Women’s Series Stop in Bangkok/THA
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Women’s Series Stop in Bangkok/THA
Bei ihrem Stop in Bangkok/THA belegten die deutschen 3×3-Damen erstmalig bei der FIBA 3×3 Women´s Series den ersten Platz. Das Team, bestehend aus Ama Degbeon, Sarah Polleros, Marie Reichert und Victoria Poros, setzte sich in der Gruppenphase gegen Neuseeland (18:6) und Gastgeber Thailand (10:9) durch, bevor es seine Siegesserie im Verlauf des Turniers weiter fortsetzte. Gegen Viertelfinal-Gegner Kanada setzte sich das Team mit 19:15 durch, gewann im Halbfinale mit 17:15 gegen Slowenien und sicherte sich im Finale mit einem 16:13-Sieg gegen Mitsubishi Electric den ersten Platz. Marie Reichert wurde nach starker Performance zum MVP in Bangkok.
Deutschland kam gut in das erste Spiel der Gruppenphase. Gegen Neuseeland gingen die deutschen Spielerinnen durch einen Treffer von Degbeon in Führung und bauten diese im weiteren Spielverlauf aus (5:2, 4.). Durch eine starke Offensive, angeführt von Topscorerin Reichert (7 Punkte) und einer noch stärkeren Defensivleistung hielten sie die Neuseeländerinnen dauerhaft auf Abstand, konnten ihre Führung weiter ausbauen und diese letztendlich souverän über die Zeit bringen. Die deutsche 3×3-Auswahl siegte mit 18:6.
Auch gegen Thailand kam die deutsche Mannschaft gut ins Spiel. Diesmal war es Polleros, welche Deutschland früh in Führung brachte und diese mit drei weiteren Punkten auf 5:1 ausbaute (3.). Anders als beim ersten Spiel schafften es die Thailänderinnen allerdings an ihnen dran zu bleiben und stellten nach sieben Minuten auf 8:8. Von da an ergab sich ein offenes Spiel, in welchem Deutschland letztendlich die Oberhand behielt. Punkte von Degbeon und Reichert sicherten Deutschland den knappen 10:9-Sieg gegen Thailand.
Der Gegner im Viertelfinale hieß Kanada. Von Beginn an wurde das Spiel zu einem Kopf an Kopf-Rennen beider Teams. Deutschland scorte in Person von Marie Reichert und stellte nach einer Minute auf 4:2. Dennoch schafften es die Spielerinnen nicht sich im weiteren Verlauf des Spiels entscheidend abzusetzen. Trotz weiterer Treffer von Poros und Degbeon stand es drei Minuten vor Schlusspfiff 13:13. Eingeleitet von einem Zweipunkte-Treffer von Poros waren es die deutschen Spielerinnen, welche sich in der Schlussphase absetzen konnten. So schafften sie es mit noch einer Minute auf der Uhr auf 19:15 zu stellen. Durch eine konsequente Leistung in der Defense brachten sie dieses Ergebnis über die Zeit und sicherten sich so den Einzug ins Halbfinale.
Die Siegesserie der Deutschen sollte auch im Halbfinale nicht reißen. Gegen Slowenien war es Poros, welche die ersten Punkte für Deutschland erzielen konnte. Es entstand ein offensiver Schlagabtausch beider Teams, in welchem es Deutschland gelang sich durch vier Punkte von Reichert und einem Zweipunkte-Treffer von Poros erstmals mit fünf Punkten abzusetzen (10:5, 6.). In den nächsten Minuten kämpften sich die Sloweninnen noch einmal zurück und stellten auf 11:11 (8.). Dennoch behielten die deutschen 3×3-Damen die Nerven und rissen die Führung wieder an sich. Punkte von Degbeon und Polleros besiegelten letztendlich den 15:17-Sieg und den Einzug in das Finale.
Im Finalspiel wartete Mitsubishi Electric auf das deutsche Team. Eingeleitet durch einen Treffer von Degbeon erspielte man sich nach dreieinhalb Minuten eine 5:1-Führung. Dennoch blieb Mitsubishi dran und kämpfte sich zurück ins Spiel (8:6, 6.). Doch auch in diesem Spiel behielt Deutschland wieder die Nerven, scorte weiter und stellte so zweieinhalb Minuten vor Schluss durch einen Zweipunkte-Treffer von Poros auf 14:8. Abermals gab sich Mitsubishi nicht geschlagen. Sie blieben weiter dran und hielten das Spiel bis zum Schlusspfiff offen. Letztendlich war es ein verwandelter Freiwurf von Reichert in der Schlusssekunde, welche den 16:13-Sieg und den ersten Titelgewinn in der FIBA Women´s Series 2026 für Deutschland besiegelte.
3×3-Disziplintrainer Hanno Stein: „Wir haben von Anfang bis Ende ein sehr starkes Turnier gespielt. Das war unsere beste Leistung der Women´s Series 2026. Obwohl wir viel am Reisen sind und jeden einzelnen Stop gespielt haben, plus WM und deutsche Meisterschaft, haben alle vier energetisch super abgeliefert. Das Roster hatte auch beim ersten Stopp quasi die Women´s Series für uns eröffnet und jetzt haben sie zu Ende gebracht, was sie begonnen haben. Heute, nachdem wir grandios gegen Kanada gespielt und mit Slowenien im Halbfinale ein weitere Team aus der Weltspitze geschlagen haben, konnten wir uns in einem nicht einfachen Turnier mit dem Turniersieg belohnen.“
Für Deutschland spielten: Marie Reichert (7 Punkte, 3, 6, 7, 6), Victoria Poros (3, 1, 4, 4, 2), Victoria Polleros (4, 4, 2, 1, 3), Ama Degbeon (4, 2, 7, 5, 5)