WNBL-Spielbericht: ChemCats Chemnitz – BG Bonn 92 63:6016. Februar 2020

In einer in jeder Hinsicht auf Augenhöhe mit dem amtierenden WNBL-Meister geführten Partie unterlag die BG Bonn 92 am Sonntagmittag bei den ChemCats in Chemnitz knapp mit 60:63 (24:24 / 6:12 / 12:11 / 18:16). Spiel eins der Best-of-three-Achtelfinalserie ging also an den Titelverteidiger aus Sachsen.

Dabei konnten die konnten die BG-Mädels bis kurz vor dem Ende auf einen kaum erwarteten Auswärtssieg hoffen. Nicht zuletzt dank einer im letzten Viertel stark aufspielenden Luca Raschke (12 Punkte, 12 Rebounds) und Distanzspezialistin Karoline Steffen (19 Punkte, 3 Dreier) lag man beim aktuellen Champion mit 55:49 in Führung. Der „Gameplan“ von BG-Coach Peter Kortmann und Assistentin Bea Waffenschmied schien voll aufzugehen. Angetrieben von Nationalspielerin Nicole Brochlitz drehten die Gastgeberinnen das Auftaktmatch in den letzten vier Minuten aber doch noch zu ihren Gunsten. Aber der Reihe nach:

Die BG erwischte einen guten Start und führte schnell mit 9:6, ehe die ChemCats zu einer Serie ansetzten und mit 14:9 in Front ziehen. Die Gäste aus dem Rheinland konterten aber trocken mit neun eigenen Punkten in Folge und lagen wieder mit 18:14 vorne. Erfolgreiche Dreier von Julia Faller und Greta Kröger hielten die BG in Führung, ehe Brochlitz mit der Schlusssirene aus der Distanz zum 24:24-Ausgleich traf. 60 Prozent Trefferquote für die Bonnerinnen im ersten Durchgang waren ein sehr hoher Wert, der nur schwer zu halten sein würde. Kortmann hatte unter der Woche orakelt, dass man ein High-Scoring-Game gegen die starken Chemnitzerinnen kaum gewinnen werde.

Und tatsächlich entschleunigte sich das Match im zweiten Durchgang merklich. Leider zum Nachteil für die BG, denn bis zur Halbzeit sollten nur noch sechs Pünktchen auf das Bonner Konto kommen. Chemnitz verteidigte nun viel besser und gab den einmal erzielten Vorsprung nicht mehr ab. Mit 36:30 für den Favoriten ging es in die Kabinen. Nach dem Wechsel mühte sich die BG, die Gastgeberinnen nicht davonziehen zu lassen. Bonn blieb jedoch mutig dran und gestattete Brochlitz nun weniger Freiraum. Kortmanns Ensemble ließ sich auch vom 35:43-Rückstand (24.) nicht entmutigen. Nach drei Abschnitten war man wieder auf 42:47 herangekommen und hatte das Viertel sogar mit 12:11 gewonnen. Die BG warf oft aus der Distanz, war aber bis dato (5 von 21 Dreier) noch nicht oft genug erfolgreich gewesen.

Zehn Minuten verblieben den Bonner Mädels, das Spiel zu drehen. Eine 13:0-Serie brachte Bonn die besagte 55:49-Führung, aber die Sachsen waren noch lange nicht geschlagen. Brochlitz traf per Dreier zum 58:57 (38.), Bonns Karo Steffen holte die Führung an der Freiwurflinie prompt zurück. Wie sehr den Gastgebern das unerwartet enge Spiel an die Nerven ging, zeigten nicht nur die beiden technischen Fouls gegen den Chemnitzer Coach Thomas Seltner. Wer anders als Nicole Brochlitz (18 Punkte) brachte den Titelträger kurz darauf wieder auf die Gewinnerspur (60:59). Mit erfolgreichen Freiwürfen konnte Chemnitz den Sieg letztlich sicherstellen.

„ Wir sind leider an der Wurfquote gescheitert“, gab Kortmann nachher zu Protokoll. Nur sechs von 29 Drei-Punkt-Würfen fanden ihr Ziel. Das ist noch gehörig viel Spielraum nach oben für das Rückspiel in zwei Wochen. Spiel zwei der Serie wird – nach der Karnevalspause – am 01. März im Pennenfeld (14.30 Uhr) ausgetragen.

BG Bonn 92:  Greta Kröger 3/1, Karoline Steffen 19 Punkte/3 Dreier, Viktoria Höbbel, Julia Faller 5/1, Laura Brand, Liv Ackermann 2, Carlotta Alegre Rieger 8, Marit Kohls, Luca Raschke 12/12 Rebounds, Alexa Hans, Ana Alegre Rieger 7/1, Maria Hack 4.
ChemCats Chemnitz: Nicole Brochlitz 18/4, Luise Rohland 6, Anica Bertram 3/1, Leann Rebentisch 8, Leni Beier 2, Linnea Buschbeck 4, Alina Sommer, Meike Ludwig 7/1, Lea Steinbrück, Charlotte Wahren 2, Lilli Frölich 13.

Play-off-Achtelfinale: Spiel 1
ChemCats Chemnitz – BG Bonn 92  63:60
Metropol Girls Recklinghausen – Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel  59:53
OSC Junior Panthers Osnabrück – ALBA Berlin Basketballteam 77:46
TuS Lichterfelde – Steelfire 3-2-1 66:48

(Bericht BG Bonn 92, Franz-Werner Krausgrill, Foto Karoline Steffen: Daniela Hans)

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