Die deutsche Herren-Nationalmannschaft, amtierender Basketball-Welt- und Europameister, hat einen riesengroßen Schritt in Richtung World Cup 2027 in Katar gemacht. Den European Qualifier beim bisherigen Tabellenführer der Qualifikationsgruppe K, Polen, gewann das Team von Bundestrainer Álex Mumbrú heute in Danzig nach Verlängerung mit 96:94 (28:15, 13:16, 29:27, 13:25, 13:11). Weiter geht die Qualifikation am 27. November 2026 mit der Partie in Lettland.
Früh drei Fouls von Schröder
Daniel Theis war wieder mit dabei und stand neben Dennis Schröder, David Krämer, Tristan da Silva und Isaac Bonga in der deutschen Startformation. Das Spiel begann vor den Augen von DBB-Präsident Ingo Weiss nach vier Sekunden mit zwei technischen Fouls für Schröder und Jordan Loyd auf polnischer Seite. Schröder holte sich auch schnell sein zweites Foul, das passte natürlich nicht in den game plan (5:5, 3.). Bonga stopfte zum 7:5, es ging bereits richtig hitzig zu. Der Dreier von Schröder fiel zum 10:8 (4.), abeer er kassierte sein drittes Foul und musste auf die Bank. Maodo Lo führte sich mit einem starken Pass auf Bonga ein, nach sechs Minuten lagen die Polen aber vorne (12:13). Lo versenkte einen ganz schwierigen Dreier, das Spiel hatte trotz vieler Unterbrechungen einige Höhepunkte zu bieten. Und er traf auch zum 17:13, ehe Oscar einen stark vorgetragenen Fastbreak vollendete (19:13, 8.). Nach sieben unbeantworteten Punkten der DBB-Auswahl punkteten die Gastgeber wieder an der Freiwurflinie. Deutschland arbeitete sehr gut am offensiven Brett, Johannes Thiemann machte das 22:15, Louis Olinde per Dreier das 25:15 (10.). Kurz vor Viertelende netzte Lo einen weiteren Dreier zum 28:15.
Polen kommt
Schröder kehrte zurück, Deutschland versuchte es auch mal mit Zonenverteidigung. Und zeigte gerade auch defensiv mit großer Beweglichkeit. Nach schönem Krämer-Move hieß es 32:18 (13.), Polen wirkte verunsichert. Theis war per Dunk zum 34:18 erfolgreich, Polen musste nach knapp 14 Minuten eine Auszeit nehmen. Man konnte sogar sagen, dass Deutschland in diesen Minuten eine höhere Führung verpasste. Jordan Loyd traf einige Würfe, die Hoffnung kehrte auf die Ränge zurück (36:27, 16.), Auszeit Deutschland. Man musste sich auf deutscher Seite neu konzentrieren und den Lauf der Polen stoppen. Das Momentum hatte gewechselt, Polen reduzierte den Rückstand weiter (36:29, 18.). Da tat der Dreier von Tristan richtig gut, sowohl ihm persönlich als auch dem deutschen Team. Auch er war schon mit drei Fouls belastet, für ihn kam Kay Bruhnke. Thiemann „eurostepte“ das 41:29 in den polnischen Korb, nach 20 Minuten hieß es 41:31.
Fotos: FIBA