Großartiger Erfolg für die deutschen 3×3-Damen! Beim Auftakt der FIBA 3×3 Women’s Series in Tel Aviv/ISR setzte sich die deutsche Mannschaft mit nur drei Spielerinnen im Finale mit 17:14 gegen Litauen durch und holte sich den Titel. Die DBB-Auswahl musste kurzfristig auf Emma Eichmeyer (Girolive Panthers Osnabrück) verzichten und ging in Israel mit Sonja Greinacher (Team Bundeswehr | Bundesstützpunkt Hannover), Luana Rodefeld (Team Bundeswehr | Bundesstützpunkt Hannover) und Alexandra Wilke (BC Pharmaserv Marburg) an den Start.

Zum Start der Vorrunde ging es erstmals gegen Litauen. Bis zum 6:6 (4.) verlief die Partie völlig ausgeglichen. Dann setzte sich der Gegner auf 6:9 (5.) und 8:12 (7.) ab. Sonja Greinacher brachte ihr Team etwas mehr als eine Minute vor dem Ende auf 12:14 heran, aber letztlich setzten sich die Litauerinnen mit 17:14 durch. So stand das Team gegen Spanien bereits unter Druck. Die Spanierinnen lagen die ersten Minuten durchweg leicht in Führung, bis Luana Rodefeld das 9:9 besorgte (6.). Spanien zog wieder leicht davon, dann hieß es kurz vor Schluss 15:15. Rodefeld war es schließlich, die die DBB-Auswahl mit einem „and one“ mit der Schlusssirene zum Sieg warf (17:15).

Im Viertelfinale gegen die Niederlande spürte man die schwindenden Kräfte, aber der Kampfgeist blieb ungebrochen. In einer ganz engen Partie stand es eine Minute vor dem Ende 8:8, ehe zwei Freiwürfe von Rodefeld für den deutschen Sieg sorgten (10:8). Auch die favorisierten Französinnen bedeuteten im Halbfinale nicht die Endstation. Beim 4:7 nach zweieinhalb Minuten musste man um die deutsche Mannschaft bangen, aber drei Minuten später führte Deutschland mit 11:10. Es blieb unglaublich spannend, bis Greinacher endgültig für den umjubelten Sieg sorgte (20:17).

Das Finale gegen Litauen war ein Spiegelbild der Spiele zuvor: Ein Kampf auf Augenhöhe, ohne dass sich ein Team weit absetzen konnte. Tolle Punkte von Greinacher und zwei späte Dreier von Rodefeld und Wilke bedeuteten schließlich den sensationellen Turniersieg (17:14). Völlig ausgepumpt lagen sich die deutschen Damen in den Armen.

„Das ist phänomenal, was unsere Spielerinnen hier abgerissen haben. Über das Turnier sind wir immer besser geworden, die Spielerinnen sind teilweise über sich hinausgewachsen und haben sich vor allem heute in den KO-Spielen sehr gut an den game plan gehalten. Jetzt sind sie natürlich vollkommen platt. Alex Wilke, die ihren ersten Women’s Series Stop gespielt hat, ist super integriert worden, Sonja Greinacher ist vollkommen zurecht MVP geworden, aber auch Luana Rodefeld hat das ganze Ding taktisch super zusammengehalten. Es hat unfassbar viel Spaß gemacht und das haben sich die Spielerinnen sooo verdient! Das zeigt, dass wir auf einem guten Weg und auch zu dritt zu solchen Energieleistungen fähig sind. Heute Abend wird ein bisschen gefeiert“, freute sich Disziplintrainer Robert Birkenhagen, der das Team in Tel Aviv betreute.

Für Deutschland spielten:
Sonja Greinacher (Team Bundeswehr | Bundesstützpunkt Hannover, 38 Punkte), Luana Rodefeld (Team Bundeswehr | Bundesstützpunkt Hannover, 20) und Alexandra Wilke (BC Pharmaserv Marburg, 20)

MVP Sonja Greinacher.
Fotos: FIBA
Ganz stark! V.li. Alexandra Wilke, Sonja Greinacher, Luana Rodefeld.