U20-Herren: EM-Bronze in Tel Aviv!!!21. Juli 2019

GROSSARTIG!!! SIE HABEN ES WIEDER GETAN! Kann man mal so machen! Bronze für die deutschen U20-Herren bei der Europameisterschaft in Tel Aviv/Israel. Ein Jahr nach dem Gewinn der Bronzemedaille bei der U20-Heim-EM in Chemnitz dürfen sich Headcoach Alan Ibrahimagic und sein Team erneut riesig freuen. Mit dem 73:65 (16:11, 22:22, 22:15, 13:17)-Erfolg im kleinen Finale gegen Frankreich erfüllte sich die deutsche Delegation den Traum vom erneuten Gewinn einer Medaille. Nach der Schlusssirene kannte der Jubel dementsprechend keine Grenzen.

„Ich bin überwältigt. Das gesamte U20-Team kann sehr stolz auf die Bronzemedaille sein, das ist ein riesiger Erfolg. Ganz Basketball-Deutschland hat auf die U20-EM geguckt, nie war die Begeisterung so groß. Ich freue mich sehr über diese positive Entwicklung“, so DBB-Vizepräsident Armin Andres, der persönlich vor Ort war.

„Da kann ich mich gerne dran gewöhnen, dass unsere Nachwuchs-Nationalmannschaften mit Medaillen von den Europameisterschaften zurückkehren“, scherzte DBB-Präsident Ingo Weiss, „ich gratuliere der Mannschaft, dem Trainerteam und allen Beteiligten ganz herzlich zum Gewinn der Bronzemedaille und bedanke mich für großartige Spiele in Tel Aviv, die ich alle live am Bildschirm verfolgen durfte.“

„Ich gratuliere Alan und seinem gesamten Team ganz herzlich zum Gewinn der Bronzemedaille. Das ist ein großartiger Erfolg, der die gute Arbeit im Nachwuchsbereich erneut bestätigt hat. Ich freue mich sehr für die Spieler, von denen man einige sicher schon bald bei der A-Nationalmannschaft sehen wird“, sagt Herren-Bundestrainer Henrik Rödl.

Das Spiel begann mit Nils Haßfurther, Jonas Mattisseck, Isaiah Ihnen, Philipp Herkenhoff (Foto links) und Lars Thiemann9 in der deutschen Startformation. Die ersten Versuche gingen auf beiden Seiten allesamt daneben, erst nach zweieinhalb Minuten fielen die ersten Punkte (0:2). Haßfurther brachte sein Team noch eine Minute später aufs Scoreboard, dafür aber per Dreier. Bruno Vrcic (Foto unten) legte per Dreier nach (6:2, 6.). Deutschland wirkte bis dahin frischer, hatte ja auch einige Stunden mehr Zeit für die Regeneration gehabt. Die nächsten Szenen gehörten den Franzosen (6:9, 8.), aber Vrcic war wieder aus der Distanz zur Stelle (11:9, 9.). Lorenz Brennecke verwertete einen starken Pass von Bjarne Kraushaar per Dunking zum 14:9 und war auch kurz vor Viertelende zum 16:11 zur Stelle.

Vrcic mit seinem dritten Dreier und Herkenhoff nach Offensivrebound und mit einer schönen Offensivaktion bauten die deutsche Führung auf 23:11 aus (12.). Frankreich war völlig konsterniert, die DBB-Auswahl kontrollierte die Partie (30:20, 15., Dreier Herkenhoff). Frankreich blieb aber im Spiel, weil Deutschland in diesen Minuten zu wenig aus seinen Vorteilen machte (30:24, 16.). Mattissecks Dreier kam genau zum passenden Moment (34:26, 18.), kurz später verwandelte Herkenhoff zwei von drei Freiwürfen, nachdem er beim Distanzwurf gefoult worden war (36:28, 19.). Nach zwei Vierteln war aber noch gar nichts entschieden (38:33).

Auch nach dem Seitenwechsel konnte die deutsche Defense überzeugen und ließ nur wenig zu. Offensiv funktionierte nicht alles, aber durch die Defense wurden die Franzosen auf Distanz gehalten. Als dann noch Ihnen per Dreier zum 47:37 traf, kam die Bronzemedaille virtuell immer näher (24.). Frankreich kam heran, der Dreier von Haßfurther passte (50:42, 26.). Die Franzosen intensivierten ihr Spiel und das DBB-Team hatte jetzt Mühe den Gegner zu stoppen (50:46, 27.). Gefühlt war die Überlegenheit deutlich größer als es das Resultat aussagte. Die ING-Korbjäger fingen sich, Haßfurther war wieder parat und Mattisseck warf sein Team per Dreier zweistellig in Front (58:46, 29.). Brennecke stopfte das 60:46 durch die französische Reuse, das wirkte wie eine Vorentscheidung.

Im Schlussabschnitt blieb Deutschland die tonangebende Mannschaft und ließ kein Comeback der Franzosen mehr zu. 65:48 (32., Dreier Mattisseck) und 67:54 (36.) lauteten die Zwischenstände auf dem Weg zum umjubelten Triumph.

„Das haben sich die Jungs verdient. Gegen die athletisch starken Franzosen haben wir uns beeindruckend verkauft, alles gegeben und die ersehnte Medaille gewonnen. Wieder einmal war heute unsere Defense entscheidend. Das hatten wir uns nach der Vorrunde vorgenommen, in der wir nicht so gut verteidigt haben. Ich freue mich besonders, dass alle Spieler an diesem schönen Erfolg beteiligt waren, jeder hat seinen Beitrag geleistet. Und jetzt wird gefeiert“, so Bundestrainer Alan Ibrahimagic.

Bei der Siegerehrung wurde Philipp Herkenhoff in das All Tournament Team gewählt.

Für Deutschland spielten:
Samuel Griesel (North Dakota State University/USA, 2), Joshua Obiesie (s.Oliver Würzburg/MTSV Schwabing/IBAM), Bjarne Kraushaar (Gießen 46ers, 2), Isaiah Ihnen (University of Minnesota/USA, 5), Nils Haßfurther (Nürnberg Falcons BC/Longhorns Herzogenaurach, 9), Jonas Mattisseck (ALBA Berlin/Lok Bernau, 11), Bruno Vrcic (FC Bayern München, 16), Kilian Binapfl (FC Bayern München, 2), Philipp Herkenhoff (SC RASTA Vechta, 20), Lorenz Brennecke (ALBA Berlin/Lok Bernau, 6), Lars Thiemann (University of California Berkeley/USA), Mateo Seric (Baunach Young Pikes, 2).

Den vollständigen Box Score und weitere Statistiken zum Spiel finden Sie hier.

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