U18-Mädchen sind B-Europameister13. August 2017

Nach dem gestrigen Aufstieg sollte für die U18-Mädchen heute im Finale der B-Europameistertitel her. Und dies gelang dem Team von DBB-Bundestrainerin Hanna Ballhaus in Dublin auch gegen EM-Gastgeber Irland. Mit 67:43 (24:12, 17:14, 19:9, 7:8) bezwang die Mannschaft die Hausherrinnen. Die besten deutschen Werferinnen waren Nyara Sabally (TuS Lichterfelde, 15 Punkte/elf Rebounds) und Jessika Schiffer (BVUK. SHARKS Würzburg/Main Sharks, 15 Punkte). Herausragend war dabei auch Luisa Geiselsöder (TH Wohnbau Angels/TSV 1861 Nördlingen) die auf ein Double-Double von 14 Zählern und 16 Rebounds kam.

Im Finale setzte die Bundestrainerin zunächst auf Luisa Geiselsöder (TH Wohnbau Angels/TSV 1861 Nördlingen), Melissa Kolb (SG 1886 Weiterstadt), Jenny Strozyk (Osnabrücker SC/GiroLive Panthers Osnabrück/OSC Junior Panthers), Laura Schinkel (SV Halle LIONS) und Nyara Sabally (TuS Lichterfelde).

Deutschland nutzte die ersten Spielsekunden gleich dazu aus, die Gastgeberinnen zu überrumpeln. Vier Punkte von Luisa Geiselsöder und zwei von Nyara Sabally führten schnell zum 6:0 (2. Min.). Nachdem Scanell mit einem Dreier der Anschluss gelang (6:3, 3. Min.), erhöhte Sabally erneut (8:3, 3. Min.). Die DBB-Auswahl setzte die Gegnerinnen in dieser Phase gut unter Druck und störte so früh den Spielaufbau. Nachdem Finn Irland per Freiwürfe wieder näher heranbringen konnte, schlug Geiselsöder erneut mit einem Doppelpack zu. Das 12:5 veranlasste daraufhin die irländischen Coaches, die erste Auszeit (7. Min.) zu nehmen. Wenig später machte es Ballhaus der heimischen Bank nach und nutzte das Timeout zu neuen taktischen Anweisungen (7:12, 8. Min.). Der kurz darauf folgende Add-One von Melissa Kolb (15:8, 8. Min.) dürfte dabei ebenso gut in ihr Konzept gepasst haben, wie der Dreier von Jessika Schiffer zum 18:8 (9. Min.). Tzokovs Distanzwurf krönte nun die deutsche Drangphase und beschloss den Neunpunkte-Lauf (21:8, 9. Min.). Nachdem Phelan noch zweimal von der Linie und Tiernan aus der Halbdistanz trafen, sah es so aus, als ginge es mit 21:12 in die erste Pause. Doch Jessika Schiffer gelang mit einem Buzzerbeater-Dreier noch das 24:12 und so legte sie eine komfortable Ausgangslage für die zweiten zehn Minuten.

Diese wurden zunächst durch Punkte von Phelan und Murphy eröffnet (24:16, 12. Min.). Der DBB-Nachwuchs ließ in dieser Phase zwar den Ball gut laufen und erspielte sich so freie Würfe, nutzte diese allerdings nun zu selten. Nyara Sabally war es dann, die Mittels Freiwürfe (26:16, 13. Min.) die nächsten schwarz-rot-goldenen Punkte erzielte. Doch die neue Zehnpunkte-Führung hatte nicht lange Bestand – fast im Gegenzug konterte Phelan zum 26:18 (14. Min.). Ein Zweier von Sabally und ein Dreier von Tzokov brachten zur Mitte des Viertels dann wieder Entlastung (31:18, 15. Min.). Schinkels erfolgreicher Distanzwurf bedeutete nun der achte Punkt ihres Teams in Folge (34:18, 4. Min.). In der 17. Minuten schaffte Geiselsöder bereits ein dickes Ausrufezeichen: ihr Defensivrebound war zu dieser frühen Zeit im Spiel schon der zehnte am Brett gewonnene Ball. Deutschland profitierte auch weiterhin von diesen wichtigen Ballgewinnen, so dass  Schinkel per Dreier bereits das 37:19 (18. Min.) markieren konnte. In den anderthalb Schlussminuten machten beide Nachwuchsmannschaften noch einmal offensiv auf sich aufmerksam und so ging es mit 41:26 in die Kabine.

