Die Hauptrunde der WNBL-Saison 2025/2026 ist Vergangenheit. In einem spektakulären Finale verpasste RegioTeam Stuttgart aufgrund eines einzelnen Punkts die Playoffs und der MTV München sichert trotz Niederlage Platz vier. Ebenfalls in die Playoffs schaffte es der TuS Lichterfelde. Osnabrück überholt Düsseldorf und Würzburg krönt sich zum Gruppensieger.

NORD

BASS Berlin – Mitteldeutsche Basketball Academy 56:57
Trotz des knappen Sieges der MBA (4/6) bei BASS Berlin (5/4), geht es für die Hallenser in die Playdowns. In einer ausgeglichenen Partie, kontrollierten die Gastgeber die erste Hälfte, bekamen die MBA nach dem Seitenwechsel aber nicht in den Griff und gaben die Führung her. Im letzten Viertel wurde es dann nochmal dramatisch. Nachdem Maxine Eloi-Adolphe BASS mit 54:53 in Führung brachte (03:10), erlahmten beide Offensiven und erst in der Schlussminute drehte Magdalena Zimmermann den Spielstand (54:55). Olivia Ihssen (13 PTS, 14 REB) antwortete mit noch 15 Sekunden (56:55). In den finalen Sekunden nutzte Ronja Meixner (12 PTS, 12 REB) einen Foulpfiff, um mit zwei getroffenen Freiwürfen den Sieg der Gäste zu sichern. Trotz dieser starken Moralleistung, bleibt die MBA hinter Lichterfelde, da diese zu hause Wedel schlagen konnten. Für Elisabeth Böhlert (20 PTS) und Co. gilt es sich nun für die Abstiegsrunde zu wappnen.

TuS Lichterfelde – SC Rist Wedel 58:55
Lichterfelde (4/6) sichert die Playoffs dank eines hart erkämpften Sieges gegen Wedel (5/4). Die Gäste gingen mit einer knappen Führung in die Pause, gaben den Sieg aber ähnlich wie in der Vorwoche im vierten Viertel her. Nachdem Helene Ehmer (18 PTS, 10 REB) per Dreier zum 53:53 ausglich, blieben beiden Teams knapp zwei Minuten auf der Uhr. Sarah Siebold (13 PTS, 11 REB, 4 AST) und Emily Petko setzten in der Schlussphase die entscheidenden Akzente. Lichterfelde stellte damit ebenfalls auf vier Siege und gewinnt den direkten Vergleich mit der MBA. Wedel trifft zum Hauptrundenabschluss am Mittwoch auf Braunschweig.

Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel – ALBA Berlin 51:113
Es war die erwartet deutliche Angelegenheit zwischen den Girls Baskets (1/8) und ALBA (9/0). Offensiv lief es für die Gastgeber, die ohne Rania Ayadi auskommen mussten gar nicht so schlecht. Defensiv bekam man aber zu keinem Zeitpunkt auf die Berlinerinnen, die mit 113 Punkten ihren Saisonbestwert aufstellten. Besonders auffällig präsentierte sich Carolina Heymann (23 PTS, 10 REB), die neben Matilde Rimoldi (16 PTS), Mathilda Haensch (12 PTS) und Carlotta Kreinsen (11 PTS, 14 REB) das ALBA-Kollektiv anführte.

WEST

Junior-Team Osnabrück/Artland – Metropolitain Girls 85:48
Einen wichtigen Heimsieg konnte das Junior-Team (6/4) zu hause gegen die Metropolitain Girls (1/9) einfahren. Mit dem souveränen Sieg zog man an den Bascats Düsseldorf vorbei und geht nun auf Platz drei in die Playoffs. Wegbereiter waren in erster Linie Leni Ruholl (19 PTS, 15 REB) und Teodora Zecevic (15 PTS, 5 REB). Für die Girls um Topscorerin Francesca Hülsmann (12 PTS) geht eine komplizierte Hauptrunde zu Ende und man nimmt immerhin einen Sieg in die Playdowns mit.

TG Neuss Junior Tigers – Phoenix-TSV Hagen 29:109
Hagen (10/0) überrollt Neuss (1/9) und schließt die zweite Hauptrunde in Folge mit zehn Siegen ab. Mit der Tatsache dass Hagen mehr Freiwürfe traf als Neuss Freiwürfe und Feldwürfe zusammen sollten die Kräfteverhältnisse schnell erklärt sein. Ohne Darina Zraychenko, zogen Emma Huppertz (32 PTS, 15 REB, 5 STL), Hannah Abramowski (26 PTS, 8 REB) und Lia Wasielewski (22 PTS, 6 STL) die Fäden. Die Phoenixe treffen im Achtelfinale nun auf Lichterfelde.

