ALBA BERLIN ist der Gegner der TG Main Sharks Würzburg im diesjährigen Finale des WNBL TOP4, das im Rahmen des RSM Ebner Stolz Jugend-TOP4 in Berlin ausgetragen wird. Das Team von Trainer Antonio Canamero gewann im zweiten Halbfinale gegen die TS Jahn München mit 81:70 (16:14, 20:19, 18:16, 27:21). Das Finale findet am morgigen Sonntag, 17. Mai 2026, um 13.15 Uhr statt.

Ausgeglichener Beginn

Auch im zweiten Halbfinale spielten zu Beginn die Nerven der Spielerinnen eine Rolle. Nicht viele von ihnen hatten bereits auf einer so großen Bühne gespielt. ALBA ging nach vier Minuten mit 6:3 in Führung und verteidigte stark. Münchens Distanzschützin Anna Matic versenkte zwar ihren ersten Dreier, blieb in den folgenden Versuchen aber ohne Erfolg. Die leicht favorisierte und in der Saison ungeschlagene Turnerschaft strauchelte, während ALBA viel Tempo machte und zuverlässig punktete (9:3, 6.). Und das bis dahin noch ohne Zähler von Lilli Schultze. Drei Mal gute Defense und jeweils Lay-ups von Emma Steinbicker und München war zum Ausgleich gekommen (7.). Lisa Grüner besorgte die Führung für den Jahn, die Matilda Blanarik per Dreier ausbaute (10:14, 8.). Schultze schaltete sich jetzt mehr und mehr in die ALBA-Offensive ein, während München einige offene Dreier vergab. Nach dem ersten Viertel lagen die Gastgeberinnen wieder vorne (16:14).

München kam insgesamt zu deutlich mehr Abschlüssen, konnte das aber punktemäßig bis dahin nicht nutzen. ALBA ging auf 20:14 davon (11.) und erst nach zehn unbeantworteten Punkten kam die TS Jahn wieder auf die Anzeigetafel. ALBA zeigte sich glänzend vorbereitet auf die Münchner Stärken auf der Aufbauposition und nahm dem Gegner viel weg (24:16, 13.). Steinbicker checkte wieder ein und punktete zum 24:21 (14.). Aber ALBA konterte direkt mit einem wunderbaren Fastbreak und schickte München in eine Auszeit (28:21). Das Team aus der bayerischen Landeshauptstadt fand vor der Paue kein wirkliches Mittel gegen die Berlinerinnen, die konsequent sowohl mit viel Tempo als auch unter den Körben den Erfolg suchte (32:22, 16.). Nach sechs Punkten des Gegners in Serie war ALBA mit einer Auszeit dran (32:28, 17.). Steinbicker war bei der TS Jahn der Dreh- und Angelpunkt und sorgte dafür, dass zur Pause noch gar nichts entschieden war (36:33).

Fotos: Florian Ullbrich

ALBA triumphiert

München kam im Verlauf des dritten  Viertels mehrfach zum Augleich (38:38, 22. | 43:43, 24.). Es blieb eng und es schien ganz so, als wenn sich keines der beiden Teams einen vorentscheidenden Vorsprung würde erspielen können. Nach einem Dreier von Fanny Kirchhoff lag München kurzzeitig wieder vorne (46:47, 28.), ALBA hatte aber direkt die passende Antwort durch Sophia Dramé. Es ging munter hin und her, beide Teams schenkten sich nichts. Immer wieder hatten die Gastgeberinnen glänzende Offensiv-Aktionen, die sie wieder etwas nach vorne brachten, während München zu viel liegen ließ (54:49, 30.).

Für die Turnerschaft ging es jetzt darum, nicht weiter zurückzufallen und möglichst schnell den direkten Anschluss zu schaffen. Konsequent hielt sich Berlin an den hervorragenden game plan und brachte den Ball unter den gegenerischen Korb. München haderte mit seiner sehr mäßigen Dreierquote von 17 Prozent zu diesem Zeitpunkt. „Endlich“ fiel dann ein Distanzwurf von Matic zum 56:52 (32.), das machte Hoffnung. ALBA konnte sich erneut „befreien“ und sah nach einem 11:0-Lauf beim 67:52 fast schon wie der Sieger aus (33.). München stand sich zu oft selbst im Weg und schaffte es einfach nicht den Gegner zu stoppen. Fünf Minuten vor dem Ende hieß es 67:57, noch war nicht alles gelaufen. Doch zu einem echten Comeback reichte es trotz Kampf bis in die letzten Sekunden hinein nicht mehr und so jubelte am Ende der Partie die Mehrzahl der Fans.

Es spielten

ALBA BERLIN: Helene Lehmann 11, Sophie Christina Dramé 7, Carlotta Kreinsen 8, Carla Lotta Kozlowski, Rosa Fehr, Eva Pabsch, Carolina Heymann 15, Maja Heide 3, Liv Dahle 9, Mathilda Haensch 9, Cathrine Maiwald, Lilli Schultze 17.
Head Coach: Antonio Canamero

TS Jahn München: Alicia Neumann, Fanny Kirchhoff 3, Hannah Galster 2, Emma Steinbicker 21, Success Ilenikhena, Anna Matic 17, Matilda Blanarik 18, Silvia Heide, Eva Wimmer, Valentina Otterbein, Lisa Grüner 9, Mirjam Wilts.
Head Coach: Stavros Tsoraklidis