Spannende Spiele, ein begeistertes Publikum, Lob für die Ausrichtung sowie perfektes Mai-Wetter – das waren die Zutaten für ein gelungenes Oldie-Muttertagswochenende beim TV Oppenheim. Sieben Damenteams waren nach Rheinhessen gereist, um dort die neuen Deutschen Ü60-Meisterinnen zu ermitteln und teilweise auch, um sich mit dem Turnier auf die Europameisterschafen in Griechenland Ende Juni/Anfang Juli vorzubereiten.

In der Vorrunde am Samstag gab es einen harten Kampf um den Gruppensieg in der Vierergruppe A, bei dem sich die neu formierten „Nord-Süd-Mixed“ bei Punktgleichheit aufgrund der besseren Korbdifferenz vor den „Jeojedo’s“ und den „NRW-Sixties“ durchsetzten. „Offenbach and Friends“, die das Turnier im vergangenen Jahr ausgerichtet hatten, mussten in Gruppe A gegen alle drei Teams eine Niederlage hinnehmen. In der Dreiergruppe B wurde das Heimteam „Southern Stars“ Erster, vor „Go for Greece“ und den „BALLerinas“.

Die Überkreuzspiele am Sonntag entschieden die Teams aus der Gruppe A ausnahmslos für sich. Die „BALLerinas“, verletzungsbedingt nur mit einer dezimierten Truppe angetreten, konnten kein Spiel gewinnen und mussten sich mit Platz 7 begnügen. Im Spiel um Platz 5 hatte Vorjahressieger „NRW-Sixties“ mit 21:22 das Nachsehen gegen „Offenbach and Friends“. Die „Southern Stars“ sicherten sich – getragen vom Heimpublikum – mit einem Buzzer-Beater gegen „Go for Greece“, die auf Grund von Erkrankung und Verletzung nur zu siebt spielten, mit 23:22 die Bronze-Medaille. Dabei lag ein Hauch der 80er-Jahre in der Luft, als die Bundesliga-Spiele der Oppenheimerinnen regelmäßig 1.000 Zuschauer in die Halle gelockt hatten. Im Endspiel setzte sich „Nord-Süd-Mixed“ mit 24:17 gegen die „Jeojedo’s“ durch.

Die Siegerehrung übernahmen Johann Ammon, BVRP-Vizepräsident Spielbetrieb, und Brigitte Wucherer. Sie hatte 1975 die Oppenheimer Basketballabteilung mit ihrem vor einem Jahr verstorbenen Mann Jochen gegründet und kannte manch eine Teilnehmerin des Turniers noch als frühere Mitspielerin oder Gegnerin.

Das Helferteam der Oppenheimer „Adler“ bekam viel Lob für die Ausrichtung der Meisterschaft in den beiden Hallen der Oppenheimer IGS und für die Herzlichkeit im Umgang mit den Gästen. Ehemalige, Eltern und Aktive trugen zur Bewirtung bei, halfen beim Auf- und Abbau und sorgten im Wettkampfbüro oder als Kampfgericht (nach alter Sitte noch auf Papier und nicht digital) für einen reibungslosen Spielbetrieb. Auch Schiedsrichter Andreas Schreiner, der bei fast allen Ü-Meisterschaften pfeift, und seine rheinland-pfälzischen Kollegen Alexander Leininger, Luca Zanin, Iasson Valiano und Romy Müller leisteten ihren Beitrag zum Gelingen des Turniers. In den Spielpausen wurde das Outfit-Angebot der Basketfactory von Tina Fritz und Sabine Lückenotte sowie von Katja Schneider mit ihren Basketball-Accessoires gerne genutzt.

Und nicht zuletzt sorgten das Flair der Oppenheimer Altstadt, die Unterbringung in örtlichen Hotels und (Winzer-)Ferienwohnungen sowie die Feierlocation mit DJ am Rhein-Strandbad dafür, dass es am Ende unisono hieß: „Wir kommen gerne wieder…“ Den Abschluss des Turniers, bei dem es zur Freude aller Beteiligten keine größeren Verletzungen gab, bildete traditionsgemäß das gemeinsame A-cappella-Singen des „Tote-Hosen“-Liedes „Altes Fieber“ mit dem angepassten Refraintext „Und immer wieder sind es dieselben Spieler, die so aussehen, als würde die Zeit stillstehen. Denn es geht nie vorüber, dieses alte Fieber, das immer dann hochkommt, wenn wir zusammen sind…“
Andrea Früauff (TV Oppenheim)

Endstand:
1. Nord-Süd-Mixed
2. Jeojedo’s
3. Southern Stars
4. Go for Greece
5. Offenbach and Friends
6. NRW Sixties
7. BALLerinas

Bildunterschrift 1: Neuer Deutscher Meister bei den Ü60-Damen sind die Nord-Süd-Mixed. © TV Oppenheim
Bildunterschrift 2: Sieben Mannschaften nahmen an der dritten Ü60-DM der Damen in Oppenheim teil. © TV Oppenheim