Morgen absolviert die deutsche Damen-Nationalmannschaft ihr erstes offizielles Testspiel auf dem Weg zum FIBA Women’s Basketball World Cup 2026 in Berlin (4.-13. September 2026, Tickets). Genauer genommen bereits heute, aber diese Partie findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit als sogenanntes „Scrimmage“ statt. Am Samstag, 15. August 2026, geht es um 19.00 Uhr los in Ludwigsburg (MHP Arena, ab 18.30 Uhr live und kostenlos bei MagentaSport).

Wir haben vor dem morgigen Fingerzeig mit Stefan Möller gesprochen, der Damen-Bundestrainer Olaf Lange während dessen Abwesenheit (WNBA Assistant Coach bei Toronto Tempo) als Head Coach vertritt.

Folgende Spielerinnen stehen momentan im Kader: Skye Belker (Princeton University/USA), Emily Bessoir (CB Hozono Global Jairis/ESP), Clara Bielefeld (Texas Christian University/USA), Patricia Broßmann (Australien Perth Redbacks/AUS), Britta Daub (Eisvögel USC Freiburg), Emma Eichmeyer (Saarlouis Royals), Lina Falk (Pepperdine University/USA), Luisa Geiselsöder (Portland Fire/USA), Marie Gülich (Townsville Flames/AUS), Alina Hartmann (ALBA BERLIN), Alexis Peterson (Valencia BC/ESP), Sarah Polleros (ohne Verein), Nina Rosemeyer (ALBA BERLIN), Lina Sontag (Cadi la Seu/ESP), Paula Wenemoser (SYNTAINICS MBC),  Alexandra Wilke (Rutronik Stars Keltern), Laura Zolper (Basket Lattes Montpellier Méditerranée/FRA).

Interview Stefan Möller

„Haben sehr viel investiert!“

Wie läuft das Trainingslager? Bist du zufrieden?

Das Trainingslager läuft wie erwartet. Nach der langen Sommerpause alle Spielerinnen hier zu versammeln und auf einen Nenner zu bringen, ist die große Herausforderung, mit der wir auch gerechnet haben. Dementsprechend war es die ersten Tage auch wichtig, von der Intensität her wieder alle reinzuholen und auch von den Grundlagen, offensiv und defensiv. Da haben wir sehr viel investiert, mit der Perspektive bin ich sehr zufrieden. Das Team macht jeden Tag Schritte nach vorne, es ist sehr fokussiert.

Wie ist die Abstimmung mit Olaf? Ständig? Mehrmals pro Woche? Wie muss man sich das vorstellen?

Mehr oder weniger täglich, wir sind als gesamter Coaching Staff permanent im Austausch. Wir müssen dann hier vor Ort die Dinge einschätzen und entscheiden, zusätzlich bekommen wir aber auch die Einschätzung von Olaf (und Parker – Lovett, Assistant Coach – Anm. d. Red.) aus deren Perspektive. Daraus nehmen wir dann das Beste für den nächsten Tag. Es ist ein sehr guter täglicher Austausch.

Wie sieht es bei Luisa (Geiselsöder) aus? Ein großes Upgrade so „früh“ in der Vorbereitung?

Luisa so früh dabei zu haben ist definitiv ein sehr großes Upgrade. Wir wissen alle um die Stärken von Luisa, was für eine hervorragende Spielerin sie ist. Sie muss sich jetzt auf die neue Situation einstellen, das gelingt ihr bisher sehr gut. Wir alle freuen uns, dass sie schon bei uns sein kann und sie sich maximal auf die WM konzentriert. Sie ist eine Bereicherung auf jeder Ebene.

Wie ist die Situation bei Marie (Gülich)?

Sehr gut. Marie hat die Vorbereitung bisher komplett mitgemacht, das erste Mal nach ihrer Verletzung aus dem vergangenn Jahr. Von daher sind wir sehr positiv, die Tage hier sind für sie sehr positiv verlaufen. Jeden Tag kommt sie mit ein bisschen mehr Selbstvertrauen aus dem Training, wir sind jetzt gespannt auf die Spiele. Da hoffen wir, dass sie einge Minuten gehen kann.

Was erwartest Du vom Spiel gegen Spanien?

Ich erwarte all das, was uns vor Probleme stellt. Wir werden das sehr realistisch angehen nach nur vier vollen Trainingseinheiten vor dem Scrimmage. Auch Alexis einzugliedern mit dem Jetlag ist eines der Themen, mit denen wir uns hier befasst haben. Wir werden maximal fokussiert sein und möchten dann wissen, wo wir stehen. Die Spiele sind richtungsweisend in dem Sinne, wie wir mit schwierigen Situationen umgehen. Zu Beginn ein sehr guter, harter Test. Wir sind froh darüber, dass wir die Möglichkeit bekommen, so früh gegen einen Mitfavoriten der WM zu testen.