Am 25. und 26. April 2026 war Ismaning der Treffpunkt der deutschen Ü50-Basketballszene. 16 Mannschaften aus ganz Deutschland kamen zusammen, um den bei der 41. Deutschen Meisterschaft der Ü50-Basketballer den Deutschen Meister 2026 auszuspielen. Das Turnier wurde in diesem Jahr vom TSV Ismaning organisiert, die erneut in einer Spielgemeinschaft mit dem TSV München Ost antraten. Gespielt wurde in zwei Hallen, und schon nach der Begrüßung durch Ismanings Bürgermeister Alexander Greulich und den ersten Begegnungen war klar: Wer bei Ü50-Basketball an ein ruhiges Altherren-Wochenende gedacht hatte, lag deutlich daneben.
Von Beginn an wurde mit viel Tempo, Einsatz und viel Energie gespielt. Dabei blieb die Atmosphäre über das gesamte Wochenende sportlich fair, herzlich und geprägt von großer gegenseitiger Wertschätzung. Viele Spieler kennen sich seit Jahren, manche seit Jahrzehnten. Umso schöner war zu sehen, dass auf dem Feld trotzdem jeder Ball ernst genommen wurde.
Sportlich deutete sich früh an, dass der SC Rist Wedel nach der knappen Finalniederlage im Vorjahr wieder ganz nach oben wollte. Die Wedeler präsentierten sich konzentriert und eingespielt und zogen nach einer starken Vorrunde verdient in die Finalrunde ein. Nach einem klar gewonnenen Viertelfinale gegen die Gastgeber zeigte sich, dass der Weg ins Finale dann doch nicht ganz so leicht werden sollte. Im Halbfinale gegen eine sehr gut aufgestellte SG Neustadt/Tegernheim wurde es eng, intensiv und bis zum Schluss spannend. Wedel musste alles investieren, setzte sich aber schließlich knapp mit 34:32 durch. Auf der anderen Seite spielte sich der DBV Charlottenburg stark durchs Turnier und erreichte mit Siegen gegen den TSV 1860 Rosenheim im Viertelfinale und gegen den Vorjahresmeister SG Wiesloch im Halbfinale ebenfalls verdient das Endspiel – und verhinderte so eine Neuauflage des Endspiels vom Vorjahr. Damit stand ein Finale zweier traditionsreicher und spielstarker Mannschaften fest.
Besonders erfreulich aus Sicht der Gastgeber: Die SG Ismaning/München Ost spielte ein starkes Turnier. Alles in allem verlor die Heimmannschaft im Laufe des Turniers nur gegen den Vorjahresmeister SG Wiesloch und den neuen Meister SC Rist Wedel und belohnte sich am Ende durch souveräne Siege in der Platzierungsrunde gegen die SG Köln/Münster und den MTSV Hohenwestedt mit Platz fünf. Für den Gastgeber war das nicht nur sportlich ein gelungenes Ergebnis, sondern auch ein schöner Abschluss eines hervorragend organisierten Wochenendes.
Am Samstagabend bot die gemeinsame Abendveranstaltung im Bürgersaal Ismaning Gelegenheit, den ersten Turniertag ausklingen zu lassen. Nach vielen intensiven Spielen standen Gespräche, Erinnerungen und das Wiedersehen mit alten Weggefährten im Mittelpunkt. Die Deutsche Meisterschaft der Ü50 ist eben mehr als nur ein Turnier – sie ist auch ein großes Basketballtreffen, bei dem sportlicher Wettbewerb und Gemeinschaft hervorragend zusammenpassen.
Das Finale am Sonntag bildete dann den sportlichen Höhepunkt – die DBV Charlottenburg traf auf den SC Rist Wedel. Nach dem knappen Halbfinalsieg wirkte Wedel im Endspiel noch einmal besonders fokussiert. Charlottenburg hielt dagegen, hatte aber nach einem Ausfall nur noch sieben Spieler zur Verfügung, und so fand Rist Wedel immer wieder gute Lösungen und setzte sich am Ende verdient mit 56:40 durch. Damit holte sich der SC Rist Wedel den Deutschen Meistertitel der Ü50 zurück. In diesem Jahr war das ein ganz besonderer und emotionaler Moment, denn die Wedeler hatten den Pokal zum Andenken an einen ihrer großen Spieler neu gestiftet und in Abstimmung mit den anderen Mannschaften den Ingo-Knillmann-Pokal genannt. So passt es, dass sie die ersten Gewinner dieses neuen Pokals waren – und das wurde danach auch gebührend gefeiert, so dass die Gastgeber Mühe hatten, die Wedeler nach Stunden mit viel Gesang aus der ihrer Kabine zu kehren.
Bei der abschließenden Siegerehrung gab es verdienten Applaus für alle Mannschaften, die Schiedsrichter, Kampfgerichte sowie die vielen Helferinnen und Helfer rund um das Turnier. Der TSV Ismaning präsentierte sich als engagierter und verlässlicher Gastgeber. Die Meisterschaft 2026 wird vielen Teilnehmern sicher nicht nur wegen des neuen Deutschen Meisters in Erinnerung bleiben, sondern auch wegen der guten Organisation, der fairen Spiele und der besonderen Atmosphäre eines gelungenen Basketballwochenendes.
Ergebnisse der Platzierungsspiele:
Platz 15/16: ART Giants Düsseldorf – SG Hochheim/Wiesbaden 20:24
Platz 13/14: SG Bergzabern/Ladenburg – SC Alstertal-Langenhorn 23:25
Platz 11/12: SV Möhringen – DJK Südwest Köln 39:37
Platz 9/10: SG Feuerbach/Schwäbisch Hall – SG Langen/Frankfurt 32:37
Platz 7/8: SG Rosenheim/Bayreuth – SG Köln/Münster 25:27
Platz 5/6: MTSV Hohenwestedt – SG Ismaning/München Ost 22:31
Platz 3/4: SG Wiesloch – SG Neustadt/Tegernheim 38:25
Finale: DBV Charlottenburg – SC Rist Wedel 40:56
Endplatzierungen:
- 1. SC Rist Wedel
- 2. DBV Charlottenburg
- 3. TSG Wiesloch
- 4. SG Neustadt/Tegernheim
- 5. SG Ismaning/München Ost
- 6. MTSV Hohenwestedt
- 7. SG Köln/Münster
- 8. SG Rosenheim/Bayreuth
- 9. SG Langen/Frankfurt
- 10. SG Feuerbach/Schwäbisch Hall
- 11. SV Möhringen
- 12. DJK Südwest Köln
- 13. SC Alstertal-Langenhorn
- 14. SG Bergzabern/Ladenburg
- 15. SG Hochheim/Wiesbaden
- 16. ART Giants Düsseldorf
