Manfred Pelzer, ehemaliger Generalsekretär des Deutschen Basketball Bundes (DBB), ist tot. Der Basketball-Funktionär verstarb am 21. Mai 2026 im Alter von 90 Jahren in Gevelsberg. „Manfred Pelzer war ein echter Macher. Er hat mit ganz viel Herzblut unermüdlich für den Basketball gearbeitet und den DBB während seiner Zeit voran gebracht. Bis zuletzt war Manfred Pelzer stark an den aktuellen Geschehnissen des deutschen Basketballs interessiert und hat sich sehr über die jüngsten Erfolge gefreut. Wir sind sehr traurig und werden ihm ein ehrendes Gedenken bewahren“, so DBB-Präsident Ingo Weiss.
Große Teile seines Lebens hat der Verstorbene dem Basketball gewidmet. Schon in den 50er Jahren war Manfred Pelzer Trainer im Basketball beim Dortmunder Verein SC Aplerbeck 09. Er engagierte sich früh als Pressewart und Geschäftsführer des Basketballkreises Dortmund. Auch für den Westdeutschen Basketball-Verband (WBV) war Pelzer über viele Jahre aktiv, als Sportwart und Rechtswart.
15 Jahre lang war Manfred Pelzer Generalsekretär des DBB (1983 – 1998), außerdem wirkte er als DBB-Spielleiter und Ligadirektor der Basketball-Bundesliga der Herren. Als WM-Direktor hatte er maßgeblich mit der Organisation der Damenbasketball-Weltmeisterschaft 1998 in sieben deutschen Städten zu tun.
1985 wurde Pelzer in das Zulassungskomitee des europäischen Basketballverbandes FIBA Europe gewählt. Im Zuge der Vereinigung der beiden deutschen Basketball-Verbände DBB und DBV (DDR) war Pelzer 1989 an entscheidender Stelle an den Verhandlungen zur Regelung der Wiederaufnahme des Spielverkehrs zwischen BRD und DDR beteiligt. Der Westdeutsche Basketball-Verband zeichnete Pelzer 2003 als Ehrenmitglied aus. Im gleichen Jahr erhielt er vom DBB die Goldene Ehrennadel.
Manfred Pelzer sagte im Ruhestand einmal über den Basketball: „Ich bin diesem schönen Sport fast schon zwangsläufig weiterhin verbunden.“ Er habe sich nie in die vielen Positionen gedrängt, aber schließlich immer „Ja“ gesagt. Der nach eigener Aussage von „westfälischem Charme“ geprägte gebürtige Dortmunder hatte fast nur positive Erinnerungen an seine Basketball-Laufbahn, konnte sich aber noch lange und vortrefflich über die mangelnde Vorbildfunktion einiger „Jugendleiter“ ärgern, die vor vielen Jahrzehnten die Geburtsdaten ihrer Jugendspieler manipulierten …