Dem Seitenwechsel folgte schnell das 43:26 durch Nyara Sabally, die mit ihrem Zweipunkt-Wurf in den zweistelligen Punktebereich vorstieß. Mit den Zählern von Geiselsöder (45:26) und Schinkel (47:26) drohte Deutschland nun wegzuziehen. Dieses versuchte Finn zu unterbinden (47:28, 23. Min.), doch Saballys Distanzwurf ließ nicht lange auf sich warten (50:28, 23. Min.); die ING-DiBa-Korbjägerinnen hatte die Partie vollständig im Griff. Dies zeigte sich auch an dem deutlichen Wurfplus (52%:33%) sowie der deutlichen Rebound-Überlegenheit von 36:16. Schinkel und Schiffer schraubten den Vorsprung mit Würfen von jenseits der Dreierlinie noch weiter hinauf (57:30, 27. Min.), so dass bereits jetzt eine Vorentscheidung gefallen war. Das merkte auch das irische Publikum, das noch einen weiteren Dreier von Schiffer bestaunen durfte (60:34, 29. Min.). Nach einem 19:9-Viertel zog sich Deutschland ein letztes Mal zur Viertelpause auf die Bank zurück.

Die abschließenden zehn Minuten wurden für die DBB-Auswahl zum reinen Show-Lauf. Zunächst fehlte jedoch beiden Reihen das Offensivglück. Lediglich Jessika Schiffer kam in den ersten drei Minuten zu Punkten (63:35). Irland versuchte noch einmal den Abstand zu verringern, kam aber nicht mehr entscheidend ran und musste so mit Deutschland dem neuen B-Europameister zum Sieg gratulieren. Darüber hinaus durfte sich mit Nyara Sabally auch ein deutscher Schützling über den Titel des MVPs freuen. Auch Luisa Geiselsöder schaffte den Sprung in die beste Fünf des Turniers.

„Das ist wirklich ein überragendes Gefühl. Mir fehlen gerade die Worte“, kommentierte eine begeisterte Bundestrainerin Hanna Ballhaus. „Wir haben uns sehr gut auf diese Atmosphäre hier vorbereitet und haben das dann im Spiel auch grandios umgesetzt. Ich bin einfach sehr, sehr stolz auf die Mädels, was sie hier heute im Finale und während des ganzen Turniers geleistet haben“, so Ballhaus.

Für Deutschland spielten:
Seraphina Asuamah-Kofoh (Barmer TV), Jessika Schiffer (BVUK. SHARKS Würzburg/Main Sharks, 15), Laura Schinkel (SV Halle LIONS, 12), Britta Daub (Houston Baptist University/USA), Karolin-Ivonn Tzokov (TG Neuss Tigers, 6), Nyara Sabally (TuS Lichterfelde, 15 Punkte/11 Rebounds), Jenny Strozyk (Osnabrücker SC/GiroLive Panthers Osnabrück/OSC Junior Panthers, 2), Carlotta Ellenrieder (Dragons Rhöndorf), Lena Büschel (SV Halle LIONS), Luisa Geiselsöder (TH Wohnbau Angels/TSV 1861 Nördlingen, 14 Punkte/16 Rebounds), Melissa Kolb (SG 1886 Weiterstadt, 3), Paula Kohl (TSV 1883 Grünberg/Bender Baskets Grünberg).

Betreut wird das Team von Delegationsleiterin und Teamärztin Dr. Vanessa Sturm, Bundestrainerin Hanna Ballhaus, den Co-Trainern Imre Szittya und Pierre Hohn, Physiotherapeutin Amelie Ahlhelm und Teambetreuerin Jenny van Doorn.

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