Das jeweilige TOP4 der JBBL und der NBBL wurden in diesem Jahr einmal mehr im Rahmen des RSM Ebner Stolz Jugend-TOP4 2026 in Berlin ausgetragen. Bei der JBBL setzte sich das Team Baskets Bonn/Köln RAG gegen die ratiopharm ulm akademie mit 101:85 durch, in der NBBL siegte ALBA BERLIN gegen ratiopharm ulm. WNBL-Champion 2026 wurde ALBA BERLIN (siehe gesonderter Bericht).

JBBL-Finale

Das Team Baskets Bonn/Köln RAG, zur Saison 2025/26 sportlicher Aufsteiger in die JBBL, schlug im JBBL-Finale in der Berliner Sömmeringhalle die ratiopharm ulm akademie mit 101:85 (26:22; 19:26; 31:20; 25:17). Topscorer Finn Wohlert (33 Punkte) wurde zum Finals MVP gewählt. Khalil Idbihi wurde „Rookie des Jahres“, Tom Becker zum „Trainer des Jahres“.

Beide Teams begegneten sich in der ersten Halbzeit absolut auf Augenhöhe. Nach drei Minuten hieß es 7:7, Ulms Go-to-Guy Marko Volf traf seinen ersten Dreier zum 10:7. Volfs Pendant auf Seiten der Bonner, Khalil Idbihi, antwortete prompt ebenfalls von Downtown. Nach dem ersten Viertel führte Bonn/Köln knapp mit 26:22.

Anfang des zweiten Viertels folgte die stärkste Phase der Ulmer, die mit einem 9:0-Lauf einen 27:32-Rückstand in eine 36:27-Führung verwandelten – Bonns Headcoach Tom Becker bat danach umgehend zur Auszeit (14. Minute). Ein Dreier von Finn Wohlert brachte die Baskets kurz darauf wieder auf 37:38 heran. Ulm blieb jedoch am Drücker und erhöhte durch einen Dreier von Justus Reintjes, der am Halbfinaltag seinen 16. Geburtstag gefeiert hatte, mit der Shotclock auf 48:40 für die Ulmer (19.) Wohlert traf auf der Gegenseite mit der Schlusssirene zum Halbzeitstand von 45:48 aus Bonner Sicht.

Reintjes hatte nun Geschmack an der Distanz gefunden und netzte einen weiteren Dreier zum 53:45 ein (22.), die Antwort von Oliver Papez ebenfalls von Downtown folgte prompt (53:48). Die Partie wurde zunehmend rassiger, beide Teams behielten den Fuß auf dem Gaspedal. Wolf, Ulms Bester, traf auch einen Dreier zur knappen Ulmer 63:62-Führung, doch die Rheinländer waren drauf und dran, das Momentum auf ihre Seite zu ziehen. Ein Dreier von Idbihi stellte auf 76:68 für die Bonn-Kölner, und mit diesem Zwischenstand ging es auch in das letzte Viertel.

In diesem begannen nun die Finn-Wohlert-Festspiele: Nach einem Distanzwurf von Serge Ossai netzte Wohlert drei Dreier zum 86:79 (34.), 91:83 (37.) und 96:83 (38.) ein – Ulm war geschlagen. Ossai sorgte – natürlich auch von Downtown – für den 101:85-Endstand.

Zwölf Jahre ist es her, dass ein Nachwuchsteam aus Bonn beim TOP4 vertreten war, nun wurde das Team Baskets Bonn/Köln RAG als sportlicher Aufsteiger auf Anhieb Deutscher U16-Meister.

NBBL-Finale

ALBA BERLIN bezwang im NBBL-Finale vor heimischem Publikum in der Berliner Sömmering-Halle das Team von ratiopharm ulm mit 87:83 (22:20; 25:18; 21:25; 19:20). Topscorer für die Hauptstädter wurde Anton Kemmer mit 16 Punkten, für Ulm kam Teo Milicic auf 26 Zähler.

Der Höhepunkt des TOP4-Wochenendes hielt von Anfang an, was er versprach: Berlin und Ulm agierten in den ersten Minuten höchst intensiv, vor allem in der Verteidigung wurde auf beiden Seiten engagiert gearbeitet. Ein Dreier vom Nevio Bennefeld zum 9:7 (5. Minute) wurde von den ALBA-Fans, die wieder zahlreich die Tribüne unter dem Korb bestückten, frenetisch gefeiert. Ulm ließ sich aber nicht beeindrucken und schlug in Person von Teo Milicic zurück (18:18, 9.). Beim Stand von 22:20 für die Berliner ging es in die erste Viertelpause.

ALBA kam konzentriert aufs Feld zurück, Philipp Hölsken brachte die Hausherren aus der Distanz mit 30:22 in Front. Zwei Dreier von Milo Murray verschafften Ulm wieder Schlagdistanz (31:28, 14.), aber ALBA zeigte insgesamt die reifere Spielanlage. Fin Borczanowski zog erfolgreich zum Korb (37:30, 18.), Matheo Hermann ließ einen Dreier zum 40:32 (18.) und startete die Party im ALBA-Fanblock. Bei Ulm war offensiv nur auf Milicic Verlass (13 Punkte in Halbzeit eins), als Team traf der Vizemeister nur 13 Prozent von Downtown (2/15). Folgerichtig war die Halbzeitführung von 47:38 für die Berliner, bei denen zwölf Spieler in den ersten 20 Minuten zum Einsatz kamen, zehn trugen sich in die Scorerliste ein. Bei Ulm bekamen acht Spieler Einsatzzeit.

Nach dem Seitenwechsel steigerte sich die Intensität noch einmal: Jona Drücke traf einen Dreier zum 56:48, auf der anderen Seite räumte AST-Goldmedaillengewinner Felix Kiehlneker zweimal per Block ab. Dreier Anton Kemmer zum 65:58 (29.), Dreier Yanu Slingerland zum 65:61 nur wenige Sekunden später. Ein feiner Assist von Milicic auf Kiehlneker sorgte für das 65:63, doch Kemmers zweiter Dreier zum 68:63 (20.) sorgte postwendend für Ernüchterung im Ulmer Fanblock. Mit 68:63 für ALBA ging es in das entscheidende Viertel.

Ein Dunk von ALBAs Längstem, Lukas Klein, zum 70:63 eröffnete das Viertel. Ein Traffic Jam von Noah Isichei (76:73) sorgte für Begeisterung im Berliner Fanblock und läutete die intensive Crunchtime ein. Meissa Faye leistete sich nach einem persönlichen noch ein Technisches Foul, auch zwei Dreier von ihm gingen in der Schlussphase daneben. Ulm gab sich aber nicht auf schöpfte durch einen Dreier von Slingerland zum 83:85 noch einmal Hoffnung – erst recht, als Bennefeld 7,9 Sekunden vor Schluss zwei Freiwürfe daneben setzte. Beim Kampf um den Rebound kam der Ball aber zum völlig freistehenden Anton Kemmer unter dem Korb, der zum 87:83 eindrückte. Der Verzweiflungsdreier von Milicic fand nicht sein Ziel – ALBA BERLIN ist Deutscher U19-Meister!