Die deutschen U17-Mädchen haben beim FIBA U17 Women’s World 2026 in Brünn/CZE den zweiten Sieg geschafft. Im heutigen Platzierungsspiel (13-16) gewann das DBB-Team von Bundestrainer Heiko Czach gegen die Elfenbeinküste mit 80:47 (23:8, 23:11, 25:6, 9:22). Jetzt geht es im abschließenden Spiel morgen um Platz 13. Gegner ist dann Mexiko oder Tschechien (Uhrzeit steht noch nicht fest, live und kostenlos auf dem YouTube-Kanal der FIBA).

19:0-Start

Frederike Askamp brachte Deutschland schnell mit 5:0 in Front, Lara Gierlich legte per Dreier nach, auch Mia Wiegand war früh zur Stelle. Das DBB-Team schien bereit zu sein. Erst beim 19:0 und nach sechs Minuten wurden dem Gegner die ersten Punkte gestattet. Unabhängig von der Qualität des Gegners hatte man das DBB-Team im Turnierverlauf noch nicht so konzentriert und zielstrebig erlebt. Czach wechselte früh durch. Der anfängliche Spielfluss stockte gelegentlich, während die Defense bis dahin sehr stabil blieb (22:4, 8.). Dann ließ die Konzentration nach, Czach nahm noch vor der ersten Viertelpause eine Auszeit (23:8, 10.).

Kurze Schwäche

Offensiv ging in diesen Minuten nicht mehr viel für die DBB-Auswahl, die es zu kompliziert machte statt klar die eigenen Vorteile zu suchen und zu nutzen. Und auch defensiv schaffte es „der zweite Anzug“ jetzt nicht den Gegner zu stoppen. Nur noch 23:13 hieß es nach knapp 13 Minuten, der ganz starke Start war dahin. Czach brachte einige Starterinnen wieder aufs Parkett, das Tempo erhöhte sich und Gierlich und Wiegand waren „für drei“ erfolgreich (32:13, 15.). Die DBB-Youngster bestimmten das Geschehen wieder eindeutig, auch wenn einmal mehr die Zahl der Ballverluste einfach zu hoch war. Zum Seitenwechsel gab es keinen Zweifel mehr am späteren Sieger (46:19).

Boxscore

Dominanz

Die Geschichte der zweiten Hälfte ist schnell erzählt. Die deutsche Auswahl verteidigte druckvoll über das gesamte Feld und wurde immer wieder mit Ballgewinnen dafür belohnt. Gierlich und Wiegand eröffneten das dritte Viertel, wie sie das zweite beendet hatten: Mit Treffern von weit draußen. Beim 61:23 nach 23 Minuten (Dreier Gierlich) war die Entscheidung endgültig klar. Deutschland dominierte das Spiel im dritten Viertel und wusste phasenweise durchaus zu glänzen. Der verdiente Sieg geriet im weiteren Verlauf des Spiels nicht mehr in Gefahr. Czach gab all seinen zwölf Spielerinnen Zeit auf dem Court und am Ende durfte der zweite WM-Erfolg bejubelt werden.

„Drei Viertel unser Zeug gemacht“

Bundestrainer Heiko Czach: „Wir wussten genau was uns erwartet. Ein super-physisches Spiel und sehr viel wechselnde Verteidigungen. Wir waren aber gut darauf eingestellt und haben drei Viertel unser Zeug gemacht und dominiert. Im letzten Viertel hat die Elfenbeinküste physisch noch zugelegt und die Schiedsrichter haben das zugelassen. Da sind wir ein bisschen auseinander gebrochen. Am Ende gewinnen wir deutlich, aber sehr große Physis bringt uns einfach immer wieder aus dem Konzept. Insgesamt haben wir es aber gut hinbekommen. Jetzt noch einmal regenerieren und dann noch einmal Vollgas bei der WM, wo wir ganz viel mitnehmen werden.“

Für Deutschland spielten
Spielerin Punkte Verein
Amelie Mbah 4 USC Eisvögel Freiburg
Leonie Pfanzelt 2 USC Heidelberg
Linda Thimm 0 Dragons Rhöndorf
Moescha Bakam 8 TG Würzburg
Darina Zraychenko 9 TSV Hagen
Leni Schramm-Bünning 2 USC Heidelberg
Lara Gierlich 12 USC Eisvögel Freiburg
Mia Wiegand 20 ALBA Berlin
Frederike Askamp 19 USC Eisvögel Freiburg
Mathilda Haensch 2 ALBA Berlin
Nele Prowaznik 2 TK Hannover
Silvia Heide 0 TS Jahn München