„Rollis“ und „Fußgänger“11. Januar 2017

Rollstuhlbasketballer laden Fußgänger zu gemeinsamer Turnierreihe ein

Wie setzt man ein so abstraktes Ziel wie die Inklusion in die Praxis um? Viele Vereine möchten aktiv werden und Menschen mit Behinderung einbinden, doch sie wissen nicht, wo und wie sie anfangen sollen.

Die Sportart Basketball ist hierfür der ideale Ausgangspunkt. Bis dato sind Fußgänger und Rollstuhlnutzer im Basketball meist getrennt in parallelen Teams und Strukturen aktiv, obwohl sich die Sportarten sehr ähneln. Das soll sich durch das Projekt Gemeinsam zum Korberfolg des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes e.V. mit Unterstützung der Aktion Mensch ändern.

Die Idee ist simpel. Man verbindet das Know-How der beiden Szenen, indem man Turniere zwischen Rollstuhlnutzern und Fußgängern organisiert. Die Rollstuhlnutzer eines Vereins fordern dabei die Fußgängervereine aus ihrer Nähe auf, am Turnier teilzunehmen. Da sich die Regeln im Rollstuhlbasketball kaum von denen des Fußgängerbasketballs unterscheiden, ist eine Vernetzung einfacher als vermutet.

Fußgänger gegen Fußgänger, Rollis gegen Rollis oder doch lieber Fußgänger gegen Rollis?  Der Teamzusammensetzung während des Turniers sind keine Grenzen gesetzt.

Bereits jetzt gibt es schon einige Fußgänger, die Rollstuhlbasketball spielen. Besonders Sportler, die sich typische Verletzungen an Knie- oder Sprunggelenken zugezogen haben, entscheiden sich immer häufiger für das Basketballspielen im Sitzen. Auch längere Verletzungspausen können mit der spannenden Sportart überbrückt werden.

Jeder, der sich für Basketball interessiert, kann mitmachen und seine Sportart aus einem anderen Blickwinkel erleben. Insgesamt sind deutschlandweit 40 Turniere in den nächsten zwei Jahren geplant.

Basketballspielen im Rollstuhl ist natürlich eine Herausforderung, doch hierfür gibt es eine einfache Lösung: Die wichtigsten Skills werden beim Turnier vor Ort von erfahrenen Rollstuhlbasketballern beigebracht, damit man sich direkt ausprobieren kann. Der Spaß am Spiel kommt dann ganz von alleine.

LogoGemeinsamzumKorberfolg-350Wer sich durch die rasante Sportart hat begeistern lassen, kann auch exklusive Fort- und Ausbildungen besuchen und sich zum Rollstuhlbasketballtrainer weiterbilden. So kann das neu erlernte Wissen dann an andere Menschen weitergegeben werden. Im kommenden Jahr werden zum Beispiel auch Anschreiberkurse angeboten, die jeder Interessierte besuchen kann.

In den DRS-Medien und auf der Facebook-Seite von Gemeinsam zum Korberfolg kann man sich über die geplanten Events informieren und auch einfach bei einer Veranstaltung in der Nähe vorbeischnuppern. Neben ganz neuen sportlichen Eindrücken erwartet jeden Teilnehmer der Turnierserie Verpflegung, eine Urkunde und ein hochwertiges Trikot.

Durch das Projekt erhalten die Fußgängervereine erste praktische Erfahrungen, wie sie Menschen mit Behinderung in ihre Angebote und Strukturen einbinden können. Ziel ist, darauf nachhaltige und flächendeckende Angebote in ganz Deutschland zu verwirklichen und den Rollstuhlsport auf Breitensportebene zu fördern.

Auf geht’s – Gemeinsam zum Korberfolg!

Wer mehr über Gemeinsam zum Korberfolg erfahren möchte, kann sich bei untenstehendem Kontakt melden:
Deutscher Rollstuhl-Sportverband e.V.
Lotta Czygan
Friedrich-Alfred-Str. 10
47055 Duisburg
Tel.:0203 7174 180
Mail: lotta.czygan@rollstuhlsport.de
www.gemeinsamzumkorberfolg.drs-rbb.de
www.facebook.com/gemeinsamzumkorberfolg

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