Von der Gründung des Deutschen Basketball Bundes (DBB) 1949 und der Premiere des Albert Schweitzer Turniers 1958 über die ersten Medaillen in den 1980er-Jahren bis hin zur Wiedervereinigung und den seither errungenen Erfolgen: Die Geschichte des DBB ist reichhaltig – auf und neben dem Parkett. Anlässlich des 75-jährigen Jubiläums des Verbandes blicken wir Dekade für Dekade zurück auf ausgewählte Meilensteine der deutschen Basketball-Historie.

Diese subjektive Auswahl erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Der geschichtliche Teil des DBB-Jahrbuchs liefert darüber hinaus eine noch detailliertere Übersicht über das Geschehen seit der Gründung am 01. Oktober 1949 in Düsseldorf.

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Jahre

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A-Länderspiele

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Medaillen

Die 1950er-Jahre:

Gründung und erste Schritte

Gründung des Deutschen Basketball Bundes am 01. Oktober 1949 in Düsseldorf. Erster DBB-Präsident Siegfried Reiner sitzend 3. von rechts, sein zweiter Vorsitzender Hermann Niebuhr sitzend 2. von rechts.
Foto: DBB-Archiv
Die erste und einzige gesamtdeutsche Mannschaft (während der Zeit, in der es BRD und DDR gab) beim Einmarsch in das Dinamo-Stadion bei der Europameisterschaft 1953 in Moskau.
Foto: DBB-Archiv

1. Oktober 1949 Gründung des DBB in Düsseldorf

1953 Gesamtdeutsches Herren-Team bei der EM in Moskau

1958 1. Albert Schweitzer Turnier in Mannheim

 

Die 1960er-Jahre:

DBV-Damen mit Edelmetall!

Die Damen des DBV holen bei der EM 1966 Bronze. Kapitänin Jutta Schmidt bei der Siegerehrung.
Foto: DBB-Archiv

1966 DBV-Damen holen EM-Bronze

1967 DBV-Damen werden WM-Vierter in Prag

1969 Zentrale Spielerpasskartei in der DBB-Geschäftsstelle

Die 1970er-Jahre:

Im Zeichen der fünf Ringe

Holger Geschindner bei den Olympischen Spielen 1972 im Spiel gegen Australien.
Foto: DBB-Archiv

1971 Herren-EM in Essen und Böblingen

1972 Olympische Spiele in München

1974 Start von „Jugend trainiert für Olympia“

1975 Start der eingleisige ersten Herren-Bundesliga

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Olympia-Teilnahmen

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EM- bzw. WM-Turniere in Deutschland

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A-Nationalspieler:innen

Die 1980er-Jahre:

Erfolge geben Aufwind

Bronze-Medaille der „DBB-Studenten“ bei der Universiade 1989 in Duisburg.
Foto: DBB-Archiv

1981 Erste Medaille für den DBB-Kadetten holen EM-Bronze in Saloniki

1983/86 Agon Düsseldorf wird Zweiter im Europapokal der Landesmeister

1985 Herren-EM in Leverkusen, Karlsruhe und Stuttgart

1989 adh-Herren gewinnen Universiade-Bronze

Die 1990er-Jahre:

Gemeinsam nach vorne

Die historische Stunde deutscher Basketball-Geschichte. Die Präsidenten von Ost und West unterzeichnen eine 18-Punkte-Zusammenarbeits-Erklärung. Von links: Dr. Gerhard Eicheler (DBV-Vizepräsident), Manfred Ströher (DBB-Präsident), Gerd Hofmann (DBV-Präsident), Walther Tröger (DBB-Vizepräsident).
Foto: DBB-Archiv

1990 Wiedervereinigung DBB-DBV

1993 DBB-Herren holen EM-Gold in München

1995 ALBA gewinnt den Korac-Cup

1996 BTV Wuppertal gewinnt den Europapokal der Landesmeister (1997 – Zweiter)

1997 DBB-Damen gewinnen EM-Bronze in Ungarn

1997 Erster Grundlagenvertrag regelt die künftige Zusammenarbeit von DBB und BBL

1998 Damen-Weltmeisterschaft in Deutschland

Die 2000er-Jahre:

