Große Erfolge bei Maxibasketball-WM20. August 2019

Die Damen haben es uns mal wieder vorgemacht. Wir sind stolz auf die neuen Weltmeister in der Kategorie Ü50 mit Uli Hessenauer (zweitbeste Korbschützin des Turniers), Tessa Winter und Doro Kern an der Spitze. Als einzige deutsche Mannschaft blieben sie im Turnier ungeschlagen und feierten nach fünf Siegen und einem spannenden Finale gegen Estland (46:42) ausgelassen den Sieg. Der Kern dieser Mannschaft konnte somit den Erfolg von Thessaloniki (2013) wiederholen und sich in die Siegerliste erneut eintragen. Aber auch Deutschland B zeigte in dieser Kategorie sehr gute Leistungen. Hier wurde nach vier Siegen und nur zwei Niederlagen ein sehr guter fünfter Platz erreicht.

Nicht viel schlechter waren die Damen der Kategorie Ü60. Hier gelangten beide Teams ins Halbfinale. Deutschland A mit Susanne Herold setzte sich in einem hart umkämpften 37:33 gegen das Uli Ruez Team Deutschland B durch. So waren weiterhin zwei Medaillen möglich, aber sowohl das A-Team als auch das B-Team konnten sich in den Finals nicht durchsetzen. Das A-Team verlor relativ deutlich mit 49:60 gegen Ungarn, das B-Team musste sich nach großer kämpferischer Leistung den Lettinnen mit 37:40 geschlagen geben. Fazit: Eine Silbermedaille und der vierte Platz, hier gab es dann doch ein paar Tränen.

Großer Jubel dagegen im Ü40 Team Deutschland A um Rebecca Thoresen und Mirna Paunovic. Nur dem späteren Weltmeister Russland B gelang es, das deutsche Team zu besiegen. Russland B war bereits der Gegner in der Vorrunde, dennoch schafften es die Adlerträgerinnen ins Halbfinale vorzudringen. Hier wartete allerdings wieder das übermächtige Russland B. Der Spielansetzer der FIMBA zeigte wenig Fingerspitzengefühl, denn allen anderen Beteiligten war klar, Teams aus einer Vorrundengruppe dürfen im Normalfall erst wieder im Finale zusammentreffen. Alle Interventionen nützten nichts, Russland B gewann, wurde tags darauf Weltmeister, und Deutschland besiegte im kleinen Finale Tschechien mit 92:46 und gewannen verdient die Bronzemedaille. In der gleichen Kategorie hielt sich auch Deutschland B achtbar und belegte nach einem 52:43 gegen Mexiko den siebten Platz.

Fast hätte es auch noch in der Klasse Ü55 für Deutschland A zu einer Medaille gereicht, aber Peru war im Spiel um Platz drei mit 36:61 zu stark, am Ende blieb es der vierte Platz. Der zweiten Mannschaft gelang im letzten Spiel noch ein 63:21 gegen Chile. Hier gab es wie auch in einigen anderen Kategorien am Ende keine genauen Platzierungen, so dass für Deutschland B ein Platz zwischen 9-13 zu Buche steht. Ein wenig enttäuschend verlief das Turnier für unsere jüngsten Mädels – am Ende blieb nach drei Niederlagen und einem Sieg nur Platz fünf mit einem 92:15 gegen El-Salvador. Allerdings bleibt anzumerken, dass diese Kategorie ein sehr hohes Niveau zeigte, und unsere Damen durchaus auf Augenhöhe mitspielten. Sie wollen es in Malaga 2020 viel besser machen.

Zwei Medaillen bei den Herren – Ü60 holt Silber und Ü45 Bronze
In der Kategorie Ü60 waren mit 28 Teams die meisten Mannschaften in einer Altersklasse gemeldet. Deshalb brauchte auch Deutschland A bis ins Finale sechs Siege. Das siebte Spiel war dann leider nicht mehr erfolgreich. Die Mannschaft USA A erwies sich als zu stark, zumal unser Team auch durch Verletzungen von Rainer Greunke und des bis dahin überragenden Andy Weiss sehr stark geschwächt war. Trotz des 56:65 eine tolle Leistung und die verdiente Silbermedaille.

