Im Finale den USA knapp unterlegen
Im Finale den USA knapp unterlegen
Die deutschen 3×3-Damen haben beim Auftakt der Women’s Series im chinesischen Chengdu überzeugt. Nach teilweise großartigen Auftritten kamen die vier deutschen Korbjägerinnen auf einen hervorragenden zweiten Platz.
Zum Auftakt gab es eine 17:21-Niederlage gegen Amsterdam. Die Partie lief über weite Strecken ausgeglichen, dann lagen die Niederländerinnen nach knapp fünf Minuten mit zwei Punkten in Front (8:10). Diesen knappen Vorsprung transportierten sie und bauten auf 12:16 aus (8.). Beim 16:18 durch Sarah Polleros eine Minute vor dem Ende keimte noch einmal Hoffnung auf, aber letztlich setzte sich der Gegner durch. Nun stand man vor der zweiten Partie gegen Beijing schon unter Druck, meisterte die Aufgabe aber mit Bravour (21:10). Schnell hieß es 4:0 und dann 12:2, Victoria Poros beendete die Begegnung vorzeitig.
Als Gruppenzweiter traf man im Viertelfinale auf Gruppensieger Australien. Gegen die favorisierten Aussies zeigte Deutschland eine ganz starke Vorstellung und lag nach drei Minuten mit 6:2 in Front, auch beim 15:9 sah alles bestens aus. Das 18:14 (7.) ließ die DBB-Auswahl noch einmal etwas zittern, aber Ama Degbeon brachte den Sieg ins Ziel, Deutschland stand im Halbfinale. Gegen China entwickelte sich dann ein wahres Drama. Bei 12:8-Führung mit etwas mehr als drei Minuten auf der Uhr sah Deutschland schon wie der Sieger aus, aber China kam zwei Sekunden vor dem Ende der regulären Spüielzeit zum 14:14-Ausgleich: Verlängerung. Dort trafen Degbeon und Marie Reichert zum 16:15-Sieg.
Auch das Finale gegen die USA war nichts für schwache Nerven. Deutschland startete gut (4:2, 2,.) und lag auch beim 12:10 nach fünf Minuten und beim 17:14 (7.) noch vorne. Dann aber gehörten die letzten Szenen den Amerikanerinnen, Deutschland wehrte sich bis ganz zum Schluss.
Für Deutschland spielten:
Marie Reichert (5, 7, 4, 5, 4), Victoria Poros (3, 5, 7, 2, 4) Sarah Polleros (3, 4, 4, 3, 4) Ama Degbeon (6, 5, 6, 6, 6).
3×3-Disziplintrainer Hanno Stein zeigte sich sehr erfreut ob des gelungenen Einstiegs: „Wir sind direkt mit einem sehr ordentlichen Ergebnis gestartet. Gegen die USA haben wir das Finale knapp nach großem Kampf verloren. Im ersten Jahr, das für Olympia 2028 in Los Angeles relevant ist, sind wir früh in die Serie eingestiegen und haben nach einem kurzen, aber sehr guten Trainingslager zusammen mit den Chinesinnen hier in Chengdu die dort erarbeitete Spielphilosophie sehr gut umsetzen können. An Ende haben das Finale gegen die USA Kleinigkeiten entschieden. Nun gilt es, sich zur kalibrieren und den Fokus auf den zweiten Stop in Manila auf den Philippinen zu legen. Besonders erfreulich: Marie Reichert hat nach langer Verletzungspause und Rehabilitation ihr Comeback im 3×3 gegeben. Großer Dank an dieser Stelle gebührt allen involvierten Ärzten und Physiotherapeuten, sowie dem Performance Coach des Olympiastützpunkt Niedersachsen um Tayfun Saritas und auch Robert Birkenhagen, welche im Verbund Marie zurück auf den Court begleitet haben.“