Die Ära Nowitzki

Olympia Peking 2008 – Eröffnungsfeier, Fahnenträger fur das Deutsche Team: Dirk Nowitzki.
Foto: DBB/Camera 4

2002 WM-Bronze DBB-Herren in Indianapolis

2005 EM-Silber DBB-Herren in Serbien

2008 DBB-Herren bei den Olympischen Spielen in Peking

Die 2010er-Jahre:

Nachwuchs im Medaillen-Rausch

Europameister 2018! Die DBB-U18-Mädchen holen sich den Titel im italienischen Udine.
Foto: FIBA

2010 U17-WM in Hamburg

2015 Eurobasket Herren Vorrunde in Berlin

2015 A2-Herren gewinnen Universiade-Silber in Gwangju

2016 U18-Jungen gewinnen erstmals AST

2016 U16-Mädchen gewinnen EM-Silber in Udine

2017 Aufnahme von 3×3 ins Olympische Programm

2018 U18-Jungen verteidigen den AST-Titel

2018 U18-Mädchen gewinnen EM-Gold in Udine

2018 U20-Herren gewinnen EM-Bronze in Chemnitz

2019 U20-Herren gewinnen EM-Bronze in Israel

2019 U18-3×3-Mädchen holen EM-Silber

Erster Triumph einer deutschen Mannschaft beim Albert Schweitzer Turnier 2016 in Mannheim.
Foto: DBB
Feierliche Zeremonie bei der EuroBasket 2022 in Köln: Das Trikot von Dirk Nowitzki mit der Nummer 14 wird künftig nicht mehr vergeben.
Foto: DBB/Camera 4
Gold für die deutschen 3×3-Damen bei Olympia 2024 in Paris.
Foto: DBB/Sevastos

Die 2020er-Jahre:

Angekommen in der Weltspitze

Deutschland ist Basketball-Weeltmeister 2023!
Foto: DBB/Camera 4

2020/2021 Die EM-Qualifikation Damen und Herren findet in sogenannten „Bubbles“ statt.

2021 3×3-U17-Mädchen gewinnen EM-Silber in Lissabon

2021 3×3-Damen gewinnen EM-Silber in Paris

2022 Am ersten Spieltag der EuroBasket in Köln wird das Nationalmannschaftstrikot von Dirk Nowitzki mit der Nummer 14 feierlich „aus dem Verkehr gezogen“

2022 Herren gewinnen EM-Bronze in Deutschland

2022 3×3-U18-Mädchen gewinnen WM-Silber in Ungarn

2022 3×3-U17-Jungen gewinnen EM-Gold

2023 U18-Jungen gewinnen EM-Bronze in Serbien

2023 3×3-U17-Mädchen gewinnen EM-Bronze auf Kreta

2023 3×3-U23-Herren gewinnen WM-Bronze in Polen

2023 3×3-U18-Jungen gewinnen WM-Gold

2023 Herren gewinnen WM-Gold in Manila/Philipppinen

2024 U18-Jungen gewinnen EM-Gold in Finnland

2024 3×3-Damen gewinnen Olympia-Gold in Paris

2024 3×3-U23-Herren gewinnen WM-Gold in der Mongolei

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Goldmedaillen

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Silbermedaillen

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Bronzemedaillen

1993

Herren: EM in Deutschland

2018

U18-Mädchen: EM in Italien

2022

3×3-U17-Jungen: Europe Cup in Athen

2023

3×3-U18-Jungen: World Cup in Ungarn

Herren: WM in Okinawa/Japan und Manila/Philipppinen

2024

U18-Jungen: EM in Finnland

3×3-Damen: Olympische Spiele in Paris

3×3-U23-Herren: WM in der Mongolei

2005

Herren-EM in Serbien

2015

A2-Herren Universiade in Südkorea

2016

U16-Mädchen: EM in Italien

2019

3×3 U18-Mädchen: Europe Cup in Ungarn

2021

3×3-Damen: Europe Cup in Paris

3×3-U17-Mädchen: Europe Cup in Lissabon

2022

3×3-U18-Mädchen: World Cup in Ungarn

 

1966

Damen-EM in Rumänien (DBV)

