Deutsche Gegner

Nach der Auslosung des FIBA Basketball World Cup 2019 in China (31. August -15. September 2019) wollen wir nun einmal einen genaueren Blick auf die drei Gegner der DBB-Korbjäger in der Vorrunde in Shenzhen werfen. Frankreich, die Dominikanische Republik und Jordanien sind die ersten drei Prüfsteine für das Team von Bundestrainer Henrik Rödl, wir beginnen mit dem europäischen Konkurrenten:

Frankreich
Frankreich ist sicherlich der stärkste Konkurrent für die DBB-Auswahl, und das gleich im ersten Spiel. In bisher 64 offiziellen Begegnungen siegte eine deutsche Mannschaft nur 22 Mal, allerdings zweimal in den jüngsten fünf Vergleichen. 80:74 für Deutschland hieß es im ersten Spiel der EuroBasket 2013 in Slowenien gegen den späteren Europameister. Und mit 84:81 setzte sich das DBB-Team gegen Frankreich im Achtelfinale der EuroBasket 2017 in der Türkei durch.

Die Franzosen qualifizierten sich souverän für den World Cup. Insgesamt gelangen zehn Siege in zwölf Spielen. Zumeist mussten sie dabei auf ihre zahlreichen NBA-Akteure und auch auf die Stars aus der Euroleague verzichten. Nicolas Batum (Charlotte Hornets), Evan Fournier (Orlando Magic), Rudy Gobert (Utah Jazz), Frank Ntilikina (New York Knicks), Elie Okobo (Phoenix Suns), Yabusele Guerschon (Boston Celtics), Ian Mahinmi (Washington Wizards), Nando de Colo (ZSKA Moskau), Thomas Heurtel (FC Barcelona), Fabien Causeur (Real Madrid) oder Joffrey Lauvergne (Fenerbahce Istanbul) wirkten nur selten oder gar nicht mit, könnten aber beim World Cup ein enorm starkes Team bilden. Nur Andrew Albicy (MoraBanc Andorra/ESP) war in allen zwölf Qualifikationsspielen mit dabei. Insgesamt setzte Nationaltrainer Vincent Collet 30 Spieler ein. Vielleicht wird sogar „Altstar“ Boris Diaw noch einmal für Frankreich auflaufen. In jedem Fall wird mit den Franzosen, Bronzemedaillengewinner beim World Cup 2014, zu rechnen sein.

Dominikanische Republik
Ein gänzlich unbeschriebenes Blatt, zumindest was die deutsche Länderspielgeschichte angeht, ist das Team der Dominikanischen Republik. Bisher gab es kein einziges Länderspiel mit dem Inselstaat in der Karibik.

Als bester Viertplatzierter in der Zone „Americas“ holte sich die Dominikanische Republik das World Cup-Ticket. Nach einer Bilanz von 4:2 in der ersten Phase gegen Kanada, die Jungferninseln und die Bahamas schaffte man in der zweiten Phase noch drei Siege (Chile und Venezuela). Mit insgesamt sieben Siegen und fünf Niederlagen gelang der Sprung nach China. Dort könnte mit Center Al Horford von den Boston Celtics ein prominenter NBA-Star zum Team stoßen. Möglicherweise ist auch Karl-Anthony Towns von den Minnesota Timberwolves ein Thema für das Team. Towns wurde als Sohn eines US-Amerikaners und einer Dominikanerin in Piscataway Township geboren. Im Alter von 16 Jahren wurde Towns erstmals von Trainer John Calipari in die Nationalmannschaft der Dominikanischen Republik berufen, hat aber seitdem nicht mehr für die DomRep gespielt. In der Qualifikation waren Shooting Guard Victor Liz (13,7; Leones de Ponce/PUR), Power Forward Edward Santana (10,8; Leones de Santo Domingo/DOM) und Guard Rigoberto Mendoza (10,7; Capitanes/MEX) die besten Werfer für die DomRep. Auch Ronald Roberts (Science City Jena) war in zwei Spielen mit von der Partie. 26 Spieler liefen in der Qualifikation insgesamt für die Dominikanische Republik auf, der neue Headcoach ist der Argentinier Nestor „Che“ Garcia.

Jordanien
Bisher einmal trafen sich Deutschland und Jordanien zu einem offiziellen Länderspiel. Das war am Ende der WM-Vorrunde 2010 in Kayseri/Türkei, als das DBB-Team unter Bundestrainer Dirk Bauermann die bereits bedeutungslose Partie mit 91:73 gewann (Tibor Pleiß 23, Lucca Staiger 16, Jan Jagla 14, Chris McNaughton 12). Beide Teams waren zu dem Zeitpunkt bereits ausgeschieden.

Jordanien begann die Qualifikation zum World Cup 2019 in China mit einer starken ersten Phase. Nur eine Niederlage gegen den Libanon stand nach den ersten sechs Spielen gegen Syrien, Indien und eben den Libanon zu Buche. In der zweiten Phase genügten dann zwei weitere Erfolge (Neuseeland und China), um sich einen Platz unter den 32 World Cup-Teilnehmern zu sichern. „Nur“ 20 Spieler wurden in der Qualifikation von Jordaniens Headcoach Joseph Anthony Stiebing aufs Parkett geschickt. Herausragender Akteur war Shooting Guard Dar Tucker mit durchschnittlich 21,8 Punkten, gefolgt von Guard Mousa Kayed Alawadi (17) und Center Ahmad Al Dwairi (16,2).

Deutsche Spiele in der Vorrunde in Shenzhen (Zeiten stehen noch nicht fest)
So., 1. September 2019: Deutschland – Frankreich
Di., 3. September 2019: Deutschland – Dominikanische Republik
Do., 5. September 2019: Deutschland – Jordanien

 

 

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