Halbfinale verpasst! Die deutschen U16-Jungen spielen bei der U16 EuroBasket in Oradea/ROU um die Plätze fünf bis acht. Im Viertelfinale unterlag die Mannschaft von Bundestrainer Dirk Bauermann heute nach einer sensationellen Aufholjagd im Schlussviertel mit 75:82 (18:23, 11:23, 19:20, 27:16) gegen Litauen, kann aber trotzdem erhobenen Hauptes in die weiteren beiden Spiele gehen. Nächster Gegner im ersten Platzierungsspiel ist am kommenden Freitag Gastgeber Rumänien, das klar gegen Topfavorit Frankreich verlor (live und kostenlos auf dem YouTube-Kanal der FIBA).
Guter Start
Mit guter Körpersprache starteten die DBB-Youngster, Marko Volf und Justus Reintjes netzten Dreier und Deutschland war früh mit 8:3 vorne (3.). Sehr gut funktionierte das offensive Zusammenspiel, die Defense stand stabil (12:7, 5.). Danielius Jasikevicius, Sohn von Litauens Legende Saras, bereitete dem deutschen Team einige Probleme, aber auch nach sechs Minuten hatte die Führung Bestand (14:10). Eine Minute später hatte Litauen das Blatt mit einem Dreier gewendet (14:15), beim 14:17 nahm Bauermann eine Auszeit, um den kleinen litauischen Lauf zu stoppen. Litauen hatte jetzt etwas die Kontrolle übernommen, das dritte Foul von Johan Meinberg tat richtig weh. Nach zehn Minuten hieß es 18:23.
Litauen enteilt
Die DBB-Auswahl hielt zunächst dagegen (22:25, 12., Volf), gestattete dem Gegner in diesen Minuten aber zu viel. Hier ein Steal, da ein Offensivrebound, hier ein freier Ball für Litauen … das trug nicht zur Beruhigung bei. Das DBB-Team musste aufpassen, Litauen nicht enteilen zu lassen (22:33, 15.). Offensiv fielen die Würfe nicht, es war eine kritische Phase, Auszeit Deutschland. Doch es wurde nicht besser und Litauen zog Punkt um Punkt davon (22:38, 16.). Erst nach 13 unbeantworteten Punkten der Litauer brachte die Deutschland wieder auf die Anzeigetafel (Freiwurf Volf). Litauen ging mit 20 Punkten in Führung (23:43, 17.), bei der DBB-Auswahl war jeder Faden gerissen. Gegen Ende des Spielabschnitts erholte sich das deutsche Team etwas, aber zum Seitenwechsel sah es eher düster aus (29:46).