Die deutsche Herren-Nationalmannschaft, amtierender Basketball-Welt- und Europameister, ist weiter auf einem sehr guten Weg in Richtung Titelverteidigung beim FIBA World Cup 2027 in Katar. Im heutigen fünften Qualifikationsspiel gelang dem Team von Bundestrainer Álex Mumbrú der vierte Sieg, damit bleibt die Ausgangsposition sehr gut. In Riga/LAT wurde Israel mit 92:86 (23:15, 22:22, 31:18, 16:31) bezwungen. Weiter geht es mit den FIBA World Cup 2027 Qualifiers am kommenden Montag in Bamberg mit dem Spiel gegen Zypern (Spielbeginn 19.00 Uhr, ab 18.30 Uhr live und kostenlos bei MagentaSport).
Drei Debütanten
Unter den Augen von DBB-Präsident Ingo Weiss und dem neuen Leistungssport-Vizepräsidenten Mithat Demirel begann Deutschland mit Dennis Schröder, Malte Delow, Kay Bruhnke, Christian Sengfelder und Leon Kratzer. Aus Gründen der Belastungssteuerung wurde heute auf den Einsatz von Louis Olinde verzichtet. Das „Heimspiel“ der Israelis musste aufgrund der politischen Lage in Riga/LAT ausgetragen werden. Ein Ort, an den das DBB-Team die allerbesten Erinnerungen hat … In der großen Xiaomi Arena waren kaum Zuschauer, es herrschte eine Atmosphäre wie bei den Spielen in der Corona-Zeit. „Wer kommt damit besser zurecht?“ lautete die erste zu beantwortende Frage.
Deutschland startete hervorragend. Ein „heißer“ Bruhnke netzte zwei Dreier, traf auch einen Zweier und mit Punkten von Schröder hieß es nach einer Minute 10:0. Sananda Fru, der sich mit einem spektakulären Block einführte, und Simonas Lukosius kamen früh zu ihren Debüts, während Israel langsam ins Spiel fand (12:6, 4.). Schröder stoppte den Lauf, aber bei Israel machte das Guard-Duo Madar und Carrington Probleme (14:10, 7.). Die deutsche Offensive stotterte, auch Michael Rataj debütierte (18:15, 9.). „Wir schauen nur zu!“ beschwerte sich Mumbrú in einer Auszeit. Dennoch führte die DBB-Auswahl nach den ersten zehn Minuten, weil Schröder noch einmal von ganz weit draußen traf (23:15).
Zähes Unterfangen
Deutschland kam zunächst gut aus der Viertelpause, aber auch die Israelis blieben wach und gefährlich. Kratzer kassierte drei Fouls in wenigen Minuten und man kam nicht weg vom Gegner (28:25, 14.). Delows Dreier war ganz wichtig, aber schon zehn Turnover taten weh und machten den Gegner stark. Viel zu kompliziert agierte man, da kam der Dunk von Fru zum richtigen Zeitpunkt (33:27, 16.). Mumbrú „bat“ um mehr Tempo, das hatte man bis dahin noch nicht oft zeigen können. Es war ein zähes Unterfangen, weil man auch bei den Rebounds zu viel gestattete. Sengfelder traf drei Dreier in Folge und verschaffte etwas Luft (42:33, 18.). Lukosius legte „für drei“ nach, Israel blieb bis zur Pause dran (45:37).
Fotos: DBB/Berger | FIBA