DBB-Damen im Ausland 2017/18 – Update 118. Oktober 2017

Acht deutsche Nationalspielerinnen sind in diesem Jahr im Ausland aktiv. In der ersten Ausgabe unseres Blicks auf die DBB-Damen im Ausland geben wir einen kleinen Überblick über unsere „Exporte“. Auch dieses Jahr stehen wieder vier Spielerinnen aus der Bundesrepublik im Kader eines US-Colleges. Emma Stach (Gonzaga Bulldogs), Marie Gülich (Oregon State University) und Ama Degbeon (Florida State University) blieben an ihrem College. Neu in der NCAA ist hingegen Satou Sabally, die für die Oregon Ducks auflaufen wird. Damit bleibt nach dem Wechsel von Paulina Körner, die die Columbia Lions verließ und in die Schweiz ging, weiterhin ein DBB-Quartett in „Übersee“ aktiv.

Während die Saison für die US-Exporte erst am 5. beziehungsweise 10. November beginnt, sind die „Europäerinnen“ bereits in die neue Spielzeit gegangen. Auch hier gehen vier DBB-Akteurinnen auf Punktejagd. Svenja Brunckenhorst wechselte im Sommer vom spanischen Erstligisten Cadi la Seu in die französische Liga. Dort schloss sie sich den Cavigal Nice Baskets an, dem Ex-Club von DBB-Spielerin Romy Bär. Die Aufbauspielerin beendete nach der vergangenen Spielzeit ihr Engagement in Nizza, um beim Ligakonkurrenten Lattes Montpellier anzuheuern. Die dritte Frankreich-Legionärin heißt Margret Skuballa, die bei Nantes Reze Basket bleibt. Neben Frankreich geht der deutsche Basketball-Blick in diesem Jahr auch nach Polen, denn Sonja Greinacher wagte im Sommer den Schritt vom Herner TC zu Wisla Krakau.

Gleich am ersten Spieltag kam es in Frankreich zum direkten Vergleich zweier deutscher Spielerinnen. Svenja Brunckhorsts Club aus Nizza hatte dabei mit 69:44 zwar klar das bessere Ende für sich, Margret Skuballa (Nantes Reze Basket) wusste dennoch zu überzeugen. 15 Punkte, drei Steals und sechs Rebounds standen am Ende bei „Maggie“, die fast durchspielte (37 Minuten), zu Buche. Nach dem verpassten Start gelangen Nantes dann jedoch zwei Siege. Während sich Skuballa beim 67:60 gegen Roche mit acht Zählern und sechs Rebounds etwas zurückhaltender gab, drehte sie beim 75:68 gegen Lyon wieder voll auf: 17 Punkte, sieben Assists und fünf Rebounds sprechen hierfür eine klare Sprache. Durch eine deutliche Niederlage gegen Bourges (45:93) positioniert sich Nantes mit einer ausgeglichenen Bilanz im Mittelfeld der Tabelle auf Rang sieben. International starteten die Französinnen gegen Belfius Namur ebenfalls mit einer Pleite in die EuroCup-Saison (59:83).

Auch für Svenja Brunckhorst und ihre Cavigal Nice Baskets hätte der Start optimaler verlaufen können. Nach dem Sieg gegen Nantes folgten für die „Engel“ nämlich drei Niederlagen gegen Landes (50:57), Flammes (45:85) und Villeneuve (66:79). Während Brunckhorst in den beiden Auftaktspielen von der Bank kam, startete der Neuzugang zuletzt zweimal. In der Partie am vergangen Samstag gegen Villeneuve zeigte sie mit sieben Zählern und vier Rebounds ihre bislang beste Saisonleistung.

Romy Bär (Foto oben) kann sich das Treiben zusammen mit ihrem neuen Club Lattes Montpellier entspannt von der Tabellenspitze aus anschauen. Der Vizemeister des Vorjahres ist bislang ohne Punktverlust durch die Liga gekommen. Bereits beim 83:73-Auftakt gegen Flammes zeigte Bär ihre Ambitionen. In 38 Minuten brachte sie nicht nur 18 Punkte, sondern auch fünf Rebounds und sieben Assists aufs Parkett. Diese Glanzleistung konnte die deutsche Aufbauspielerin beim 84:72 gegen Tarbes allerdings nicht wiederholen (zwei Punkte, vier Assists, vier Rebounds). Im Vergleich mit Mondeville, das mit 95:72 an Montpellier ging, kam Bär dann auf acht Zähler bei fünf Assists. Auch international gab es für die Tabellenführer Grund zur Freude. Durch ein 79:80 und ein 81:71 qualifizierten sich die Französinnen gegen Atomeromu für die Euroleague, in deren ersten Partie sie gegen Avenida (34:64) deutlich das Nachsehen hatten. Bär zeigte hier schwankende Leistungen und konnte vor allem beim wichtigen Sieg in der Qualifikation glänzen. Hier steuerte sie 18 Zähler zum Ergebnis bei.

Nach verpasstem Ligastart gegen MKK Siedlce (58:62) haben Sonja Greinacher (Foto rechts) und ihr Team Wisla Krakau mit vier Erfolgen in Serie schnell in die Erfolgsspur gefunden. Durch ein 92:43-Blowout-Sieg gegen Widzew korrigierten die Krakauerinnen den verlorenen Auftakt beeindruckend. Von Anfang an positionierte sich Greinacher als wichtige Stütze des Teams. Nach einem starken Debüt, bei dem sie nur knapp das Double-Double verpasste (elf Punkte/neun Rebounds) und einer guten Leistung gegen Widzew (zehn Punkte, sechs Rebounds und vier Assists), kam sie gegen Torun (58:54) auf elf Zähler und acht Assists sowie vier Rebounds. Bei den Siegen gegen Ostrovia (77:56) und CCC Pokowice (80:67) kam Greinacher dann weniger aufs Parkett. Die Euroleague-Saison für Krakau verlief weniger positiv, hier unterlag man UMMC Jekaterinenburg mit 69:79. Greinacher steuerte zum Euroleague-Auftakt sieben Punkte und vier Rebounds bei.

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