U20-Damen unterliegen der Slowakischen Republik8. Juli 2015

Die U20-Damen des Deutschen Basketball Bundes haben im letzten Zwischenrundenspiel gegen die Slowakische Republik verloren. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte brach Deutschland nach dem Seitenwechsel ein und unterlag mit 47:60 (15:15, 11:8, 11:20, 10:17) Bereits vor der Begegnung hatte festgestanden, dass die Mannschaft von DBB-Bundestrainerin Aleksandra Kojic nach der gestrigen Niederlage gegen Lettland ab Freitag in der Abstiegsrunde antreten muss. Ama Degbeon (Foto, 18 Punkte) und Emma Stach (zwölf Zähler) waren die beste Werferinnen der DBB-Damen.

In die heutige Partie, die Deutschland gewinnen musste, um besserer Gruppenletzter zu werden und somit in der Abstiegsrunde einen leichteren Gegner zum Auftakt zu haben, starteten Paulina Körner, Ama Degbeon, Alina Hartmann, Julia Heck und Emma Stach. Die deutsche Mannschaft begann schwungvoll und hochmotiviert. Nach einem Dreier von Hartmann und Punkten von Degbeon führten die DBB-Damen mit 5:0 (2. Min). Im weiteren Verlauf des Spiels kamen die Slowakinnen etwas besser in die Partie und konnten nach sieben Minuten erstmals die Führung übernehmen (9:11). Nele Aha stellte unmittelbar im Gegenzug den erneuten Führungswechsel zu Gunsten Deutschlands her. Nach zehn ausgeglichenen Minuten stand es 15:15.

Zu Beginn des zweiten Viertels dominierten zunächst die Defensivreihen. Nach dem 17:17 passierte minutenlang nichts, keine der beiden Teams konnten offensive Akzente setzen. Für Deutschland punktete danach Körner nach Degbeon-Zuspiel zum 22:21; Stach erhöhte in der 18. Spielminute auf 24:21. Beide Mannschaften hatten mit ähnlich schwachen Wurfquoten zu kämpfen (unter 30 Prozent). Doch das DBB-Team konnte sich vor dem Seitenwechsel dank der starken Degbeon leicht absetzen: beim Stand von 26:23 ging es in die Kabinen.

Auch in der zweiten Halbzeit war Degbeon für Deutschland nicht zu stoppen. Doch auch die Slowakinnen zeigten sich nun treffsicher; schnell war der kleine deutsche Vorsprung dahin (28:29, 23. Min). Es lief in dieser Phase überhaupt nicht gut für das DBB-Team, die sich ein Foul nach dem anderen erlaubten und der Slowakischen Republik so bereits früh zu Freiwürfen verhalfen. Nach 24 Minuten stand es 28:36 aus deutscher Sicht – das Spiel war gedreht. Bundestrainerin Kojic rief ihr Team zusammen und versuchte es neu einzustellen. Offensiv fing sich Deutschland nach der Unterbrechung wieder: Körner traf nach fast sechs Minuten für Deutschland, doch die Slowakinnen antworteten umgehend (30:39, 27. Min). Weitere Punkte von Degbeon und ein Dreier von Körner halfen sehr, um den Rückstand zu verringern. Mit 37:43 ging es in die letzten zehn Minuten.

Die starke Remenarova traf für ihre Farben zu Beginn des Schlussviertels, die Hypothek für die deutsche Mannschaft stieg. Die Slowakinnen zeigten keinerlei Nerven an der Freiwurflinie und konnten sich so immer weiter absetzen. Sieben Minuten vor Spielende war der Rückstand erstmals zweistellig (37:48). Degbeon und Stach trafen zwar nochmals, doch der Abstand blieb gleich und somit war drei Minuten vor Spielende die Partie entschieden (41:52). Deutschland, das gut startete, musste sich nach der schwachen zweiten Halbzeit mit 47:60 geschlagen geben und nun die Kräfte für die Abstiegsrunde sammeln.

„Wir haben in der ersten Halbzeit gut gespielt und unseren Plan umgesetzt. In der zweiten Halbzeit haben die Slowakinnen viel Druck aufgebaut und mit diesem konnten wir nicht mehr umgehen. Das ist aber ganz klar, der fehlenden Erfahrung meiner Spielerinnen geschuldet. Sie kennen diese Situation so nicht und ärgern sich jetzt selber am meisten darüber. Aber man darf auch nicht vergessen, wo wir als Aufsteiger herkommen. Unser Ziel ist und bleibt der Nicht-Abstieg und dem widmen wir uns jetzt. Wir haben noch drei Endspiele!“ analysierte die nach wie vor kämpferische Bundestrainerin nach dem Spiel.

Für Deutschland spielten:
Nele Aha (Portland State University, 3), Annalena Blume (TuS Lichterfelde, 2), Alexandra Daub (Take-off Würzburg), Ama Degbeon (Florida State Seminoles, 18), Laura Geiselsöder (TH Wohnbau Angels Nördlingen, 1), Alina Hartmann (University of Colorado, 3), Julia Heck (USC Freiburg/Eisvögel USC Freiburg), Paulina Körner (TG Neuss, 8), Chantal Neuwald (Barmer TV 1846 Wuppertal Korp.), Noemie Rouault (SV Halle LIONS, dnp), Emma Stach (Gonzaga Bulldogs, 12), Alexandra Wilke (Bender Baskets Grünberg).

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