1981

EM Kadetten in Griechenland

1983

EM Kadetten in Deutschland

1989

A2-Herren Universiade in Deutschland

1997

Damen-EM in Ungarn

2002

Herren-WM in den USA

2018

EM U20-Herren in Deutschland

2019

EM U20-Herren in Israel

2022

Herren-EM in Deutschland

2023

EM U18-Jungen in Serbien

3×3-U17-Mädchen: Europe Cup auf Kreta

3×3-U23-Herren: World Cup in Polen

DBB-Präsidenten

Dr. Siegfried Reiner
(1949-1953, † 1982)

Reiner (damals noch unter dem Nachnamen Reischieß) zählte bei den Olympischen Sommerspielen 1936 in Berlin zum Aufgebot der deutschen Basketballnationalmannschaft. Er gehörte – mittlerweile unter dem Nachnamen Reiner – zu den Gründern der „Gesellschaft zur Förderung des Basketballspiels in Deutschland“, die der Vorläufer des 1949 gebildeten Deutschen Basketball Bundes (DBB) war. Reiner wurde 1949 erster DBB-Vorsitzender. Vom DBB und vom Bayerischen Basketball-Verband wurde ihm jeweils die Goldene Ehrennadel verliehen, 1976 wurde Reiner mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Gerhard-Nacke-Erich
(1953-1964, † 1984)

Nacke-Erich kam über Hermann Niebuhr mit Basketball in Berührung Er war war 1948 Mitgründer des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes und leitete von 1952 bis 1954 den Westdeutschen Basketball-Verband als Präsident. Im Juni 1953 wurde Nacke-Erich Präsident des Deutschen Basketball Bundes (DBB), Er wurde 1964 zum DBB-Ehrenmitglied ernannt. Nacke-Erich erhielt unter anderem das Bundesverdienstkreuz sowie die Goldenen Ehrennadel des Deutschen Basketball Bundes, des Westdeutschen Basketball-Verbandes und der Deutschen Olympischen Gesellschaft.

Hans-Joachim Höfig
(1964-1973, † 2006)

Hans-Joachim Höfig gehörte 1951 zu den Gründungsmitgliedern der Basketballabteilung des SSV Hagen. Er war von 1958 bis 1964 Präsident des Westdeutschen Basketball-Verbandes. Von 1964 bis 1973 war er Präsident und seit 1986 Ehrenpräsident des Deutschen Basketball Bundes (DBB).
Seit 2007 heißt die DBB-Bundesgeschäftsstelle in Hagen-Wehringhausen zu seinen Ehren Hans-Joachim-Höfig-Haus.

Anton Kartak
(1973-1984, † 2011)

1947 gründete der vielfach sportlich tätige Anton Kartak (u.a. Eishockey) die Basketballabteilung im Heidelberger Turnerbund (HTB). Später wurde er auch Vorsitzender des USC Heidelberg. Er gehörte zu den Gründern des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes (ADH). 1973 in Lübeck wurde Anton Kartak zum vierten Präsidenten des Deutschen Basketball Bundes gewählt. Kartak war Mitglied der technischen Kommission des Basketball-Weltverbandes FIBA und im Ältestenrat des NOK für Deutschland. Er wurde mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet, ebenso mit der Goldenen Ehrennadel des DBB. Außerdem erhielt er das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und wurde Ehrenmitglied sowie Ehrenpräsident des DBB.

Manfred Ströher
(1984-1994)

Als Mitglied der ältesten Basketballabteilung Deutschlands des VfL 1848 Bad Kreuznach wurde der nur 26-jährige Manfred Ströher 1963 in das Amt des DBB-Schiedsrichterwartes und somit in das Präsidium des Deutschen Basketball Bundes gewählt. Er gestaltete erfolgreich die Olympischen Sommerspiele 1972 in München mit. 1984 wurde Ströher zum 5. DBB-Präsidenten gewählt. Dieses Amt hatte er bis 1994 inne. Auch international erwarb er sich rasch einen Namen, so in der Technischen Kommission des Basketballweltverbandes FIBA, der Ströher von 1964 bis 1980 angehörte. Des Weiteren war er u.a. FIBA-Schatzmeister und Mitglied des FIBA-Central-Boards (Weltvorstand). Manfred Ströher ist Träger der Goldenen Ehrennadel des DBB sowie Träger des DBB-Ehrenringes und wurde zum DBB-Ehrenpräsidenten und DBB-Ehrenmitglied ernannt. 1998 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande. Außerdem erhielt Ströher u.a. den höchsten Verdienstorden der FIBA, den „FIBA Order of Merit“.

