FIBA Challenger: U20-Damen unterliegen Italien18. Juli 2021

Die deutschen U20-Damen haben den FIBA U20 Women European Challenger in Sofia/BUL mit einer sehr unglücklichen Niederlage abgeschlossen. Nach dem 49:50 (17:14, 10:9, 6:12, 16:15) gegen den ungeschlagenen Turniersieger Italien belegt das Team von Head Coach Sidney Parsons den vierten Platz. Auf- und Abstieg war von der FIBA bei den EM-Ersatzwettbewerben in diesem Sommer ausgesetzt worden. Im kommenden Jahr geht es dann für die U20-Damen in der Divison B um den Aufstieg in die Division A.

Deutschland kam hochmotiviert und bestens eingestellt aufs Feld. 8:0 hieß es nach zwei Dreiern von Marie Reichert und Emily Bessoir (3.). Auch beim 12:7 nach sechs Minuten lag die DBB-Auswahl vorne, die gegen die individuell starken Italienerinnen eine gute Defense zeigte und auch offensiv gute Szenen hatte (17:14, 9.). Es dauerte über drei Minuten, bis der nächste Korb fiel, ein Dreier von Sarah Polleros zum 20:14 (12.). Defensiv wurde Italien weitestgehend kontrolliert, sodass die deutsche Führung u.a. nach zwei weiteren Polleros-Dreiern auch zur Halbzeit Bestand hatte (27:23).

Beiden Teams merkte man die kräftezehrende Woche an, aber die DBB-Auswahl strahlte den unbedingten Willen aus, einen positiven Challenger-Abschluss zu schaffen. Italien erzielte die ersten Punkte der zweiten Hälfte (27:26, 23.), aber Polleros hielt mit ihrem vierten Distanztreffer dagegen, auch Victoria Poros traf erneut von weit draußen (33:26, 25.). Dann kam Italien schnell zum Ausgleich und zur Führung, hatte einige Unkonzentriertheiten der Deutschen genutzt (33:35, 29.). Im letzten Viertel wechselte die Führung erneut (37:35, Dreier Bianca Helmig, 33.), Bessoir erhöhte ebenfalls per Dreier auf 40:35 (34.) und 43:35 (35.). Der Sieg war zum Greifen nah. Italien wehrte sich, doch ein Rosemeyer-Dreier fiel mit Foul durch die Reuse, Bonus drin: 49:42 (38.). Der mögliche Erfolg geriet in der Schlussminute in Gefahr, Italien hatte in einer extrem spannenden Schlussphase nach einem deutschen Ballverlust das glücklichere Ende für sich.

„Es ist ein echt bitteres Gefühl für uns. Am Ende des Tages haben wie schon das gesamte Turnier die Kleinigkeiten den Auschlag gegeben. Wir haben super gekämpft, wir hatten einen ganz klaren Plan in der Defense. Am Ende stehen wir mit 22 Turnovers da, wir haben den Ball viel zu hart nach innen forciert, anstatt mehr miteinander zu spielen. Wenn man zudem 33 Prozent von der Freiwurflinie wirft, dan ist es sehr schwierig ein Spiel zu gewinnen. Auch wenn es gegen den ehemaligen Europameister sehr eng war, ist es jetzt sehr sehr hart verloren zu haben. Trotzdem bin ich sehr stolz auf die Mannschaft, die sich in jedem Spiel weiterentwickelt hat. Das war unser Ziel für diesen Sommer, jede Spielerin weiterzuentwickeln“, bilanzierte Sidney Parsons.

Für Deutschland spielten:
Emily Bessoir (University of California Los Angeles/USA, 12), Bianca Helmig (Eigner Angels Nördlingen, 3), Lisa Kiefer (BC pharmaserv Marburg, 0), Meret Kleine-Beek (GISA LIONS SV Halle, 0), Maria Konstantinidou (Eisvögel USC Freiburg, 0), Pauline Mayer (Foto, Eisvögel USC Freiburg, 0), Luisa Nufer (Eisvögel USC Freiburg, 0), Sarah Polleros (Herner TC, 12), Victoria Poros (GiroLive Panthers Osnabrück, 8), Stella Marie Reichert (Old Dominion University/USA, 7), Nina Rosemeyer (Eintracht Braunschweig LionPride, 4), Lotta Stach (GISA Lions SV Halle, 3).

Boxscore und weitere Informationen zum Spiel gibt es hier.

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