Historische Entwicklung des DBB und ausgesuchte Meilensteine
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Historische Entwicklung des DBB und ausgesuchte Meilensteine
Von der Gründung des Deutschen Basketball Bundes (DBB) 1949 und der Premiere des Albert Schweitzer Turniers 1958 über die ersten Medaillen in den 1980er-Jahren bis hin zur Wiedervereinigung und den seither errungenen Erfolgen: Die Geschichte des DBB ist reichhaltig – auf und neben dem Parkett. Anlässlich des 75-jährigen Jubiläums des Verbandes blicken wir Dekade für Dekade zurück auf ausgewählte Meilensteine der deutschen Basketball-Historie.
Diese subjektive Auswahl erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Der geschichtliche Teil des DBB-Jahrbuchs liefert darüber hinaus eine noch detailliertere Übersicht über das Geschehen seit der Gründung am 01. Oktober 1949 in Düsseldorf.



1. Oktober 1949 Gründung des DBB in Düsseldorf
1953 Gesamtdeutsches Herren-Team bei der EM in Moskau
1958 1. Albert Schweitzer Turnier in Mannheim

1966 DBV-Damen holen EM-Bronze
1967 DBV-Damen werden WM-Vierter in Prag
1969 Zentrale Spielerpasskartei in der DBB-Geschäftsstelle

1971 Herren-EM in Essen und Böblingen
1972 Olympische Spiele in München
1974 Start von „Jugend trainiert für Olympia“
1975 Start der eingleisige ersten Herren-Bundesliga

1981 Erste Medaille für den DBB-Kadetten holen EM-Bronze in Saloniki
1983/86 Agon Düsseldorf wird Zweiter im Europapokal der Landesmeister
1985 Herren-EM in Leverkusen, Karlsruhe und Stuttgart
1989 adh-Herren gewinnen Universiade-Bronze

1990 Wiedervereinigung DBB-DBV
1993 DBB-Herren holen EM-Gold in München
1995 ALBA gewinnt den Korac-Cup
1996 BTV Wuppertal gewinnt den Europapokal der Landesmeister (1997 – Zweiter)
1997 DBB-Damen gewinnen EM-Bronze in Ungarn
1997 Erster Grundlagenvertrag regelt die künftige Zusammenarbeit von DBB und BBL
1998 Damen-Weltmeisterschaft in Deutschland

2002 WM-Bronze DBB-Herren in Indianapolis
2005 EM-Silber DBB-Herren in Serbien
2008 DBB-Herren bei den Olympischen Spielen in Peking

2010 U17-WM in Hamburg
2015 Eurobasket Herren Vorrunde in Berlin
2015 A2-Herren gewinnen Universiade-Silber in Gwangju
2016 U18-Jungen gewinnen erstmals AST
2016 U16-Mädchen gewinnen EM-Silber in Udine
2017 Aufnahme von 3×3 ins Olympische Programm
2018 U18-Jungen verteidigen den AST-Titel
2018 U18-Mädchen gewinnen EM-Gold in Udine
2018 U20-Herren gewinnen EM-Bronze in Chemnitz
2019 U20-Herren gewinnen EM-Bronze in Israel
2019 U18-3×3-Mädchen holen EM-Silber