Roland Geggus
(1994-2006, † 2011)

Geggus wirkte in verschiedenen Kommissionen beim Weltverband FIBA sowie dem Kontinentalverband FIBA Europa und gehörte auch zwischenzeitlich dem Bundesvorstand Breitensport im Deutschen Sportbund an. Nach Abschluss seiner Tätigkeit als DBB-Präsident wurde Geggus 2006 zum Ehrenpräsidenten des Deutschen Basketball Bundes ernannt und erhielt neben dem Ehrenring des DBB auch das Bundesverdienstkreuz am Bande. Geggus war 1976/77 war er Assistent von Trainer Hans Leciejewski beim damaligen deutschen Rekordmeister der Herren, dem USC Heidelberg, und übernahm beim Double-Gewinner das Amt des hauptamtlichen Trainers in der folgenden Spielzeit (bis 1980). Als Funktionär wurde Geggus 1988 als Vizepräsident für Freizeit- und Breitensport beim Bundesverband DBB gewählt. Sechs Jahre später wurde er 1994 zum Präsidenten des Deutschen Basketball Bundes gewählt. In seiner Amtszeit setzte er sich u.a stark für die Ausrichtung der Basketball-Weltmeisterschaft der Damen in Deutschland ein.

Ingo Weiss
(seit 2006)

Schon im Jugendalter war Ingo Weiss 1978 in verschiedenen Funktion für den UBC Münster tätig. Im Westdeutschen Basketball-Verband war Weiss ab 1987 bis 1994 Fachwart für Jugend- und Schulsport, im Vorfeld und während der Basketball-Weltmeisterschaft der Damen 1998 war er im Rahmen des Organisationskomitees leitend für den Spielort Münster zuständig. Er studierte Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Münster und ist seit 1993 beim Hochschulsport der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster angestellt. Ab 2002 war Weiss Vorsitzender der Deutschen Sportjugend und blieb bis 2016 im Amt. Beim Bundestag des DBB 2006 wurde er zum siebten DBB-Präsidenten gewählt und ist seitdem im Amt. Ab 2010 wirkte Weiss in verschiedenen Funktionen bei FIBA und FIBA Europa. Im August 2014 wurde er zum Schatzmeister des Basketballweltverbandes FIBA gewählt. Der Westdeutsche Basketball-Verband verlieh Weiss für dessen langjährige Tätigkeit die Goldene Ehrennadel des WBV. Im Dezember 2016 wurde Weiss zum DOSB-Ehrenmitglied gewählt. Im November 2018 wurde er ins Amt des Sprechers der Konferenz der Spitzensportverbände gewählt. Im Januar 2020 wurde Weiss mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (Bundesverdienstkreuz) ausgezeichnet.

Rekord Nationalspieler:innen

Damen TOP 10

Martina Kehrenberg – 226 Länderspiele

Marlies Askamp – 190

Heike Roth – 172

Anne Delafosse (Breitreiner) – 165

Andrea Harder – 161

Karin Lustgart (DBV) – 160

Dorothea Richter – 159

Petra Kremer (Kehrenberg) – 158

Tina Ishaque (Pohl) – 145

Andrea Hohl – 132

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Martina Kehrenberg bei der EM 1997 in Ungarn im Spiel gegen Russland.
Foto: DBB-Archiv
Patrick Femerling bei der EM 2009 in Polen im Spiel gegen Lettland.
Foto: DBB/Camera 4

Herren TOP 11

Patrick Femerling – 221

Hans-Jürgen Gnad – 181

Henrik Rödl – 178

Jürgen Wohlers – 174

Ademola Okulaja – 172

Michael Pappert – 169

Henning Harnisch – 169

Robin Benzing – 167

Stephen Arigbabu – 166

Herbert Kulik (DBV) – 156

Dirk Nowitzki – 153

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Anmerkung

Angesichts der lückenhaften Erfassung der Länderspiele in den ersten Jahrzehnten können wir keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Sollten wir daher Spieler:innen fälschlicherweise hier nicht aufgeführt haben, bitten wir um Entschuldigung.