Die DBB-Damen bleiben beim Women’s Basketball World Cup 2026 Qualifying Tournament ungeschlagen. In Lyon/FRA gewann die Mannschaft von Bundestrainer Olaf Lange heute ungefährdet gegen die Philippinen mit 113:80 (35:25, 33:23, 29:21, 16:11). Nach einem spielfreien Tag heißt der nächste Gegner am Samstag, 14. März 2026, um 20.30 Uhr Gastgeber Frankreich (ab 20.15 Uhr live und kostenlos bei MagentaSport).

Tonangebend

Lange schonte heute Nyara Sabally. Deutschland begann mit Alexis Peterson, Leonie Fiebich, Alina Hartmann, Frieda Bühner und Emma Eichmeyer. Schnell zeigte sich die klare körperliche Überlegenheit der DBB-Auswahl. Beim 9:2 (3.) nach Punkten von Bühner und Hartmann nahm der Gegner bereits seine erste Auszeit. Die durchweg einen Kopf kleineren Philippinas wehrten sich nach Kräften und versuchten durch Tempo und von außen zum Erfolg zu kommen. Deutschland blieb klar tonangebend und lag nach knapp sechs Minuten mit 18:9 in Front. Wenn man allerdings zu viel Platz gestattete und nicht voll aufmerksam war, hatten die Philippinen Erfolgserlebnisse (18:14, 7.). Emily Bessoir hatte starke Szenen und punktete per Dreier zum 27:16 (9.), aber ganz absetzen konnte sich die deutsche Mannschaft bis zum Viertelende nicht (35:25). Besonders defensiv hatte man einfach zu viel zugelassen.

Defensive Probleme

Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts kam Deutschland offensiv weiter zu leichten Punkten, kassierte aber immer noch den ein oder anderen Punkt zu leicht und zu viel (48:31, 3er Bühner, 14.). Lange hatte bereits alle seine elf Spielerinnen eingesetzt und es war eine einseitige Angelegenheit, die das DBB-Team sowohl im positiven wie im negativen mehr oder weniger alleine bestimmte. Der Dreier von Patricia Broßmann brachte ihr Team erstmals mit mehr als 20 Punkten in Front (55:34, 16.). Die Kritik an der Defensive blieb bis zur Pause (68:48).

Boxscore

Fotos: DBB/Camera 4 | FIBA

500. Fiebich-Punkt

Unabhängig vom großen Vorsprung musste sich etwas an der deutschen Defense ändern. Und zumindest die Körpersprache war jetzt eine andere. Man spürte den Willen der deutschen Mannschaft, den Gegner zu stoppen und keine einfachen Punkte mehr zuzulassen. Das gelang allerdings zunächst nicht. Zugriff auf die sehr beweglichen Philippinas zu bekommen, erwies sich nach wie vor als kompliziert (77:60, 25.). Lange rief sein Team zusammen, er konnte nicht zufrieden sein. Fiebich erzielte ihren 500. Punkt für das Nationalteam, es gelang ein kleiner Lauf (89:62, 27.). Beim 95:65 durch Bessoir waren es dann 30 Punkte Differenz, nach drei Vierteln hieß es 97:69.

Zweiter deutlicher Sieg

Bühner eröffnet das letzte Viertel per Layup durch einen Assist von Hartmann. Kurz darauf knackt Daub die 100 Punkte und erhöht somit auf 101:69 (32.). Beide Teams können in dieser Phase immer wieder mit Steals den Spielfluss der anderen Mannschaft kurz unterbrechen. Die Philippinas finden bessere Abschlüsse und können so auf 104:75 stellen (35.), während Deutschland kaum treffen. Daub kann per Dreier die fast zwei Minuten ohne Punkte wieder unterbrechen (107:75, 36.). Nach einem philippinischen Timeout können diese in zwei schnellen Angriffen punkten. Bessoir trifft aus der Mitteldistanz und kann so wieder die 30-Punkte Führung erspielen (109:79, 37.). In den letzten Minuten treffen beide Teams kaum. Bessoir legt mit den letzten Punkten zum Endstand: 113:80.

„Die Mädels spielen gut zusammen“

Frieda Bühner: „An den Basketball von asiatischen Teams sind wir nicht gewöhnt. Man muss viel laufen. Also morgen wird man das Spiel auf jeden Fall spüren. Samstag gegen Frankreich wird es auf jeden Fall schwer. Es ist ein sehr physisches Team mit starken Spielerinnen. Wir müssen uns aber nicht verstecken. Wir haben auch Waffen und können das gewinnen.“

Olaf Lange: „80 Punkte können wir nicht zulassen. Die Defense war nicht gut heute, aber offensiv haben wir gut gespielt.  Die Ballbewegung ist super. Die Mädels spielen gut zusammen. Das Spacing wird auch immer besser. Wir haben jetzt zwei Spiele mit unserem neuen System gespielt. Gegen Frankreich am Samstag müssen wir gucken, wie wir unser Spiel spielen können, offensiv und defensiv.“

Name Punkte Verein
Alexis Peterson 10 ESB Villeneuve d’Ascq/FRA
Alexandra Wilke 13 Rutronik Stars Keltern
Jennifer Crowder 3 Herner TC
Leonie Fiebich 12 Valencia/ESP|New York Liberty/WNBA
Emma Eichmeyer 4 Saarlouis Royals
Alina Hartmann 8 ALBA BERLIN
Britta Daub 16 Eisvögel USC Freiburg
Frieda Bühner 19 Movistar Estudiantes Madrid/ESP
Emily Bessoir 25 Lointek Gernika Bizkaia/ESP
Nina Rosemeyer 0 ALBA BERLIN
Patricia Broßmann 3 ASD Basket Costa Masnaga/ITA