FIBA Challenger: U20-Damen müssen sich gegen Lettland geschlagen geben14. Juli 2021

In ihrem zweiten Spiel des FIBA U20 Women European Challengers verloren die U20-Damen unter Head Coach Sidney Parsons nach einer physischen Partie in Sofia/BUL mit 56:66 (11:16, 9:12, 17:20, 19:18) gegen Lettland.

Zu Beginn fanden beide Mannschaften noch nicht so recht ihren offensiven Rythmus, bis die Lettinnen nach etwas über zwei Minuten mit einem Mitteldistanzwurf die ersten Punkte auf das Scoreboard brachten. Die DBB-Auswahl blieb aber weiter dran und hielt sich vor allem mit einer starken Defensive im Spiel, obwohl einige ungenaue Pässe und andere Unkonzentriertheiten früh die Zahl der Ballverluste steigen ließ. Doch vor allem in der Zone funktionierte das Schema der deutschen Mannschaft, sodass Lettland über das gesamte erste Viertel keinen Korbleger verwandeln konnte. In der Offensive hingegen attackierten die Spielerinnen des DBB den lettischen Korb unnachgiebig, so dass Lettland in der achten Minute bereits alle Teamfouls aufgebraucht hatte und Victoria Poros mit zwei Freiwürfen zum 9:9 ausglich. Trotz Foul-Trouble beendeten die Lettinen dennoch das Viertel stark und gingen dank weiterer deutscher Turnover mit fünf Punkten Führung in Viertel Zwei.

Genau dort, wo das erste Viertel endete, ging es dann im zweiten Viertel weiter: Nicht verwandelte Würfe und unsauberes Passpiel auf deutscher Seite gaben Lettand Raum für einen 9:0-Lauf (5′ 11:25) und die bis dato höchste Führung des Spiels. Mit viel Hustle sowohl in der weiterhin im Halbfeld solide stehenden Verteidigung als auch einigen starken Offensivrebounds von Marie Reichert (6 OR) und Emily Bessoir (6 OR) verkürzten die DBB-Damen auf einen 20:28-Rückstand zur Halbzeit.

Nach der Pause kam die Mannschaft von Sidney Parsons mit deutlich mehr Konzentration aus der Kabine und startete stark mit fünf unbeantworteten Punkten von Emily Bessoir, die eins von zwei deutschen Double-Doubles auflegte (23 Pkt, 17 Reb/ Marie Reichert 10 Pkt/11 Reb). Doch auch im dritten Spielabschnitt ließ die Konzentration bald nach und es wurde weiterhin zu den 29 Team-Turnovers beigetragen. Dies in Kombination mit den deutlich besseren Wurfquoten der Lettinnen (LAT: 51%, GER: 34%) sorgten dafür, dass die Führung selbiger nicht ins Wanken geriet und es mit einem Spielstand von 37:48 ins letzte Viertel ging.

Auch in Viertel Nummer Vier starteten die DBB-Damen schnell und souverän mit einem 4:0-Lauf, mit dem sie nach bereits einer Minute die lettischen Trainer zur ersten Auszeit zwangen. Doch wie bereits im vorausgegangenen Viertel reagierten die Lettinnen auf das deutsche Spiel und legten ihren eigenen 8:0-Lauf hin. Mit deutlich offenerer Deckung erlaubte die DBB-Auswahl auch mehr Züge zum Korb und musste sich so mit 56:66 geschlagen geben.

Headcoach Sidney Parsons zum Spiel: „Wenn man 29 Turnover hat, kann man kein Spiel gewinnen. Wir haben das Ziel gehabt unsere Turnover-Quote deutlich zu senken, aber wir kommen mit dem Druck nicht klar. Wir lesen das Spiel nicht richtig und das kommt immer zurück zu einem. Wir haben noch eine Trainingseinheit vor dem Bulgarienspiel morgen und da müssen wir noch mal darauf eingehen warum diese Turnover immer wieder passieren.“

Für Deutschland spielten:
Emily Bessoir (University of California Los Angeles/USA, 23), Bianca Helmig (Eigner Angels Nördlingen, 2), Lisa Kiefer (BC pharmaserv Marburg, 2), Meret Kleine-Beek (FOTO, GISA LIONS SV Halle, 6), Maria Konstantinidou (Eisvögel USC Freiburg, 0), Pauline Mayer (Eisvögel USC Freiburg, 3), Luisa Nufer (Eisvögel USC Freiburg, 0), Sarah Polleros (Herner TC, 0), Victoria Poros (GiroLive Panthers Osnabrück, 4), Stella Marie Reichert (Old Dominion University/USA, 10), Nina Rosemeyer (Eintracht Braunschweig LionPride, 6), Lotta Stach (GISA Lions SV Halle, dnp).

Boxscore und weitere Informationen zum Spiel gibt es hier.

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