Am 18. und 19. April 2026 spielten bei den 4. Bundesspielen 8 Mannschaften um den Titel eines deutschen Meisters in der Altersklasse Ü70. Bei typisch norddeutschem Frühlingswetter traten in Halstenbek Mitte April acht Mannschaften zu den 4. Bundesspielen der Altersklasse Ü70 an, um den Helmut-Keil-Pokal der Ü70 zu gewinnen. Der 1. Vorsitzende der Halstenbeker Turnerschaft und Orga-Leiter der Veranstaltung, Jürgen Freybe, begrüßte in der Halle des Theodor-Heuss-Gymnasiums in Pinneberg erstmals acht Teams mit mehr als 80 durchaus topfitten Basketballern und wünschte ihnen viel Spaß und Erfolg, spannende und faire Spiele ohne Verletzungen.

Die Spiele waren wahrlich spannend und verliefen wie erwartet fair – sicher auch ein Verdienst der insgesamt sehr guten Schiedsrichter (darunter auch wieder Andreas Schreiner, ehemaliger Bundesligaschiedsrichter mit mehr als 800 Ansetzungen). Schwerere Verletzungen gab es nicht – die anwesenden Rettungssanitäter des DRK brauchten nur Pflaster rauszugeben.

Die Spiele wurden zunächst in zwei Gruppen absolviert:

In der Gruppe 1 setzten sich die BG Göttingen und das Team Duckis Wikinger – nach jeweils zwei Siegen in den Spielen gegen die anderen Gruppengegner – durch, trennten sich im direkten Vergleich aber unentschieden. Die Göttinger hatten in den Spielen gegen Pointers Gießen und das neue Team der Best Ages Basketballer 2026 die besseren Ergebnisse erzielt und qualifizierten sich somit als Gruppenerster für die nächste Runde.

In der Gruppe 2 besiegte die SG TuS Lichterfelde/DBV Charlottenburg (nach einem eher überraschenden „Nur-Unentschieden“ gegen die BG Osnabrück) den letztjährigen Finalisten Oldenburger TB sowie das Halstenbeker Team und wurde Gruppensieger. Oldenburg siegte gegen Osnabrück schließlich sicher und zog ebenfalls ins Halbfinale ein.

Die den ersten Tag abschließende Sitzung der Mannschaftsverantwortlichen brachte zwei wichtige Ergebnisse: 1. Der bisherige Sprecher der Ü70, Horst „Toto“ Wiegard (Gießen) bat darum, einen neuen Sprecher zu wählen. Auf Vorschlag aus der Runde wurde daraufhin Heinz Schlichter (Saarlouis) neu in das Amt berufen. 2. Die Runde einigte sich nach kurzer Diskussion darauf, die Maximal-Spielzeit pro Tag für die Spieler weiterhin bei max. 60 Minuten zu belassen, selbst wenn es dadurch bei mehr als acht Teilnehmern zu ungewöhnlichen Spielzeiten der Teams (z.B. 4×7 Min.) käme. Abschließend beschlossen die anwesenden Teamvertreter, dass die nächste Deutsche Meisterschaft in Oldenburg stattfinden und vom Oldenburger TB ausgerichtet wird. Der Abend wurde fortgesetzt mit einem wieder sehr gelungenen Buffet in den Räumen des Halstenbeker Schützenhauses. Anschließend gab es noch den einen oder anderen Schnack über Basketball, Alter und natürlich Fitness. Gegen 22.00 waren alle verschwunden – die Spiele waren wohl doch ganz schön anstrengend.

Sonntagmorgen starteten die Halbfinals, die überaus umkämpft waren, wobei sich Oldenburg mit 21:18 nur knapp gegen die BG Göttingen durchsetzte. Im zweiten Halbfinale besiegten die Berliner mit dem überragenden Bernd Neuendorf (15 Punkte) nach einem packenden Duell mit wechselnder Führung den Titelverteidiger, das Team der Wikinger, letztlich sicher 33:27 und erreichten ebenfalls das Finale. Auch alle anderen Teams kämpften in ihren Überkreuzspielen um einen möglichst guten Platz.

Ergebnisse der Platzierungsspiele:
Platz 7/8 BAB 2026 – SG Halstenbek 17:12
Platz 5/6 SG Osnabrück – SG Pointers Gießen 27:16
Platz 3/4 BG Göttingen – Wikinger 27:26

In einem zunächst ausgeglichenen, in der zweiten Halbzeit jedoch zunehmend einseitigeren Finale setzte sich die SG TuS Lichterfelde/DBV Charlottenburg gegen den Oldenburger TB mit 24:15 durch. Ausschlaggebend waren eine tolle Berliner Teamleistung mit guter Verteidigung gegen den Oldenburger Schützen Holger Smit sowie die deutlich größeren Kraftreserven des Berliner Teams. Glückwunsch an den neuen deutschen Meister der Ü70, die SG TuS Lichterfelde/DBV Charlottenburg.

Anschließend übernahmen Tomas Voigt und Jürgen Freybe vom Orga-Team die Siegerehrung. Sie dankten zunächst den Schiedsrichtern und Kampfgerichten für ihren Einsatz, den Organisatoren für den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung und den vielen Helfern bei der Cafeteria in der Halle. Jede Mannschaft erhielt eine Urkunde für ihren errungenen Platz. Für die Plätze 3 und 2 gab es zusätzlich bronzene und silberne Medaillen. Unter dem Beifall aller Anwesenden erhielten dann die Spieler der SG TuS Lichterfelde/DBV Charlottenburg ihre Goldmedaille umgehängt und Kapitän Detlef Schneider nahm neben der Urkunde den großen Siegerpokal in Empfang.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen 2027 in Oldenburg.
Jürgen Freybe für die Halstenbeker Turnerschaft

Die Platzierungen im Überblick:
1. SG TuS Lichterfelde/DBV Charlottenburg
2. Oldenburger TB
3. BG Göttingen
4. Wikinger
5. SG Osnabrück
6. SG Pointers Gießen
7. Best Ages Basketballer 2026
8. BG Halstenbek