Deutschlands U19 steht im Viertelfinale5. Juli 2017

Deutschland steht im Viertelfinale der U19-WM im ägyptischen Kairo. Das Team von DBB-Bundestrainer Alan Ibrahimagic setze sich mit 72:65 (24:11, 14:19, 16:13, 18:22)  gegen Neuseeland durch. Bester DBB-Werfer wurde Moritz Sanders (Nürnberg Falcons BC) mit 15 Zählern.

Nachdem Neuseeland zur Begrüßung den traditionellen Haka zeigte, startete Deutschland wieder mit seiner Stammbesetzung, bestehend aus Isaac Bonga (FRAPORT SKYLINERS), Oscar da Silva (MTSV Schwabing/IBA München), Louis Olinde (Brose Bamberg/Baunach Young Pikes), Ferdinand Zylka (ALBA BERLIN/Lok Bernau) und Lars Lagerpusch (SG Braunschweig/Junior Löwen Braunschweig/MTV Wolfenbüttel).

Dieses Quintett machte zunächst seine Sache gut. Oscar Da Silva sorgte für die ersten zwei Punkte nach nur 13 Sekunden. Deutschland spielte in der Defense druckvoll und erzwang sich so immer wieder Ballbesitze. Einen dieser Ballgewinne nutzte Lars Lagerpusch, der, von Olinde und Da Silva freigespielt, mit einem Dunk vollendete. Nach 6:0-Lauf zum Auftakt kam Neuseelands Waardenburg zum Dreier – der einzigen gelungenen Offense-Aktion in den ersten sieben Minuten. So konnte Deutschland weiter den Ball schnell zirkulieren lassen und durch Moritz Sanders zum 14:3 (6. Min.) kommen. Da Silva war nun noch zweimal per Korbleger und Wurf erfolgreich und so führte der DBB-Nachwuchs souverän (18:5, 7. Min.). Grund Genug für Neuseelands Coach Daryl Cartwright die erste Auszeitoption zu ziehen. Doch durch Nelson Weidemanns Distanzwurf wuchs das Polster weiter (22:7, 8. Min.). Zwei Fouls von Richard Freudenberg brachten Neuseeland zur Viertelpause auf 24:11 heran.

Nach Dreipunktwurf von Australiens McDonald zog Moritz Sanders sehr gut zum Korb 26:14 (11. Min.). Wenig später holte Nelson Weidemann die Fastbreak-Punkte für seine Mannschaft (28:14, 12. Min.). Doch Neuseeland ließ sich nicht abschütteln und kämpfte sich über Freiwürfe zurück in die Partie (28:19). Zum richtigen Zeitpunkt fand dann Weidemanns Dreier den Weg in die Reuse (31:19, 15. Min.). Sich häufende Ungenauigkeiten führten jedoch zu einer Verkürzung des Vorsprungs auf 31:23. Grund genug für Alan Ibrahimagic das Timeout zu nehmen (16. Min.). Die Auszeit brachte zunächst wieder etwas Schwung in Deutschlands Offensivbemühungen. Nach zwei Punkten durch Lagerpusch scheiterte dieser nur knapp an seinen nächsten Zählern, weil Wynyard zum Block ansetzte. Auf der anderen Seite gelang dem Braunschweiger das gleiche Kunststück (18. Min.) ehe Zylka von jenseits der Dreierlinie wieder etwas die Nerven beruhigte (36:27, 18. Min.). Nach einem Korberfolg von Ferdinand Zylka ging es schließlich mit 38:30 in die Umkleide.

Zur zweiten Halbzeit brachte Ibrahimagic wieder seine Starting-Five. Isaac Bonga traf im zweiten Durchgang als Erstes für Schwarz-Rot-Gold (40:30, 21. Min.). Olinde und Da Silva zeigten in der Folge ein starkes Zusammenspiel (42:30, 22. Min.). Nach knapp vier Minuten durften dann erstmals die neuseeländischen Fans, die mitgereist waren, jubeln. Samuel, der beste Schütze von Down Under, machte das 42:32. Doch zwei Freiwürfe von Sanders (44:32, 24. Min.) sowie ein Distanzwurf von Olinde (47:32, 24. Min.) und einer von Nelson Weidemann gestalteten die Führung wieder komfortabel (50:32, 25. Min.). Der Nürnberger Moritz Sanders trumpfte weiter auf und war mit seinen Punkten zwölf und 13 bis dato bester deutscher Korbjäger (54:39, 27. Min.). Durch ein gutes drittes Viertel nahmen die ING-DiBa-Korbjäger eine 54:43-Führung mit ins Schlussviertel.

Die Anfangsphase gehörte hier wieder den Neuseeländern. Mit 2:6 gingen die deutschen Talente aus den ersten zwei Minuten. Für wichtige Punkte sorgte nun aber Bennet Hundt (58:47, 33. Min.). Ein zusätzlicher, sehenswerter Stopfer von Isaac Bonga löste gute Laune auf der DBB-Ersatzbank aus (60:47, 33. Min.). Doch für Entspannung war es noch zu früh, obwohl ein von Bonga eingeleiteter Lay-up von Da Silva zum 62:52 führte (36. Min.). Drei Minuten vor dem Ende gab es erneut Zählbares für den Münchner. Eingeleitet von Lars Lagerpusch kam er zum Fastbreak-Erfolg. McDonalds Dreier zum 68:61 (38. Min.) und zwei Freiwürfe zum 68:63 (39. Min.) machte Neuseeland noch einmal Mut. Als dann auch noch die Angriffszeit überschritten wurde und Cameron zum 68:65 traf, war auf einmal wieder alles offen (40. Min.). Ein unsportliches Foul von Clinton nutzte Olinde zu einem Freiwurfpunkt. Den anschließenden Ballbesitz nutzte der Bamberger dann 20 Sekunden vor dem Schluss zum entscheidenden 71:65.

„Das war heute ein hartes Stück Arbeit. Wir haben lange souverän gespielt, mussten zum Schluss aber noch einmal zittern. Es ist aber ein toller Erfolg im Viertelfinale zu spielen. Umso spannender wird es natürlich, dadurch dass es gegen die USA geht“, freut sich DBB-Bundestrainer Alan Ibrahimagic.

Durch den Sieg kommt es Freitag zum Traumspiel gegen die US-Boys.

Für Deutschland spielen:  Isaac Bonga (FRAPORT SKYLINERS, 8), Oscar da Silva (MTSV Schwabing/IBA München, 12), Richard Freudenberg (FRAPORT SKYLINERS), Philipp Herkenhoff (SC RASTA Vechta/Young RASTA Dragons, 1), Bennet Hundt (ALBA BERLIN, 2), Louis Olinde (Brose Bamberg/Baunach Young Pikes, 12), Nelson Weidemann (FC Bayern München, 9), Lars Lagerpusch (SG Braunschweig/Junior Löwen Braunschweig/MTV Wolfenbüttel, 8), Moritz Sanders (Nürnberg Falcons BC, 15), Ferdinand Zylka (ALBA BERLIN/Lok Bernau, 5).

Betreut wird das Team von Bundestrainer Alan Ibrahimagic, den Co-Trainern Sebastian Ludwig und Matthias Weber, Physiotherapeut David Arnold, Teamarzt Dr. Wolfgang Plescher, Teambetreuer Heikel Ben-Meftah und Delegationsleiter Bernd Röder.

Top-Scorer Moritz Sanders zum Sieg bei DBB-TV


Nelson Weidemann vor der Partie im Interview bei DBB-TV

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