Die deutschen U20-Herren haben die FIBA U20 EuroBasket 2026 in Ljubljana/SLO auf dem achten Platz beendet. Zum Abschluss gab es für das Team von Bundestrainer Mario Dugandzic eine 87:91 (28:23, 24:25, 16:27, 19:16)-Niederlage gegen Kroatien.

Ersatzgeschwächt

Deutschland trat stark ersatzgeschwächt an. Julis Baumer, Amon Dörries und Davi Remagen waren nicht mit von der Partie. Trotzdem gelang der Start (8:2, 3.) in eine Partie, der man schnell die relative Bedeutungslosigkeit anmerkte. Die letzte Intensität, der letzte Biss fehlte einfach. Es entwickelte sich dennoch ein munterer und ausgeglichener Schlagabtausch (12:10, 5.). Kroatien übernahm die Führung, aber Lars Lenke mit Dunk und Bruno Loll per Dreier „reparierten“ umgehend: 19:15 (7.). Loll war „on fire“ und traf wieder für drei, Jervis Scheffs war ebenfalls erfolgreich: 24:19 (8.). Die Defense wurde auf beiden Seiten eher nicht „übertrieben“. Nach zehn Minuten lag die DBB-Auswahl mit 28:23 vorne.

Knapp vorne

Das DBB-Team verkaufte sich bis dahin gut. Kroatien kam mit einem 7:0-Lauf zum 30:30-Ausgleich (12.), ehe Musa Abra wieder für deutsche Punkte sorgte. Mit einem kroatischen Dreier wechselte die Führung, Deutschland ließ in diesen Minuten etwas die Konzentration vermissen, Auszeit (32:35, 13.). Die DBB-Korbjäger mussten jetzt aufpassen nicht abreißen zu lassen (34:42, 15.). Und die deutsche Mannschaft hielt dagegen und kam durch Nicolas Kodjoe schnell zum Anschluss, Auszeit Kroatien (40:42, 17.). Daniel Biel ließ es nach Scheffs-Anspiel zum Ausgleich krachen (18.), Deutschland hatte acht unbeantwortete Punkte erzielt. Daraus wurden sogar zehn, bis Kroatien wieder traf. Zum Seitenwechsel hatte sich Deutschland einen kleinen Vorsprung zurück geholt (52:48).

Boxscore

Drei schwache Minuten

Wer würde es mehr wollen? Wer würde noch mehr Kräfte haben? Diese Fragen mussten jetzt beantwortet werden. Zunächst einmal blieb es minutenlang bei der knappen deutschen Führung, beide Teams neutralisierten sich mehr oder weniger. Kroatien kam auf einen Punkt heran, aber das DBB-Team befreite sich an der Freiwurflinie (66:61, 26.). Jordan Müller erhöhte, aber Kroatien blieb immer gefährlich, Deutschland konnte sich nicht absetzen (68:66, 28.). Dugandzic verteilte die Spielzeit unter den „neun Aufrechten“ sehr gleichmäßig. Wieder einmal wechselte die Führung (68:73, 29.), zum Viertelende war das Momentum durch drei schwache Minuten der Deutschen klar bei den Kroaten (68:75).

9:0-Lauf

Damian Jung eröffnete den Schlussabschnitt mit einem Dunking und machte deutlich, dass man keinesfalls gewillt war einfach so das Feld zu räumen. Müller traf zum 72:75 (32.) und Kodjoe besorgte kurz später per Dreier den erneuten Ausgleich (75:75, 32.). Müller trug sein Team jetzt und neun deutsche Punkte ohne Antwort der Kroaten vergingen (77:75, 34.). Es war jetzt eine Partie, in der sich beide Teams nichts schenkten und noch einmal alle Kräfte mobilisierten. Es gab den bereits siebten Führungswechsel, aber die DBB-Auswahl hielt dagegen. Kroatien machte das 81:85, als noch etwa vier Minuten auf der Uhr waren, Auszeit Deutschland. Kroatien schien den längeren Atem zu haben und zog davon (81:89, 38.). Darauf hatte Deutschland zwei Dreier von Loll und Kodjoe als Antwort: 87:89, ’48. Mit der Schlusssirene verfehlte ein deutscher Dreier sein Ziel, Kroatien erhielt noch zwei Freiwürfe.

Für Deutschland spielten
Name Punkte Verein
Damian Jung 9 Northeastern University/USA
Jervis Scheffs 8 VR-Bank Würzburg Baskets Akademie
Noah Isichei 0 LOK Bernau
Musa Abra 10 CATL Basketball Löwen
Bruno Loll 14 Rostock Seawolves
Jordan Müller 18 California Baptiste University/USA
Lars Lenke 2 Nürnberg Falcons
Nicolas Kodjoe 22 FC Bayern München
Daniel Biel 4 Science City Jena