Die deutschen 3×3-Damen haben auch beim zweiten Stop der Women’s Series in Manila/Philippinen einen guten Eindruck hinterlassen. Nach Platz zwei beim Auftakt kam das Team von Disziplintrainer Hanno Stein in der großartigen Mall of Asia bis ins Halbfinale, wo man gegen Litauen den Kürzeren zog.

Zum Auftakt gab es eine recht deutliche 12:21-Niederlage gegen die USA, denen man schon im Finale von Manila ganz knapp unterlegen war. Bis zum 6:5 nach drei Minuten durch Sarah Polleros lief es sehr gut im deutschen Team. Dann begaben sich die USA auf einen 7:1-Lauf (7:12, 6.), den Victoria Poros noch mit einem Zweier stoppen konnte. Doch anschließend zog der Gegner davon (10:19, 8.) und war nicht mehr einzuholen.

Im zweiten Gruppenspiel gegen Gastgeber Philippinen überragte Marie Reichert mit sechs Punkten und elf Rebounds. In einer zähen Partie ging Deutschland nach schon acht Minuten durch Ama Degbeon mit 12:5 in Führung. Die Partie war entschieden und in der kurzen verbliebenen Spielzeit kamen die Philippinen nur noch zu einer leichten Resultatsverbesserung (14:9).

Wieder im Halbfinale

Als Gruppenzweiter traf man im Viertelfinale auf Beijing. Und da sah es nach ordentlichem Start (3:1, 2.) besonders durch einige schöne Aktionen von Ama Degbeon zunächst recht gut aus. Dann übernahm der Gegner eindeutig das Geschehen. Deutschland wirkte einige Minuten lang unaufmerksam und musste Beijing davon ziehen lassen (5:10, 5.). Doch anschließend kämpfte man sich in die Partie hinein und eine nun stärker werdende Reichert besorgte per „and one“ den 10:11-Anschluss (6.). Sie war auch für die 14:13-Führung verantwortlich. Beijig fand keine Antworten mehr und spätestens nach dem 17:13 durch Polleros war die Partie entschieden, Endstand 18:13.

Im Halbfinale kam es zum Aufeinandertreffen mit den ungeschlagenen Litauerinnen. Bevor das Spiel so richtig begonnen hatte, sah sich Deutschland schon einem 0:8-Rückstand gegenüber (2.). Beim Gegner fiel alles und erst Poros konnte mit einem Lay-up für die DBB-Auswahl punkten. Anschließend kam man besser ins Spiel und auch mehrfach auf fünf Punkte heran (5:10, 9:14). Doch die deutschen Zweiversuche verfehlten bis zum 11:16 durch Poros (8.) allesamt den Korb und man musste Litauen völlig verdient den Sieg überlassen (12:21).

Für Deutschland spielten:

Marie Reichert (3, 6, 7, 3), Victoria Poros (4, 3, 3, 4)   Sarah Polleros (2, 1, 3, 3)  Ama Degbeon (3, 4, 5, 2).

„Unterm Strich sehr gut“

3×3-Disziplintrainer Hanno Stein: „Die Litauerinnen haben extrem treffsicher agiert ud verdient gewonnen. Wir haben einen schwierigen Tag eins gehabt. Gegen die USA war nicht viel zu holen, deren Athletik und Physis ist schon beeindruckend. Gegen die Philippinen haben wir es aber aus der Gruppe geschafft. Gegen Beijing haben wir dann auf dem Level von Chengdu gespielt, da war so unsere deutsche 3×3-DNA zu erkennen, gerade auch defensiv. Unterm Strich war unser Asien-Trip sehr gut. Wir haben fleißig Punkte sammeln können, das Trainingslager in China hat einen super Grundstock gelegt und die Spielpraxis auf dem Level hat uns sehr geholfen. Vielen Dank an unsere chinesischen Gastgeber. Jetzt reisen wir zurück nach Hannover und haben eine ganze Menge Sachen im Gepäck, an denen wir arbeiten werden.“