A2-Herren im Halbfinale der Universiade11. Juli 2015

Die A2-Nationalmannschaft des Deutschen Basketball Bund steht sensationell im Halbfinale der Universiade 2015. In Gwangju setzte sich das Team von Bundestrainer Henrik Rödl nach starker Leistung verdient mit 79:73 (16:16, 16:13, 18:19, 29:25) gegen Kanada durch. Damit könnte das DBB-Team zum zweiten Mal seit 1989 (Bronze) eine Medaille bei einer Universiade holen. In der heutigen Partie war Mathis Mönninghoff (16 Punkte) Topscorer der deutschen Mannschaft. Im Halbfinale trifft man jetzt am morgigen Sonntag entweder auf Frankreich oder Brasilien.

Nachdem Henrik Rödl Point Guard Maodo Lo in den letzten beiden Spielen geschont hatte, schickte er ihn zusammen mit Radosavljevic, Klein, Mönninghoff und Hans Brase auf das Parkett. Beide Teams zeigten von Beginn an attraktiven Basketball. Die Führung wechselte in den ersten Minuten ständig. Einem 8:11 Rückstand nach fünf Minuten folgte ein Dreier von Mönninghoff zum 11:11 Ausgleich, ehe Klein nach Anspiel von Lo zum 13:11 einnetzte. Bis zum Ende des ersten Viertels blieb die Partie ausgeglichen. Deutschland traf gut (50 Prozent aus dem Feld), Kanada hatte leichte Vorteile beim Rebound. Nach zehn Minuten stand es 16:16.

Das DBB-Team begann das zweite Viertel mit noch höherer Intensität und ging durch Haukohl mit 18:16 in Führung (11. Min.), musste dann jedoch zwei Treffer der Kanadier hinnehmen (18:21, 13. Min.). Henrik Rödl nahm eine Auszeit, nach der sein Team konzentrierter agierte. Radosavljevic und Klein erzielten nach Freiwürfen die 22:21 Führung (15. Min.). Nach weiteren Treffern von Klein und einem Dreier von Brase lagen die ING-DiBa-Korbjäger mit 27:23 in Führung (17. Min.). Weiter absetzen konnte man sich aber nicht. Kanada blieb gefährlich und verkürzte nach 19 Minuten auf 27:26. Nach erfolgreich verwandelten Freiwürfen von Mönninghoff und einem Dreier von Lo zog die DBB-Auswahl etwas davon (32:26). Acht Sekunden vor dem Ende verkürzten die Nordamerikaner zum 32:29 Halbzeitstand.

Bitter für die deutsche A2 war das frühe vierte Foul von Radosavljevic direkt nach Wiederanpfiff. Rödl brachte Thiemann (Foto) für ihn ins Spiel und Kanada verkürzte von der Freiwurflinie zum 32:30 (21. Min.). Ein wichtiges 3-Punkt-Spiel nach Foul an Maodo Lo brachte nach 22 Minuten die 37:32 Führung, wovon sich Kanada nicht beeindrucken ließ; 37:36, 24. Minute. Lo war es in dieser Phase, der das deutsche Team trug und mit vier weiteren Punkten mit 45:38 in der Spur hielt. Zwei Dreier der Kanadier ließen den Vorsprung innerhalb 30 Sekunden dann aber wieder auf 45:44 schmelzen. Kevin Bright war, ebenfalls von Außen, für das DBB-Team zur Stelle (48:44, 28. Min.). Bis zum Ende des Viertels kam Kanada auf 50:48 heran.

Und erzielte dann zu Beginn des letzten Spielabschnitts den 50:50 Ausgleich. Mathis Mönninghoff antwortete, zum Jubel der deutschen Bank, mit einen wichtigen Dreier zum 53:50 (32. Min.), ehe Thiemann zum 55:52 einnetzte und Geske auf 57:52 erhöhte (34. Min.). Deutschland arbeitete jetzt stark unter dem Korb, zeigte keine Nerven und erhöhte durch Haukohl auf 59:53. Nach einem And-One durch Brase betrug die Führung nach 35 Minuten neun Punkte und Kanada nahm eine Auszeit. Per Dreier verkürzten die Nordamerikaner und Rödl reagierte. Nach einer Auszeit brachte er Klein für Geske und Lo erhöhte den Vorsprung an der Freiwurflinie auf 64:57 (38. Min.). In der Schlussphase setzte Rödl auch den Foul belasteten Radosavljevic wieder ein, der mit vier Punkten offensiv für Entlastung und eine 70:60 Führung (39. Min.) sorgte. Nach weiteren zwei Punkten durch den Tübinger verkürzten die Kanadier in einer hektischen Endphase nochmal auf 72:67 und Henrik Rödl nahm 40 Sekunden vor dem Ende der Begegnung eine Auszeit. In den letzten 30 Sekunden passte dann alles zusammen. Das DBB-Team behielt an der Linie die Nerven und ließ sich von zwei schnellen Dreiern der Kanadier nicht verunsichern. Mit dem 79:73 Erfolg zieht die Mannschaft verdient in das Halbfinae der Universiade ein.

„Nach diesem Spiel und dem Erfolg müssen wir jetzt erst einmal runter kommen und die Jungs beruhigen“, erklärte ein sichtlich zufriedener Henrik Rödl nach der Partie. „Es wird jetzt nicht einfacher, aber unser Ziel ist es, die nächsten zwei Spiele zu gewinnen. Jetzt gehen die Jungs erst einmal essen, sie sollen sich optimal regenerieren und heute Abend steht dann um 20 Uhr ein Meeting an. Bis dahin wissen wir auch, wer unser Gegner wird. Und dann greifen wir morgen mit voller Energie an.“

Die Highlights aus den bisherigen Begegnungen gibt es hier:

Für Deutschland spielten:
Konstantin Klein (FRAPORT Skyliners, 10), Niklas Geske (Phoenix Hagen, 2), Dennis Kramer (EWE Baskets Oldenburg, 2), Mathis Mönninghoff (BG Göttingen, 16), Maurice Pluskota (Basketball Löwen Braunschweig, dnp), Kevin Bright (rent4office Nürnberg, 3), Stephan Haukohl (Mitteldeutscher BC, 7), Bogdan Radosavljevic (WALTER Tigers Tübingen, 12), David Brembly (ratiopharm ulm, dnp), Hans Brase (Princeton University/USA, 11), Johannes Thiemann (Brose Baskets Bamberg, 2), Maodo Lo (Columbia University/USA, 14).

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