liegen zwar weiterhin vor China, wurden in der Rangliste aber ebenfalls von den beiden Halbfinalisten überholt. China, Finalist der Weltmeisterschaft 2022, hatte in Berlin einen schwierigeren Weg unter die besten acht Teams. Erst über die Qualifikationsrunde für das Viertelfinale gelang der Einzug in die Top 8 – eine Entwicklung, die sich auch in der Weltrangliste widerspiegelt.
Für die weiteren Verschiebungen innerhalb der Top 20 gibt es vor allem zwei Gründe. Brasilien, Kanada und Serbien hatten sich nicht für die Weltmeisterschaft qualifiziert und konnten dort entsprechend keine zusätzlichen Weltranglistenpunkte sammeln. Brasilien absolvierte allerdings fünf weitere Partien bei den südamerikanischen Qualifikationsspielen für den FIBA Women’s AmeriCup 2027. Dadurch sammelte das Team zusätzliche Punkte und zog in der Weltrangliste an Kanada vorbei. Für eine weitere bemerkenswerte Veränderung sorgte Ungarn. Mit seinem überraschenden Einzug ins Viertelfinale machte das Team mehrere Plätze gut und überholte die Türkei, Tschechien und Mali.
Auch außerhalb der Top 20 gab es einige größere Sprünge. Mexiko verbesserte sich nach dem Finaleinzug beim Women’s Olympic Pre-Qualifying Tournament 2026 vor heimischem Publikum um sechs Plätze auf Rang 25. Noch weiter nach oben ging es für El Salvador. Der Gastgeber des FIBA Women’s AmeriCup 2027 kletterte nach seiner Teilnahme an den Centrobasket-Qualifikationsspielen um neun Positionen auf Platz 42. Einen besonders großen Satz machten die Amerikanischen Jungferninseln. Nach einem starken Turnier, bei dem sie das Halbfinale gegen Mexiko nur knapp mit drei Punkten Unterschied verloren, verbesserten sie sich gleich um 16 Plätze.
Neu in der FIBA-Weltrangliste sind außerdem Guam, die Föderierten Staaten von Mikronesien und Palau. Die drei Nationalteams werden nach ihrer Teilnahme am FIBA Women’s Micronesian Cup 2026 erstmals geführt. Damit umfasst die FIBA-Weltrangliste der Frauen nun insgesamt 118 Nationalverbände.
Weitere Informationen zur Berechnung der Weltrangliste bietet die FIBA im Bereich „How it Works“. Die vollständige FIBA-Weltrangliste der Damen ist auf der Website des Weltverbandes abrufbar.
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