U18-Jungen stürmen zum Sieg4. August 2017

Für die U18-Jungs ging es heute darum, mit einem Sieg bei der EM in der Slowakischen Republik vorzeitig die Klasse zu sichern. Dies gelang dem DBB-Nachwuchs gegen Slowenien in sehr überzeugender Art und Weise. Die Schützlinge von DBB-Bundestrainer Harald Stein stehen so nach dem 91:50 (20:19, 25:9, 21:10, 25:12) morgen im Spiel um die Plätze 9-12. Um 20.15 Uhr wartet Russland auf die Deutschen. Bester deutscher Werfer war Philipp Herkenhoff (SC RASTA Vechta) mit 14 Zählern.

In die Starting-Five beorderte DBB-Bundestrainer Harald Stein zunächst Fynn Fischer (MTSV Schwabing/IBAM), Matthew Meredith (Nürnberg Falcons BC), Philipp Herkenhoff (SC RASTA Vechta), Badu Buck (ALBA Berlin) und Jonas Mattiseck (ALBA Berlin).

Deutschland startete mit zwei Freiwurfpunkten von Fynn Fischer in die Partie (1. Min.). Philipp Herkenhoff und Jonas Mattiseck, der per Fastbreak erfolgreich war, unterstrichen die gute deutsche Startphase (6:3, 3. Min.). Gorbachov glich jedoch mit dem zweiten verwandelten slowenischen Dreipunkt-Wurf wenig später aus. Dann dauerte es bis in die fünfte Minute, bis die DBB-Jungs das nächste Mal jubeln duften. Meredith und Herkenhoff schafften dann jedoch innerhalb kurzer Zeit das 10:6. Nach einem Nahdistanzwurf von Drescher zeigte Sloweniens Mlakar erneut die Dreierstärke der Kontrahenten (12:11, 6. Min.). Eben jener war es auch, der seine Mannschaft erstmals in Führung warf (12:13, 7. Min.). Vom Gegner bedrängt traf Drescher zweieinhalb Minuten vor dem Viertelende dann jedoch von Downtown zum 15:15. Klavzars Zweier konterte wenig später Philipp Hadenfeld. Nach zwei Fehlwürfen und jeweiligen Offensivrebounds traf Hollersbacher kurz vor der Sirene, so dass es mit 20:19 in die erste Pause ging.

Der zweite Spielabschnitt sollte brachte dann Deutschland auf die Siegesstraße, auch wenn dieser zunächst gleich mit einem Dämpfer begann. Kralj versenkte elf Sekunden nach dem Start den Dreier zur Zweipunkt-Führung (20:22, 11. Min.). Daraufhin drehte Hollersbacher mit Punkten von der Linie und aus dem Zweierbereich wieder die Partie (24:22, 12. Min.) – doch nur für wenige Sekunden. Im nächsten Spielzug gelang es Licen, auszugleichen. Haßfurther und Hollersbacher (Foto unten) schraubten die Punktetafel dann auf 27:24 hoch – ein Ergebnis, das vor allem durch Deutschlands starke Zweier- (64%) und Sloweniens Dreierquote (40%) zustande kam. Der Hagener Hollersbacher war es dann auch, der mit einem Zweipunkt-Wurf und einem Freiwurf die starke Phase für die Adlerträger in Punkte umwandelte (30:26, 14. Min.). Mattisecks Distanztreffer in der Mitte des zweiten Abschnitts sorgte nun für die erste etwas größere Führung (33:26, 15. Min.). Danach drehte Philipp Herkenhoff auf: zwei Punkte von der Freiwurflinie und vier aus dem Feld brachten die DBB-Auswahl in eine komfortable Ausgangslage (40:28, 18. Min.), die von Fischer noch einmal ausgebaut werden konnte (42:28, 18. Min.). Nachdem Pons per Dreier auch noch das 45:28 (19. Min.) markierte, sehnten sich die Slowenen nur noch die Halbzeitpause herbei. Diese erreichten die Südosteuropäer dann auch mit dem 17-Punkte-Rückstand.

Nach dem Seitenwechsel hatte sich zwar die Spielrichtung verändert, nicht aber das Kräfteverhältnis. Philipp Herkenhoff nutzte gleich ein Steal von Mattiseck zum 47:28. Danach machte Letzterer per Dreier den viertelübergreifenden 10:0-Lauf perfekt. In allen Statistiken überlegen, baute Buck die Führung auf 25 Zähler aus (24. Min.). Slowenien schien nun nicht mehr so, als könnten es noch großartig dagegenhalten. Mit dem überlegenen 66:38-Vorsprung ging es dann in die letzte Unterbrechung.

Den Schlussabschnitt eröffnete Deutschland gleich wieder mit einem 5:0-Lauf. Danach wechselte Stein gut durch. Dennoch blieben die Jungs aus der Bundesrepublik souverän, legten in den letzten gut drei Minuten noch einmal neun Punkte nach und brachten so den völlig verdienten 91:50-Sieg nach Hause.

„Ich bin total stolz auf die Jungs. Wir haben das wohl wichtigste Spiel souverän für uns entschieden. Das war heute eine wirklich überzeugende Leistung. Wir haben uns im Turnier von Spiel zu Spiel gesteigert und so hat es sich die Mannschaft wirklich verdient“, ist DBB-Bundestrainer Harald Stein überaus zufrieden.

Für Deutschland spielten:
Nils Haßfurther (Nürnberg Falcons BC/Longhorns Herzogenaurach, 10), Philipp Hadenfeldt (s.Oliver Würzburg, 6), Arne Wendler (NINERS Chemnitz e.V., 2), Badu Buck (ALBA Berlin, 3), Jonas Mattiseck (ALBA Berlin, 9), Niklas Pons (Eintracht Frankfurt/FRAPORT SKYLINERS, 3), Marco Hollersbacher (SG VfK Boele-Kabel, Phoenix Hagen Youngsters, 12), Matthew Meredith (Nürnberg Falcons BC, 7), Philipp Herkenhoff (SC RASTA Vechta, 14), Hendrik Drescher (ALBA Berlin, 9), Fynn Fischer (MTSV Schwabing/IBAM, 8), Aaron Kayser (NINERS Chemnitz e.V., 8).

Betreut wird das Team von Delegationsleiterin Dr. Antje Hoffmann, Bundestrainer Harald Stein, den Assistenztrainern Matthias Sonnenschein und Dr. Markus Klusemann, Teamarzt Dr. Wolfgang Plescher, Physiotherapeut Matthias Rösner, Teambetreuer Tim Michel und Delegationsschiedsrichter Christof Madinger.

Alle weiteren Infos, Statistiken, Live Streams gibt es hier auf der EM-Website.

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