Die DBB-Damen stehen beim Women’s Basketball World Cup 2026 in Berlin (4.-13. September 2026, Tickets) im „Achtelfinale“ (offiziell Qualifikation für das Viertelfinale). Das Team von Bundestrainer Olaf Lange gewann heute gegen Mali mit 83:58 (23:18, 26:14, 15:12, 19:14) und kommt damit auf Platz zwei der Vorrundengruppe A, weil Spanien parallel gegen Japan gewann. Morgen geht es  gegen den Dritten der Vorrundengruppe B, Südkorea (20.45 Uhr, live bei MagentaSport/MagentaTV und bei ProSieben Maxx/Joyn). Zuvor trifft Japan als Gruppendritter um 17:45 Uhr auf Ungarn.

Umkämpft

Nyara Sabally, Emma Eichmeyer, Leonie Fiebich, Luisa Geiselsöder und Britta Daub bildeten die unveränderte deutsche Startformation. Vor den Augen von Dennis Schröder fiel der erste Dreier von Fiebich, Sabally erhöhte auf 7:2 (2.). Geiselsöder begann stark am gegnerischen Brett und machte an der Freiwurflinie das 11:6 (4.). Das DBB-Team attackierte den Korb von Mali sehr stark und war die bessere Mannschaft (15:7, Frieda Bühner, 6.), Auszeit Mali. Die nächsten Szene gehörten dem Gegner, der auf 15:12 heran kam (7.), weil sich einige Unkonzentriertheiten ins deutsche Spiel geschlichen hatten. Die Physis des Gegners setzte sich nun einige Male durch (19:16, 9.), es war jetzt sehr umkämpft. Fiebich übernahm aber offensiv und hielt ihre Mannschaft vorne (23:18, 10.).

Klar vorne

Deutschland „arbeitete“ und nahm viele von Malis Stärken weg. Vorne traf Daub einen Dreier zum 26:18 (12.), auch bei den Rebounds lag man klar vorne. Die sehr gut gefüllte Arena dankte es mit lautstarker Unterstützung (30:21, Geiselsöder, 13.). Mali blieb aber immer gefährlich und war nach einem Dreier auf 31:26 heran, Geiselsöder „reparierte“ umgehend per Lay-up. So richtig wollte der Funke noch nicht auf das Publikum überspringen, bis Bühner von weit draußen das 37:29 besorgte (16.). Das dritte Foul von Eichmeyer kam zur Unzeit, aber die DBB-Auswahl kam durch einen weiteren Bühner-Dreier zur ersten zweistelligen Führung (40:29,). Deutschland hatte die Kontrolle über das Spiel, Alexandra Wilke traf einen Dreier, die Offensive lief hervorragend (43:29, 17.). Das unterstrich auch der Dreier von Marie Gülich, bereits der sechste deutsche Distanztreffer. Und es wurden sogar noch einige „einfache“ Würfe liegen gelassen. Trotzdem sah es zum Seitenwechsel hervorragend aus für Deutschland (49:32).

Boxscore

Fotos: FIBA

Vorentscheidung?

Mali eröffnete den dritten Spielabschnitt mit einem Dreier und einem „and one“, hatte sich offenbar einiges vorgenommen. Peterson-Smalls stoppte den Lauf und beruhigte die Nerven (51:37, 23.). Eichmeyer musste mit ihrem vierten Foul vom Feld. Beide Teams hatten es jetzt schwer zu Punkten zu kommen, bis Geiselsöder fünf Punkte in Folge erzielte (56:37, 25.). Es bahnte sich eine Vorenscheidung an. Zu souverän agierte die deutsche Mannschaft, die den Gegner klar dominierte. Ein Treffer von Wilke gefolgt von zwei weiteren Korberfolgen, in Deutschlands Offensive schien alles zu klappen (60:42, 27.). Auch die Defensiv- und Offensivrebounds gehörten den deutschen Damen. Somit beendeten sie das dritte Viertel souverän beim Stand von 64:44 und gingen mit einer 20-Punkte-Führung in den Schlussabschnitt.

Deutschland souverän

Fiebich setzte den ersten offensiven Akzent für Deutschland (66:46, 33.). Auch Mali scorte, doch Deutschland stand hinten konzentriert und spielte offensiv mit guter Übersicht. Gutes Passing, sehenswerte Drives zum Korb: Deutschland war weiterhin das kontrollierende Team (68:48). Mali verkürzte durch einen Dreier, doch Peterson legte sehenswert für Geiselsöder auf und Bühner traf für Drei (74:53, 35.). Bühner legte mit einem And-One und einem starken Drive zum Korb weiter nach (79:55, 36.). Mit noch zwei Minuten auf der Uhr führte Deutschland mit 23 Punkten und es zeichnete sich ab: Deutschland sicherte sich in einer starken Gruppe den zweiten Platz. Vor rund 12.550 Zuschauern setzte sich eine starkes deutsches Team verdient mit 83:58 durch.

„Haben sehr gut gespielt“

Bundestrainer Olaf Lange: „Wir haben sehr gut gespielt und gut verteidigt. Wir haben unseren Plan für die Verteidigung sehr gut umgesetzt und wussten wen wir wie verteidigen. Es gibt trotzdem kein Feiern. Wir brauchen Recovery und der Trainerstab muss sich auf Südkorea vorbereiten. Ich kümmere mich während des Spiels nur auf unser Spiel. Aber mit Fokus auf Südkorea: Sie haben viel Off-Ball Action und sind ähnlich zu Japan. Da sollten wir schon was gelernt haben.“

Luisa Geiselsöder: „Die WM und das Team sind alles für mich. Deswegen bin ich früher aus den Staaten gekommen. Man kann einfach man selbst sein, hat wahnsinnigen Teamzusammenhalt und trifft auf eine Familie. Was mir heute geholfen hat, ist dass ich aufgehört habe zu viel zu denken. Da hat es auch geholfen, dass die ersten Würfe drin waren und wenn man dann einmal im Flow ist, dann läuft es. Ich bin zwar Spieler Of The Match, aber am Ende ist es das Team. Es geht nicht nur um die Punkte. Leo mit den Rebounds und den Looks, die sie auf sich zieht, Frieda mit ihrer Confidence und alle Kleinigkeiten, die jede einzelne Spielerin dazu beiträgt.“

Name Punkte Verein
Alexis Peterson 9 Valencia BC/ESP
Alexandra Wilke 5 Rutronik Stars Keltern
Nyara Sabally 6 Toronto Tempo/WNBA
Emma Eichmeyer 0 Saarlouis Royals
Leonie Fiebich 7 New York Liberty/WNBA
Luisa Geiselsöder 17 Portland Fire/USA
Britta Daub 3 Eisvögel USC Freiburg
Frieda Bühner 21 Portland Fire/WNBA
Marie Gülich 9 Townsville Fire/AUS
Emily Bessoir 4 Lointek Gernika Bizkaia/ESP
Lina Sontag 0 Cadi La Seu/ESP
Clara Bielefeld 2 Texas Christian University/USA