U20-EM: DBB-Team bleibt ungeschlagen16. Juli 2018

Die deutsche Mannschaft bleibt bei der U20-EM in Chemnitz ungeschlagen. Im abschließenden Vorrundenspiel gewann die bereits zuvor als Gruppensieger feststehende DBB-Auswahl gegen Rumänien mit 86:70 (19:22, 20:14, 25:28, 22:6). Im Team von Bundestrainer Alan Ibrahmagic avancierte Filip Stanic (Foto) zum besten Werfer (13 Punkte). Der Gegner im Achtelfinale am kommenden Mittwoch, 18. Juli 2018 (20.15 Uhr, Messe Chemnitz, Spielplan wird zeitnah aktualisiert) heißt Island.

Zum dritten Mal unverändert begann die deutsche Mannschaft mit Bennet Hundt, Richard Freudenberg, Kostja Mushidi, Louis Olinde und Filip Stanic. Gegen die unorthodoxe Spielweise der Rumänen tat man sich zunächst schwer, fand dann aber schnell das beste Mittel: Anspiel unter den Korb auf Stanic. Zum 8:5 (4.) hatte der kräftige Center bereits sechs Punkte beigesteuert. Defensiv allerdings passte es überhaupt noch nicht (10:11, 7.), viel zu einfach kamen die Osteuropäer zu ihren Punkten. Artistisch punktete Nelson Weidemann zum 14:14 (8.), aber bis zum Viertelende hatte sich bei den Deutschen noch kein Rhythmus eingestellt. Fast jedes einfache „pick ´n roll“ des Gegners führte zum Erfolg (19:22).

Ibrahimagic wurde in der Viertelpause laut und das Publikum hoffte, dass diese „Weck-Aktion“ Wirkung zeigen würde. Der Headcoach hatte bereits alle zwölf Akteure eingesetzt, aber noch nicht die passende Formation gefunden. Es fehlte bei vielen Aktionen an der nötigen Spannung. Zylkas Dreier zum 25:26 (13.) nahmen die Zuschauer dankend an und der Dreier von Felix Hecker (Foto unten) bedeutete nach längerer Zeit mal wieder den Ausgleich: 28:28 (15.). Erst nach einem unsportlichen Foul der Rumänen lag die DBB-Auswahl wieder vorne: 31:30, Dunking Stanic (16.). Olinde hängte sich am offensiven Brett voll rein und belohnte sich mit zwei Freiwurftreffern zum 35:32 (18.). Beim Seitenwechsel hieß es 39:36 für Deutschland nach äußerst mühsamen 20 Minuten.

Es brauchte einen Energieschub, aber der blieb erst einmal aus. Man schaffte es nicht den Gegner zu stoppen, die Rumänen trafen einen freien Dreier nach dem anderen (49:54, 24.). Moritz Sanders versenkte einen Dreier zum 52:54 und Freudenberg war mit 0.4 Sekunden auf der shot clock ebenfalls noch aus der Distanz erfolgreich: 55:54, (26.). Das Publikum war da, aber nach wie vor gelang es dem Favoriten nicht vom Gegner wegzukommen (57:57, 28.). Im Gegenteil, Rumänien war nach 29 Minuten vorne (60:61). Nach einem Zylka-Dreier, der durch den bereits elften Dreier des Gegners gekontert wurde, ging man unentschieden in den Schlussabschnitt (64:64).

Dort waren beide Teams auch nach fast 34 Minuten gleichauf (68:68). Dann traf Lagerpusch zwei Mal in Folge, Auszeit Rumänien (72:68). Unermüdlich standen die Zuschauer hinter den Deutschen und wurden Zeuge eines echten Zitterspiels. Mateo Seric eroberte einen verlorenen Ball zurück, passte im Fallen zu Nils Haßfurther und der ließ sich nicht lange bitten: Dreier zum 75:68. Als Seric einen anschließenden Fastbreak zum 77:68 abschloss, schien sich alles zum Guten zu wenden (37.). Ganz spät hatte Deutschland den längeren Atem bewiesen und noch einmal den Kopf aus der Schlinge gezogen. Der Dreier von Haßfurther zum 82:70 bedeutete die endgültige Entscheidung (39.).

„Es war lange Zeit das Spiel, das wir befürchtet haben. Wir wollten eigentlich verhindern, was heute drei Viertel lang passiert ist, aber das war letztlich der Ausgangssituation geschuldet. Wir haben den Gegner stark gemacht, der hatte aber auch gute Quoten. Wir waren in einem Loch, haben uns aber letztlich gut da raus gekämpft. Jetzt heißt es durchatmen und dann mit Volldampf in die KO-Runde“, so der Bundestrainer nach dem Spiel.

Für Deutschland spielten:
Felix Hecker (Eintracht Frankfurt/FRAPORT SKYLINERS, 3), Nelson Weidemann (FC Bayern München, 7), Bennet Hundt (ALBA BERLIN/Lok Bernau), Nils Haßfurther (Nürnberger Basketball Club, 6), Louis Olinde (Brose Bamberg/Baunach Young Pikes, 9), Richard Freudenberg (Eintracht Frankfurt/FRAPORT SKYLINERS, 3), Ferdinand Zylka (Mitteldeutscher BC, 12), Kostja Mushidi (BC Mega Leks/SRB, 7), Moritz Sanders (Nürnberg Falcons BC/Longhorns Herzogenaurach, 11), Mateo Seric (BSG Ludwigsburg, Porsche Basketball Akademie, 6), Lars Lagerpusch (Basketball Löwen Braunschweig, 9), Filip Stanic (Rockets, 13).

Boxscore

Spielplan EM-Finalrunde und Platzierung

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