Bei den 60igern waren noch drei weitere Teams aus Deutschland am Start, wobei Deutschland B sehr überzeugende Leistungen zeigte. Durch vier Siege wurde das Viertelfinale erreicht und wäre hier nicht unsere A-Mannschaft der Gegner gewesen, vielleicht wäre sogar das Halbfinale möglich gewesen. So blieb am Ende der siebte Platz nach einer Niederlage gegen Italien B mit 49:58. Das C und D Team spielte keine große Rolle und erreichte bei jeweils einem Sieg und vier Niederlagen die Plätze 17-22.

Die zweite Medaille gewann das Ü45 Team um den überragenden Dean Jenko. Bei nur einer Niederlage und fünf Siegen erreichte die Mannschaft den lang ersehnten Erfolg mit einem Sieg über Russland von 85:81 im kleinen Finale. Die Bronzemedaille war lange umkämpft, aber die Truppe mit Chris März, Niklas Lüttke und Dean Jenko setzte sich am Ende verdient durch. Es wäre sogar noch mehr drin gewesen, denn die Halbfinalniederlage gegen den späteren Weltmeister Serbien mit 64:72 war knapper als es das Ergebnis zeigt. Eine bessere Platzierung in Malaga 2020 ist das nächste Ziel.

In allen anderen Kategorien waren die Ergebnisse äußerst durchwachsen und es konnten keine vorderen Plätze erreicht werden. Bei den 50igern machten es Deutschland B bzw. Deutschland D mit Platz 11 und 13 noch am besten. Das A-Team landete auf Platz 17, das Team C auf Platz 21-27.

Ähnlich erging es den 55iger Teams, die beide auf den geteilten Plätzen 11-15 landeten. Für das B-Team war das Turnier besonders ärgerlich, denn sie konnten nur vier Spiele machen, da El Salvador zu einem Platzierungsspiel nicht mehr antrat. Das 20:0 ist nur ein schwacher Trost. Die Älteren machten es nicht viel besser, Deutschland 65B landete nach einem Sieg über Japan auf Platz elf Deutschland A auf Platz 13 nach dem Abschlusssieg über Mexiko B.

Bleibt noch die Bilanz der Kategorie 70. Durch Verletzungen geschwächt, konnten besonders beim A-Team die Erwartungen nicht erfüllt werden. Nach zwei Siegen und drei Niederlagen erreichte man ebenso wie das B-Team (nach 1 Sieg und 4 Niederlagen) die geteilten Plätze 9-14.

Es waren hervorragend organisierte Weltmeisterschaften mit großartigen Rahmenbedingungen. Von diesen Hallen und Sportstätten können wir in Deutschland nur träumen. Überall wurde auf den für Basketball einfach idealen Parkettfußböden gespielt, die Kampfgerichte waren sehr aufmerksam und immer gut besetzt.

Mir selbst wurde noch eine hohe Ehre zuteil, ich wurde für meine Arbeit als bester Repräsentant der FIMBA für die letzten zwei Jahre ausgezeichnet.

Deutschland bestritt insgesamt 128 Spiele und ging 67 mal als Sieger vom Platz. Diese Bilanz ist sehr gut und eine gute Ausgangsposition für die EM 2020 in Malaga.

Wir freuen uns alle auf Spanien vom 26. Juni – 5. Juli im nächsten Jahr.

Euer Ducki

Prof. Dr. Hans-Jürgen Duchstein
Deutscher Repräsentant der FIMBA

Weitere News

3. Juli 2020

Marie Gülich: „“Viel mit mir selbst auseinandergesetzt“

Video-Interview mit der Nationalspielerin vor dem geplanten WNBA-Start

3. Juli 2020

Lehrgang 3×3 U18-Mädchen

16.-19. Juli 2020 in Hannover

2. Juli 2020

Digitale Sprechstunde mit BIG-Chefredakteur

Präsentiert von "Teamplayer gesucht: Engagier Dich!"