JAAAAAA … HALBFINALE! Die Reise der DBB-Damen beim Women’s Basketball World Cup 2026 in Berlin (4.-13. September 2026) geht immer weiter. Im Viertelfinale gewann das Team von Bundestrainer Olaf Lange heute gegen den amtierenden Europameister Belgien mit 93:74 (22:19, 20:16, 32:24, 19:15) und greift damit nach den Medaillen. Zunächst am kommenden Samstag im Halbfinale gegen Frankreich, das sich heute gegen China durchsetzte (Sa., 12.9.2026, 16.30 Uhr, live bei MagentaSport/MagentaTV und bei ProSieben Maxx/Joyn).

Vorne!

Große Spannung lag in der Luft, als Deutschland das Spiel mit Britta Daub, Leonie Fiebich, Emma Eichmeyer, Nyara Sabally und Luisa Geiselsöder in Angriff nahm. Auch Dirk Nowitzki war gekommen, um einer möglicherweise historischen Stunde beizuwohnen. Zunächst einmal zeigte aber Belgiens Superstar Emma Meesseman mit fünf schnellen Punkten ihre Klasse. Knapp drei Minuten brauchte Deutschland für seine ersten Punkte durch einen Dreier von Fiebich (3:5). Sie ließ gleich den nächsten erfolgreich fliegen (6:7, 4.), es ging munter hin und her. Belgien setzte sich leicht ab (8:13, 5.), bei der DBB-Auswahl fielen einige Dreier nicht, aber Marie Gülich war zweimal zur Stelle. Die Arena war voll da, als Alexis Peterson-Smalls an der Freiwurflinie das 11:13 besorgte (7.). Es war eine intensive Partie auf Augenhöhe und somit genau das, was man sich vorher gewünscht hatte. Alex Wilke netzte einen Dreier zur 16:15-Führung (9.). Die DBB-Auswahl kam offensiv immer wieder zum Zuge und lag nach dem ersten Viertel mit 22:19 vorne.

Tolle Atmosphäre

Erste leichte Erinnerungen an Olympia 2024 wurden wach, als Lina Sontag einen Dreier zum 27:19 versenkte (12.). Belgien wirkte verunsichert und Deutschland erhöhte durch Frieda Bühner, Auszeit Belgien (29:19). Fiebich überragte mit ihrem nächsten Dreier und weiteren Punkten zum 34:21 (13.). Belgien erholte sich in der Folge etwas und kam nach 14 Minuten auf 34:27 heran. Aber Deutshcland blieb konzentriert und verteidigte die Führung. Es war eine tolle Atmosphäre in der Arena, zu der auch viele belgische Fans beitrugen. Das DBB-Team lag auch bei den Rebounds vorne, musste jetzt aber aufpassen (36:34, 18.). Sabally traf einen ganz wichtigen Dreier, Peterson-Smalls ebenfalls (42:34, 19.).

Boxscore

Fotos: DBB/Camera 4

Triumph rückt näher

Jeder erwartete jetzt den großen Ansturm der Belgierinnen, die sich ganz sicher nicht so einfach geschlagen geben würden. Besonnenheit und Selbstbewusstsein waren auf deutscher Seite nun gefragt. Und Daub war bereit und traf, ebenso Geiselsöder: 46:35 (21.). Die Defense agierte extrem stark und vorne fielen die Würfe (Dreier Sabally, 49:37, 23.). Emma Eichmeyer punktete, kassierte aber im Gegenzug ihr viertes Foul (53:39, 24.). Beim Gegner wurde Meesseman immer wieder gesucht, sie war die einzige offensive Konstante Belgiens. Deutschland fand Wege zum Korb und ließ Belgien zur Freude des Publikums einfach nicht näher heran (57:43, 26.). Man kann sagen, dass der Triumph näher rückte, als Peterson-Smalls hervorragend von Gülich eingesetzt wurde (61:45, 27.). Belgien steckte nicht auf und versuchte ins Spiel zurück zu kommen, aber die DBB-Auswahl hielt voll dagegen (67:52, 29.). Großartig spielte Deutschland zusammen und traf herausragend (Dreier Bühner, 72:54, 30.). Nach 30 Minuten sprach ganz viel für den historischen Einzug Deutschlands in das WM-Halbfinale (74:59).

Deutschland im Halbfinale!!

Ein 15-Punkte-Vorsprung schmolz auf 11 Punkte, ehe ein perfekter Steckpass von Peterson auf Sabally und ein Dreier von Wilke die deutsche Führung wieder ausbauten (79:63, 32.). Doch Belgien nutze eine kurze defensive Schwächephase der Deutschen für schnelle acht Punkte und stellte auf 83:71 (35.). Die Damen mussten aufpassen den Belgierinnen kein Momentum zu ermöglichen. Die Halle war da, Peterson traf für wichtige Drei und Deutschland führte zwei Minuten vor Schluss mit 13 Punkten. Fiebich erzielte die letzten deutschen Punkte in diesem Viertelfinale und sorgte für den Entstand von 93:74 gegen die amtierenden Europameisterinnen. Somit sicherte sich das deutsche Team vor 10.537 Zuschauern den verdienten und erstmaligen Einzug ins Halbfinale.

„Unglaublich gut gespielt“

Bundestrainer Olaf Lange: „Mir geht nicht viel durch den Kopf, ich bin sehr emotional und erschöpft vom Spiel. Wir haben unglaublich gut gespielt und verteidigt gegen eine Topmannschaft. Die Fans haben uns super gepusht und waren immer da, wenn wir sie brauchten. Wir haben ein Level miteinander erreicht, wo wir vor allem füreinander spielen. Hier ist es wichtiger Mitspielerinnen nicht im Stich zu lassen und der Zusammenhalt ist wichtig. Gegen Frankreich werden wir uns vorbereiten, wir werden unser Bestes geben und nicht aufhören.“

Nyara Sabally: „Erstmal ins Eisbad und danach ein Döner. Das hört sich perfekt an für nach dem Spiel. Der Support ist so cool und einzigartig. Die wilde 13 ist richtig richtig cool. Wir sind alle sehr sehr confident in das Spiel gegangen, haben einen guten Gameplay gehabt und den auch ausgeführt, aber letztendlich war es unser Wille, der uns den Sieg gesichert hat. The Sky is the Limit. Hier zuhause mit den Fans und der Halle kann alles passieren, aber natürlich ist Frankreich ein sehr gutes Team.“

Name Punkte Verein
Alexis Peterson 13 Valencia BC/ESP
Alexandra Wilke 10 Rutronik Stars Keltern
Nyara Sabally 16 Toronto Tempo/WNBA
Emma Eichmeyer 2 Saarlouis Royals
Leonie Fiebich 17 New York Liberty/WNBA
Luisa Geiselsöder 5 Portland Fire/USA
Britta Daub 2 Eisvögel USC Freiburg
Frieda Bühner 13 Portland Fire/WNBA
Marie Gülich 12 Townsville Fire/AUS
Emily Bessoir 0 Lointek Gernika Bizkaia/ESP
Lina Sontag 3 Cadi La Seu/ESP
Clara Bielefeld 0 Texas Christian University/USA