Schade!!! Die DBB-Damen haben heute beim Women’s Basketball World Cup 2026 in Berlin zwar die Bronzemedaille verpasst, können aber wegen ihrer großartigen Auftritte und mit dem 4. Platz die WM hoch erhobenen Hauptes verlassen. Im kleinen Finale gegen Spanien, gegen das man in der Auftaktpartie noch chancenlos gewesen war, unterlag das Team von Bundestrainer Olaf Lange heute in der einmal mehr ausverkauften Berlin Arena mit 58:81 (15:25, 21:15, 15:21, 7:20).
Ingo Weiss: „Diese Mannschaft verlässt diese Weltmeisterschaft ohne Medaille, aber ganz sicher nicht mit leeren Händen. Natürlich tut es weh, wenn man dem Podium so nahe ist, und wir alle hätten unseren Damen diese Medaille von Herzen gegönnt. Aber was bleibt, ist vor allem großer Stolz. Platz vier bei einer Weltmeisterschaft ist ein herausragender Erfolg. Und mindestens genauso wichtig ist, was dieses Team hier in Berlin ausgelöst hat: Unsere Damen haben die Menschen begeistert, sie haben neue Fans für unseren Sport gewonnen und den Frauenbasketball in Deutschland auf eine großartige Bühne gebracht. Dafür möchte ich jeder einzelnen Spielerin, dem Trainerteam und dem gesamten Staff von Herzen danken. Ihr habt den deutschen Basketball großartig vertreten und könnt sehr stolz auf das sein, was ihr erreicht habt“, so DBB-Präsident Ingo Weiss.
Mithat Demirel: „Heute darf die Enttäuschung da sein – denn wer so nah an einer WM-Medaille ist, will sie natürlich auch mit nach Hause nehmen. Aber schon sehr bald werden unsere Spielerinnen erkennen, was sie hier Großartiges geleistet haben. Zu den vier besten Mannschaften der Welt zu gehören, ist ein außergewöhnlicher Erfolg. Dieses Team hat sich mit der absoluten Weltspitze gemessen, hat mutigen Basketball gespielt und in jedem Spiel Herz, Mentalität und Zusammenhalt gezeigt. Darauf können wir enorm stolz sein. Dieser vierte Platz ist kein Endpunkt, sondern ein weiterer großer Schritt für den deutschen Frauenbasketball. Danke an unsere Spielerinnen und den gesamten Staff für euren unglaublichen Einsatz. Ihr habt bei dieser WM Spuren hinterlassen“, so DBB-Vizepräsident.
Spanien dominiert
Einmal mehr begannen, Britta Daub, Leonie Fiebich, Emma Eichmeyer, Luisa Geiselsöder und Nyara Sabally für die deutsche Mannschaft. Eichmeyer erzielte die ersten deutschen Punkte, Sabally glich kurz später per Dreier zum 5:5 aus (3.). Trotz der kürzeren Pause wirkte Spanien hellwach und verteidigte gewohnt aggressiv (7:14, 5.). Das DBB-Team war noch nicht in der Partie angekommen und beim 9:18 rief Lange sein Team erstmals zusammen (6.). Immer wieder lief man sich in der spanischen Defense fest, während der Gegner offensiv hochprozentig traf (9:22, 8.). Es bestand Gefahr, frühzeitig den Ansschluss zu verlieren, da machte das „and one“ von Marie Gülich Mut. Die DBB-Auswahl war auch bei den Rebounds klar hinten und so hieß es nach dem ersten Viertel 15:25.
Aufholjagd
Sabally eröffnete das zweite Viertel mit einem energischen Drive zum Korb, die Arena war sofort lautstark da. Auch das 19:25 ging auf das Konto von Sabally, jetzt gelangen auch mal einige Stops, Auszeit Spanien (13.). Alexis Peterson-Smalls brachte Deutschland aud 21:25 heran (14.), ehe Spanien die ersten Punkte im zweiten Spielabschnitt gelangen. Deutschland hatte den Kampf jetzt angenommen und Fiebich besorgte an der Freiwurflinie das 24:28. Peterson-Smalls war per Dreier erfolgreich, es war jetzt ein Basketballspiel (27:30, 15.). Doch Spanien fand Antworten und befreite sich immer wieder. Die Halle explodierte, als Eichmeyer das 31:33 besorgte und Geiselsöder zum Ausgleich traf (16.). Energiebündel Iyana Martin stoppte den deutschen Lauf und wieder brachte Spanien etwas Abstand zwischen sich und den Gastgeberinnen (33:38, 19.). Fiebich traf an der Freiwurflinie (36:38), zur Pause war trotz elf deutscher Ballverluste noch alles drin (36:40).
Fotos: DBB/Camera 4