Einmal mehr steht rund um den „Tag der Deutschen Einheit“ die große Nachwuchs-Leistungsschau des deutschen Basketballs im Mittelpunkt. Vom 30. September bis 4. Oktober 2026 trifft sich beim Bundesjugendlager 2026 die nächste Generation hoffnungsvoller Talente am Olympiastützpunkt Rhein-Neckar in Heidelberg.
Mehr als 300 Spielerinnen und Spieler aus 15 Landesverbänden kommen zusammen, um sich fünf Tage lang zu präsentieren, miteinander zu messen und den nächsten Schritt in ihrer basketballerischen Entwicklung zu machen. Auf dem Programm stehen Trainingseinheiten und Spiele sowie spezielle Athletik- und Fähigkeitstests. Auch das seit einigen Jahren etablierte sogenannte „Bio-Banding“ sowie einige Workshops sind wieder fester Bestandteil des Bundesjugendlagers.
Für die Bundestrainer:innen bietet die Veranstaltung die Gelegenheit, die Entwicklung der Talente intensiv zu beobachten und sich ein umfassendes Bild von den Spielerinnen und Spielern zu machen.
„Ein wichtiger Orientierungspunkt“
Heiko Czach, Bundestrainer Nachwuchs weiblich: „Für die Spielerinnen ist das Bundesjugendlager ein ganz besonderer Moment in ihrer bisherigen Entwicklung. Viele haben über Jahre in ihren Landesverbänden auf diese Veranstaltung hingearbeitet. Jetzt kommen sie in Heidelberg zusammen, können sich auf einem hohen Niveau vergleichen und zeigen, welche Fortschritte sie gemacht haben.
Für uns geht es dabei nicht um eine einzelne Aktion, ein gutes Spiel oder ein Testergebnis. Entscheidend ist das Gesamtbild: Wie bewegt sich eine Spielerin? Wie verhält sie sich im Training und im Wettkampf? Wie nimmt sie Hinweise auf, wie agiert sie im Team und welche Entwicklung können wir ihr perspektivisch zutrauen? Deshalb sind diese Tage für unsere weitere Arbeit enorm wertvoll.
Gleichzeitig soll das Bundesjugendlager für die Mädchen vor allem ein positives Erlebnis sein. Sie sollen mit Selbstvertrauen auftreten, neugierig sein und die Chance nutzen, sich auf diesem Niveau zu zeigen. Talent ist die eine Seite – genauso wichtig sind Begeisterung, Lernbereitschaft und der Wille, kontinuierlich an sich zu arbeiten. Es geht da um eine Art DBB-Kultur. Darauf werden wir sehr genau schauen. Wir freuen uns auf spannende Tage, viele gute Eindrücke und hoffentlich auch eine tolle Atmosphäre in Heidelberg.
Jetzt bei der Damen-WM hat man die Begeisterung gespürt für den Sport. Das gibt hoffentlich einen Schwung auch für die nächste Generation, weil sie jetzt Vorbilder hat. Da sie aufschauen und daraus den eigenen Weg basteln, der total unterschiedlich sein kann. Wir möchten den Schwung und die Begeisterung der WM auch beim Bundesjugendlager fühlen.“
„Mehr sehen als die reine Leistung“
Alan Ibrahimagic, Bundestrainer Nachwuchs männlich: „Das Bundesjugendlager gibt uns die Möglichkeit, sehr viele interessante Spieler eines Jahrgangs an einem Ort und über mehrere Tage hinweg zu erleben. Genau das macht die Veranstaltung so wertvoll. Wir bekommen nicht nur Momentaufnahmen aus einzelnen Spielen, sondern können beobachten, wie die Jungs trainieren, wie sie sich innerhalb einer Mannschaft bewegen und wie sie mit neuen Anforderungen umgehen.
Natürlich wollen wir Qualität auf dem Feld sehen. Tempo, Intensität, Spielverständnis und die Bereitschaft, gemeinsam Basketball zu spielen, gehören dazu. Aber in diesem Alter ist für uns mindestens genauso interessant, welche Anlagen ein Spieler mitbringt und wohin seine Entwicklung führen kann. Nicht jeder ist körperlich oder spielerisch zum gleichen Zeitpunkt gleich weit. Deshalb ist es wichtig, sehr genau hinzuschauen und nicht nur die aktuelle Leistung zu bewerten.
Für die Jungs ist das Bundesjugendlager gleichzeitig eine große Chance. Sie können sich mit starken Spielern aus ganz Deutschland messen, neue Erfahrungen sammeln und zeigen, wie sie sich auf diesem Niveau behaupten. Ich wünsche mir, dass sie mutig auftreten, Verantwortung übernehmen und Freude am Spiel zeigen. Wenn sie nach diesen Tagen mit neuen Impulsen und zusätzlicher Motivation nach Hause fahren, hat das Bundesjugendlager schon sehr viel erreicht.“