2020/2021 Die EM-Qualifikation Damen und Herren findet in sogenannten „Bubbles“ statt.
2021 3×3-U17-Mädchen gewinnen EM-Silber in Lissabon
2021 3×3-Damen gewinnen EM-Silber in Paris
2022 Am ersten Spieltag der EuroBasket in Köln wird das Nationalmannschaftstrikot von Dirk Nowitzki mit der Nummer 14 feierlich „aus dem Verkehr gezogen“
2022 Herren gewinnen EM-Bronze in Deutschland
2022 3×3-U18-Mädchen gewinnen WM-Silber in Ungarn
2022 3×3-U17-Jungen gewinnen EM-Gold
2023 U18-Jungen gewinnen EM-Bronze in Serbien
2023 3×3-U17-Mädchen gewinnen EM-Bronze auf Kreta
2023 3×3-U23-Herren gewinnen WM-Bronze in Polen
2023 3×3-U18-Jungen gewinnen WM-Gold
2023 Herren gewinnen WM-Gold in Manila/Philipppinen
2024 U18-Jungen gewinnen EM-Gold in Finnland
2024 3×3-Damen gewinnen Olympia-Gold in Paris
2024 3×3-U23-Herren gewinnen WM-Gold in der Mongolei
Herren: EM in Deutschland
U18-Mädchen: EM in Italien
3×3-U17-Jungen: Europe Cup in Athen
3×3-U18-Jungen: World Cup in Ungarn
Herren: WM in Okinawa/Japan und Manila/Philipppinen
U18-Jungen: EM in Finnland
3×3-Damen: Olympische Spiele in Paris
3×3-U23-Herren: WM in der Mongolei
Herren-EM in Serbien
A2-Herren Universiade in Südkorea
U16-Mädchen: EM in Italien
3×3 U18-Mädchen: Europe Cup in Ungarn
3×3-Damen: Europe Cup in Paris
3×3-U17-Mädchen: Europe Cup in Lissabon
3×3-U18-Mädchen: World Cup in Ungarn
Damen-EM in Rumänien (DBV)
EM Kadetten in Griechenland
EM Kadetten in Deutschland
A2-Herren Universiade in Deutschland
Damen-EM in Ungarn
Herren-WM in den USA
EM U20-Herren in Deutschland
EM U20-Herren in Israel
Herren-EM in Deutschland
EM U18-Jungen in Serbien
3×3-U17-Mädchen: Europe Cup auf Kreta
3×3-U23-Herren: World Cup in Polen

Reiner (damals noch unter dem Nachnamen Reischieß) zählte bei den Olympischen Sommerspielen 1936 in Berlin zum Aufgebot der deutschen Basketballnationalmannschaft. Er gehörte – mittlerweile unter dem Nachnamen Reiner – zu den Gründern der „Gesellschaft zur Förderung des Basketballspiels in Deutschland“, die der Vorläufer des 1949 gebildeten Deutschen Basketball Bundes (DBB) war. Reiner wurde 1949 erster DBB-Vorsitzender. Vom DBB und vom Bayerischen Basketball-Verband wurde ihm jeweils die Goldene Ehrennadel verliehen, 1976 wurde Reiner mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Nacke-Erich kam über Hermann Niebuhr mit Basketball in Berührung Er war war 1948 Mitgründer des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes und leitete von 1952 bis 1954 den Westdeutschen Basketball-Verband als Präsident. Im Juni 1953 wurde Nacke-Erich Präsident des Deutschen Basketball Bundes (DBB), Er wurde 1964 zum DBB-Ehrenmitglied ernannt. Nacke-Erich erhielt unter anderem das Bundesverdienstkreuz sowie die Goldenen Ehrennadel des Deutschen Basketball Bundes, des Westdeutschen Basketball-Verbandes und der Deutschen Olympischen Gesellschaft.

Hans-Joachim Höfig gehörte 1951 zu den Gründungsmitgliedern der Basketballabteilung des SSV Hagen. Er war von 1958 bis 1964 Präsident des Westdeutschen Basketball-Verbandes. Von 1964 bis 1973 war er Präsident und seit 1986 Ehrenpräsident des Deutschen Basketball Bundes (DBB).
Seit 2007 heißt die DBB-Bundesgeschäftsstelle in Hagen-Wehringhausen zu seinen Ehren Hans-Joachim-Höfig-Haus.

1947 gründete der vielfach sportlich tätige Anton Kartak (u.a. Eishockey) die Basketballabteilung im Heidelberger Turnerbund (HTB). Später wurde er auch Vorsitzender des USC Heidelberg. Er gehörte zu den Gründern des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes (ADH). 1973 in Lübeck wurde Anton Kartak zum vierten Präsidenten des Deutschen Basketball Bundes gewählt. Kartak war Mitglied der technischen Kommission des Basketball-Weltverbandes FIBA und im Ältestenrat des NOK für Deutschland. Er wurde mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet, ebenso mit der Goldenen Ehrennadel des DBB. Außerdem erhielt er das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und wurde Ehrenmitglied sowie Ehrenpräsident des DBB.

