Im Achtelfinale der FIBA U20 EuroBasket 2026 in Litauen traf die deutsche Mannschaft heute auf Gastgeber Litauen. Die DBB-Auswahl von Constanze Wegner zeigte über weite Strecken eine kämpferische Leistung, musste sich am Ende jedoch mit 69:83 (21:21, 14:28, 17:17, 17:17) geschlagen geben. Für Deutschland geht es nun in der Platzierungsrunde um die Plätze 9 bis 16 weiter.

Ausgeglichener Auftakt

Deutschland startete konzentriert in das Achtelfinale und verteidigte den ersten Angriff der Litauerinnen erfolgreich. Durch vier frühe Punkte von Helena Englisch und einen Mitteldistanzwurf von Greta Scholle ging das Team zu Beginn mit 6:3 in Führung (2.). Litauen fand anschließend besser ins Spiel und drehte die Partie durch eine hohe Trefferquote von Außen. Nach einer Auszeit von Wegner fanden die Deutschen wieder ins Spiel. Paula Paradzik traf einen wichtigen Dreier und Lilli Schultze legte einen weiteren zum Stand von 21:17 nach (8.). Durch Freiwürfe schaffte es Litauen dran zu bleiben und so endete das erste Viertel mit 21:21.

Litauen zieht davon

Helena Englisch eröffnet das zweite Viertel mit Punkten aus dem Post, aber Litauen antwortete direkt mit schnellen Punkten und übernahm erneut die Führung (23:25, 13.) Deutschland ließ den Ball gut laufen, konnte sich dafür aber nicht belohnen, während Litauen offensiv immer wieder Lösungen fand und den Vorsprung ausbaute. Viele Fouls seitens der Deutschen boten Litauen die Möglichkeit zu einfachen Punkten von der Freiwurflinie. Zusätzlich fielen die Distanzwürfe der Gegner weiterhin hochprozentig (23:33, 16.). Deutschland kämpfte sich durch Paula Paradzik und Nafi Harz zurück ins Spiel, Anna-Lisa Wuckel verkürzte ebenfalls noch einmal, doch Litauen blieb konsequent im Scoring und ging mit einer 49:35-Führung in die Halbzeit.

Boxscore

Deutschland kämpft, Litauen bleibt stabil

Chanel Ndi musste zu Beginn des dritten Viertels ihr drittes persönliches Foul hinnehmen, setzte anschließend aber mit einem Steal, starkem Rebound und den ersten Punkten des dritten Viertels Akzente. Litauen blieb allerdings offensiv konsequent und hielt die deutsche Mannschaft auf Abstand. Greta Scholle traf einen wichtigen Dreier, Jana Koch punktete von der Freiwurflinie und Deutschland kämpfte weiter (42:54, 24.). Litauen fand jedoch immer wieder Wege zum Korb, auch gegen das deutsche Pressing, und baute den Vorsprung erneut aus (43:58, 27.). Clara Bielefeld und Nafi Harz sorgten in der Schlussphase noch einmal für Hoffnung, doch ein weiterer Dreier der Litauerinnen stoppte den Lauf. Nach einem ausgeglichenen Viertel ging es mit 52:66 in den Schlussabschnitt.

Litauen bringt Sieg ins Ziel

Zu Beginn des vierten Viertels verkürzte Karla Busch zunächst von der Freiwurflinie (53:66, 31). Doch trotz guter Aktionen fehlte der DBB-Auswahl das Abschlussglück, während Litauen offensiv weiter konsequent punktete. Nafi Harz und Lilli Schultze setzten noch einmal Akzente, doch die Litauerinnen kontrollierten die Partie (58:72, 35.) Auch zwei deutsche Auszeiten konnten den Lauf des Gegners nicht mehr stoppen. Marie Perner traf in der Schlussphase noch einen Dreier und weitere Punkte, die Wende blieb jedoch aus. Litauen brachte den Achtelfinalsieg mit 83:69 über die Zeit.

„Keine Lösungen gefunden“

Bundestrainerin Constanze Wegner: „Wir haben gut ins erste Viertel gestartet und das war mit 21:21 relativ hoch im Score. Wir haben offensiv Lösungen gefunden, aber defensiv unseren Job nicht gemacht und dadurch 21 Punkte kassiert. Das ging dann für Litauen im zweiten Viertel vom Scoring her so weiter, für uns aber nicht, weil wir gegen deren Zone keine Lösung gefunden haben. Davon haben wir uns nicht mehr erholt. Die zweite Halbzeit war dann eigentlich ausgeglichen. Wir haben besser verteidigt, Litauen hat schlechter verteidigt und wir konnten sie so unter Druck setzen, wie wir uns das vorgestellt hatten. Das war dann aber zu spät, weil Litauen sich da schon in Rage gespielt hatte und ihre Hauptspieler sich zu viel Confidence erspielt hatten. Wir haben Körner gelassen und ordentlich gekämpft, konnten das Spiel aber nicht mehr drehen.“

Für Deutschland spielten
Spielerin Punkte Verein
Nafi Harz 7 BC Marburg
Paulina Reichenauer 0 Queens University of Charlotte/USA
Marie Perner 7 DJK Rosenheim
Helena Englisch 6 Eisvögel USC Freiburg
Jana Koch 5 EIGNER Angels Nördlingen
Karla Busch 3 Eisvögel USC Freiburg
Clara Bielefeld 5 Texas Christian University/USA
Anna-Lisa Wuckel 5 BasCats Heidelberg
Greta Scholle 5 TuS Lichterfelde
Chanel Ndi 8 College of Charleston/USA
Lilli Schultze 9 ALBA BERLIN
Paula Paradzik 9 Eisvögel USC Freiburg