Rhein Bascats Düsseldorf – Cologne Regio Ladies 38:74
Ohne Laura Knaup und Lena Bjeltschik blieben die Bascats (5/5) gegen die Regio Ladies (7/3) chancenlos. Nach einigen schwächeren Wochen, fanden die Kölnerinnen die richtige Antwort und fuhren dank Alma Schiffer (21 PTS) und Lana Förster (17 PTS) den siebten Sieg ein. In den Playoffs wartet nun entweder BASS Berlin oder Rist Wedel. Für die Bascats geht es aufgrund des Sieges von Osnabrück auf den vierten Platz, mit dem man in der ersten Runde nach Berlin zu ALBA muss.

Ungeschlagene Hauptrunde: Nachdem man letzte Saison bereits zehn Siege holen konnte, bleibt Hagen erneut ohne Verlustpunkte. | Foto: Tobias Erfeld

MITTE

Junior Falcons Homburg – Basket-Girls Rhein-Neckar 46:71
Falcons (4/6) bekommen Offensive gegen Rhein-Neckar (8/1) nicht auf den Court und unterliegen deutlich. Besonders in der ersten Halbzeit wirkten die Gastgeber mit der Offensivpower der Basket-Girls überfordert. In toller Form präsentierten sich hingegen Leni Schramm-Bünning (16 PTS, 5 REB), Carla Koch (14 PTS, 9 REB, 5 STL, 6 BLK) und Greta Metz (13 PTS, 11 REB). Rhein-Neckar schließt damit eine tolle Saison auf dem zweiten Platz ab und erwartet nun den MTV Stuttgart. Für die Falcons geht es gegen die TS Jahn München.

TG Main Sharks Würzburg – Post SV Nürnberg 79:65
Würzburg (9/1) sichert Gruppensieg mit souveränem Sieg gegen Nürnberg (6/4). Vom Start weg dominierten die Gastgeber und ließen den SV erst in der zweiten Halbzeit etwas zur Entfaltung kommen. Noemi Schoenauer (21 PTS) und Rosina Ortelli (17 PTS) stemmten sich vergebens gegen die vierte Niederlage. Mia Wiegand (27 PTS, 7 REB) und die Sharks blieben aber zum neunten Mal auf der Erfolgsstraße und empfangen nun auf dem Weg ins TOP4 den MTV München. Nürnberg reist zum USC Freiburg.

SÜD

RegioTeam Stuttgart – Porsche BBA Ludwigsburg 83:66
Ein Punkt fehlte dem RegioTeam Stuttgart (2/8) am Ende gegen Ludwigsburg (2/8), um trotz des deutlichen Sieges in die Playoffs zu kommen. Bei der BBA feierten Soraya Kozjek und Jamie Zentgraf ihr Comeback konnten aber beide nichts an der deutlichen Niederlage und dem Einzug in die Playdowns ändern. Stuttgart mit einer der stärkeren Saisonleistungen, die aber am Ende im Dreiervergleich nur zu einem Gleichstand mit dem MTV München führte. Beide Mannschaften hatten die gleiche Korbdifferenz (im Dreiervergleich). Somit ging es einen Schritt weiter und die Korbdifferenz auf die gesamte Saison zählte. Dort stehen die Münchener deutlich besser da und blieben somit trotz Niederlage auf Platz vier. Der Sieg spielte für Stuttgart um Topscorerin Rika Windgasse (31 PTS) trotzdem eine Rolle, da er mit in die Abstiegsrunde genommen wird.

TS Jahn München – USC Freiburg 73:64
Das Topspiel zwischen München (10/0) und Freiburg (8/2) geht im Schlussviertel an den Gastgeber. Freiburg lieferte eine gute Auswärtspartie und hielt das Spiel lange offen. Knackpunkt war das vierte Viertel. Mit noch knapp neun Minuten lag man 51:56 vorne und musste dann aber einen 16:0-Lauf der TS Jahn hinnehmen, der das Spiel drehte. Davon erholten sich die Breisgauer nicht mehr. Mit zehn Punkten im letzten Viertel avancierte Matilda Blanarik (22 PTS) zur Matchwinnerin. Bei Freiburg erzielte Karla Paradzik mit 18 Zählern den Bestwert.

MTV Stuttgart – MTV München 71:58
Mit einem blauen Auge schaffte es der MTV München (2/8) in die Playoffs. Hätte das RegioTeam einen Punkt mehr erzielt oder weniger kassiert, hätten die Münchener die Playoffs streichen müssen. Gleichermaßen hielt man die Niederlage gegen den MTV Stuttgart so in Maßen, dass man über die gesamte Saison eine bessere Korbdifferenz gegenüber dem RegioTeam hat und somit auf Platz vier bleibt. Azra Dzinic hatte hierbei mit 23 Punkten den größten Anteil. Beim MTV Stuttgart überragte erneut die formstarke Diana Ivancic (24 PTS). Die Schwaben werden es im Achtelfinale gegen Rhein-Neckar trotzdem schwer haben.