Als Mitglied der ältesten Basketballabteilung Deutschlands des VfL 1848 Bad Kreuznach wurde der nur 26-jährige Manfred Ströher 1963 in das Amt des DBB-Schiedsrichterwartes und somit in das Präsidium des Deutschen Basketball Bundes gewählt. Er gestaltete erfolgreich die Olympischen Sommerspiele 1972 in München mit. 1984 wurde Ströher zum 5. DBB-Präsidenten gewählt. Dieses Amt hatte er bis 1994 inne. Auch international erwarb er sich rasch einen Namen, so in der Technischen Kommission des Basketballweltverbandes FIBA, der Ströher von 1964 bis 1980 angehörte. Des Weiteren war er u.a. FIBA-Schatzmeister und Mitglied des FIBA-Central-Boards (Weltvorstand). Manfred Ströher ist Träger der Goldenen Ehrennadel des DBB sowie Träger des DBB-Ehrenringes und wurde zum DBB-Ehrenpräsidenten und DBB-Ehrenmitglied ernannt. 1998 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande. Außerdem erhielt Ströher u.a. den höchsten Verdienstorden der FIBA, den „FIBA Order of Merit“.

Geggus wirkte in verschiedenen Kommissionen beim Weltverband FIBA sowie dem Kontinentalverband FIBA Europa und gehörte auch zwischenzeitlich dem Bundesvorstand Breitensport im Deutschen Sportbund an. Nach Abschluss seiner Tätigkeit als DBB-Präsident wurde Geggus 2006 zum Ehrenpräsidenten des Deutschen Basketball Bundes ernannt und erhielt neben dem Ehrenring des DBB auch das Bundesverdienstkreuz am Bande. Geggus war 1976/77 war er Assistent von Trainer Hans Leciejewski beim damaligen deutschen Rekordmeister der Herren, dem USC Heidelberg, und übernahm beim Double-Gewinner das Amt des hauptamtlichen Trainers in der folgenden Spielzeit (bis 1980). Als Funktionär wurde Geggus 1988 als Vizepräsident für Freizeit- und Breitensport beim Bundesverband DBB gewählt. Sechs Jahre später wurde er 1994 zum Präsidenten des Deutschen Basketball Bundes gewählt. In seiner Amtszeit setzte er sich u.a stark für die Ausrichtung der Basketball-Weltmeisterschaft der Damen in Deutschland ein.

Schon im Jugendalter war Ingo Weiss 1978 in verschiedenen Funktion für den UBC Münster tätig. Im Westdeutschen Basketball-Verband war Weiss ab 1987 bis 1994 Fachwart für Jugend- und Schulsport, im Vorfeld und während der Basketball-Weltmeisterschaft der Damen 1998 war er im Rahmen des Organisationskomitees leitend für den Spielort Münster zuständig. Er studierte Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Münster und ist seit 1993 beim Hochschulsport der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster angestellt. Ab 2002 war Weiss Vorsitzender der Deutschen Sportjugend und blieb bis 2016 im Amt. Beim Bundestag des DBB 2006 wurde er zum siebten DBB-Präsidenten gewählt und ist seitdem im Amt. Ab 2010 wirkte Weiss in verschiedenen Funktionen bei FIBA und FIBA Europa. Im August 2014 wurde er zum Schatzmeister des Basketballweltverbandes FIBA gewählt. Der Westdeutsche Basketball-Verband verlieh Weiss für dessen langjährige Tätigkeit die Goldene Ehrennadel des WBV. Im Dezember 2016 wurde Weiss zum DOSB-Ehrenmitglied gewählt. Im November 2018 wurde er ins Amt des Sprechers der Konferenz der Spitzensportverbände gewählt. Im Januar 2020 wurde Weiss mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (Bundesverdienstkreuz) ausgezeichnet.
Martina Kehrenberg – 226 Länderspiele
Marlies Askamp – 190
Heike Roth – 172
Anne Delafosse (Breitreiner) – 165
Andrea Harder – 161
Karin Lustgart (DBV) – 160
Dorothea Richter – 159
Petra Kremer (Kehrenberg) – 158
Tina Ishaque (Pohl) – 145
Andrea Hohl – 132


Patrick Femerling – 221
Hans-Jürgen Gnad – 181
Henrik Rödl – 178
Jürgen Wohlers – 174
Ademola Okulaja – 172
Michael Pappert – 169
Henning Harnisch – 169
Robin Benzing – 167
Stephen Arigbabu – 166
Herbert Kulik (DBV) – 156
Dirk Nowitzki – 153
Anmerkung
Angesichts der lückenhaften Erfassung der Länderspiele in den ersten Jahrzehnten können wir keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Sollten wir daher Spieler:innen fälschlicherweise hier nicht aufgeführt haben, bitten wir um Entschuldigung.