Die DBB-Damen haben im ersten Testspiel auf dem Weg zum Women’s Basketball World Cup 2026 in Berlin (4.-13. September 2026, Tickets) eine Niederlage kassiert. Gegen Spanien unterlag das Team von Interims Head Coach Stefan Möller heute in Ludwigsburg mit 60:65 (13:11, 14:18, 18:15, 15:19). Der nächste Test folgt in rund einer Woche am 23. August 2026 um 17.30 Uhr in Göttingen gegen Ungarn (Tickets).
Defensiv stark
Vor dem Spiel wurden Luisa Geiselsöder, Alina Hartmann und Alexandra Wilke für ihre 50. Länderspiele geehrt. Alexis Peterson-Smalls, Hartmann, Lina Sontag, Geiselsöder und Marie Gülich bildeten die deutsche Startformation. Für Gülich war es nach ihrer schweren Knieverletzung vor 14 Monaten der erste Einsatz. Mit einer schönen Bewegung zum Korb markierte sie das 4:1 (3.), dieser Einstand tat ihr gut. Defensiv begann die DBB-Auswahl ganz stark, ließ die Spanierinnen nicht zur Entfaltung kommen. Offensiv hatten beide Teams Schwierigkeiten in einen Rhythmus zu kommen. So dauerte es bis zur sechsten Minute, ehe Geiselsöder ganz stark das 6:1 besorgte. Spanien wirkte beeindruckt, Möller hatte schon elf Spielerinen eingesetzt. Die deutschen Dreier fielen noch nicht, aber Emily Bessoir war zum 8:5 erfolgreich (7.). Beim 10:11 führte Spanien erstmals, aber mit 13:11 ging es in die Viertelpause.
Spanien knapp vorne
Das Publikum stand voll hinter der deutschen Mannschaft, der noch immer kein Dreier gelungen war. Dafür wurde Gülich von Peterson-Smalls hervorragend unter dem Brett eingesetzt und Geiselsöder traf fast an der gleichen Stelle: 17:11 (12.). Spanien nahm bereits seine zweite Auszeit, das konnte dem Favoriten nicht gefallen. Peterson-Smalls lenkte das deutsche Spiel glänzend und fand Gülich erneut (19:11). Hartmann punktete im Fastbreak, die DBB-Auswahl lag auch nach 15 Minuten vorne (23:16, Peterson-Smalls). Emma Eichmeyer verwertete einen tollen Pass von Patricia Broßmann zum 25:21, das DBB-Team begeisterte die über 2.000 Zuschauer in Ludwigsburg. Einige Fehler schlichen sich ins deutsche Spiel (12 Ballverluste!), davon profitierte der Gegner. Zum Seitenwechsel lag Spanien knapp vorne (27:29).
Fotos: DBB/Camera 4