Zum Abschluss der Gruppenphase der FIBA U20 Women’s EuroBasket 2026 in Litauen traf die deutsche Mannschaft heute auf Schweden. Dabei zeigte das Team eine überzeugende Leistung und gewann deutlich mit 72:44 (15:11, 22:9, 19:6, 16:18). Der Gegner für das morgige Achtelfinale wird aktuell in den Spielen der Gruppe A ermittelt.

Immer besser ins Spiel

Deutschland tat sich offensiv zunächst schwer und geriet nach vergebenen Würfen früh mit 0:4 in Rückstand. Vor allem im Abschluss fehlte noch der Rhythmus, defensiv erarbeitete sich die DBB-Auswahl aber bereits einige Ballgewinne. Dank acht Punkten von Chanel Ndi im ersten Viertel blieb Deutschland im Spiel und glich mehrfach aus (6:6, 3.; 9:9, 5.). Mit hohem Pressing setzte man Schweden zunehmend unter Druck und zwang den Gegner zu Fehlern. Paula Paradzik und Lilli Schultze sorgten für die Führung, ehe Clara Bielefeld mit einem Treffer in letzter Sekunde den Vorsprung zum Viertelende auf 15:11 ausbaute.

Rhythmus gefunden

Deutschland fand im zweiten Viertel immer besser seinen offensiven Rhythmus. Jana Koch traf einen wichtigen Dreier, Helena Englisch und Clara Bielefeld bauten den Vorsprung weiter aus, sodass Schweden beim 15:23 zur Auszeit gezwungen war (13.). Die DBB-Damen verteidigten nun konsequent, ließen kaum noch einfache Würfe zu und nutzten Ballgewinne immer wieder für leichte Punkte. Marie Perner stellte per Dreier einen zweistelligen Vorsprung her, Greta Scholle erhöhte mit einem Korbleger und wenig später ebenfalls von außen. So baute Deutschland bis zur Halbzeit den Vorsprung auf 37:20 aus.

Boxscore

Deutschland bleibt dominant

Deutschland knüpfte nach der Pause nahtlos an die starke erste Halbzeit an. Nafi Harz, Clara Bielefeld und Chanel Ndi bauten den Vorsprung mit erfolgreichen Abschlüssen weiter aus (47:25, 24.). Defensiv ließ die DBB-Auswahl kaum noch etwas zu und zwang Schweden immer wieder zu Ballverlusten. Auch offensiv trafen sie die richtigen Entscheidungen. Nach einer schwedischen Auszeit blieb Deutschland konzentriert und setzte sich mit einem Dreier von Anna-Lisa Wuckel bis zum Viertelende auf 56:26 ab.

Klare Verhältnisse

Auch im Schlussabschnitt ließ Deutschland nichts mehr anbrennen. Nafi Harz und Karla Busch sorgten früh für die nächsten Punkte, Busch erhöhte wenig später auf 62:27 (32.). Im weiteren Verlauf des letzten Viertels wurde das deutsche Spiel offensiv etwas unsortierter, während Schweden den Druck erhöhte und noch einmal zu einfachen Punkten kam (40:67, 37.). Die DBB-Damen überspielten die schwedische Presse aber meist souverän und behielten die Kontrolle. Am Ende stand ein auch in der Höhe verdienter 69:44-Erfolg für die DBB-Mädchen.

„Super konzentrierte Leistung“

Bundestrainerin Constanze Wegner: „Es war ein Start-Ziel-Sieg, das haben wir uns auch ein bisschen so vorgenommen. Super konzentrierte Leistung von den Mädels. Wir haben ein paar Sachen besprochen, wie wir die Schwedinnen verteidigen wollen, und da waren die Mädels super und haben das defensiv super umgesetzt. Dadurch sind wir aus guten Situationen in die Offense gekommen, was sowieso unsere Stärke ist: Aus Defensivrebounds schnell zu spielen und aus forcierten Turnovern zu spielen. Dann sind wir auch schnell übers Feld. Mein Gefühl war, dass wir von außen nicht so gut getroffen haben, wie wir es sonst tun, dafür aber gut gereboundet haben und den Weg in die Zone gefunden haben. Das war super und hat uns heute auch Punkte gebracht. Im vierten Viertel war die Spannung dann nicht mehr ganz so da. Wir haben da auch mit Hinblick auf morgen ein bisschen rotiert, um Leute zu schonen und anderen die Möglichkeit zu geben zu spielen und die Confidence für morgen aufzubauen.“

Für Deutschland spielten
Spielerin Punkte Verein
Nafi Harz 5 BC Marburg
Paulina Reichenauer 7 Queens University of Charlotte/USA
Marie Perner 7 DJK Rosenheim
Helena Englisch 2 Eisvögel USC Freiburg
Jana Koch 6 EIGNER Angels Nördlingen
Karla Busch 6 Eisvögel USC Freiburg
Clara Bielefeld 9 Texas Christian University/USA
Anna-Lisa Wuckel 3 BasCats Heidelberg
Greta Scholle 5 TuS Lichterfelde
Chanel Ndi 12 College of Charleston/USA
Lilli Schultze 2 ALBA BERLIN
Paula Paradzik 8 Eisvögel USC Freiburg