U18-Jungen: Revanche gegen Serbien verpasst3. August 2019

Die deutschen U18-Jungen haben bei der Europameisterschaft in Volos/Griechenland die Revanche für die Auftaktniederlage gegen Serbien verpasst. In der Runde um die Plätze 9-12 unterlag die Mannschaft von Bundestrainer Patrick Femerling (Foto unten) heute gegen den gleichen Gegner mit 74:76 (21:22, 24:21, 15:13, 14:20). Damit geht es im morgigen, abschließenden EM-Spiel um Platz 11 gegen Italien oder Montenegro.

In einer Partie, die vor der EM auch als mögliches Halbfinale durchgegangen wäre, musste Deutschland neben dem seit dem ersten Spiel verletzten Len Adam Schoorman auch auf Radii Caisin verzichten, der mit Rückenproblemen geschont wurde. Elias Baggette, Maximilian Begue, Franz Wagner (Foto), Luc van Slooten und Ariel Hukporti starteten für Deutschland. Auftakt wie (fast) immer: Dunking von Hukporti! Und noch ein Dunking von Hukporti (4:0, 2.). Das DBB-Team schien bereit für die Partie. Baggette setzte sich zweimal schön durch, auch Wagner und van Slooten trafen (14:4, 5.), zwei Auszeiten Serbien. Die Serben kamen anschließend besser ins Spiel (15:18, 8.), Deutschland konnte die hundertprozentige Trefferquote aus den Anfangsminuten naturgemäß nicht halten. Der Gegner übernahm per Dreier die Führung und setzte nach (19:22, 10.), weil die DBB-Youngster ihre Konzentration verloren hatten (Auszeit Deutschland).

Mit einem Dreier holte Malte Delow die Führung zurück, aber Serbien war schnell wieder auf Kurs (24:26, 11.). Wieder war es Delow, dieses Mal per Dunking nach Fastbreak, der wichtige Punkte erzielte und von Wagner unterstützt wurde (32:27, 13.). Die DBB-Auswahl hatte sich aus der kleinen Krise herausgespielt. Klug und geduldig agierte man in diesen Minuten offensiv, hätte aber durchaus noch den ein oder anderen Pfiff mehr bekommen können. Die Serben blieben immer gefährlich und fast schon plötzlich war wieder der Ausgleich da (38:38, 17.). Deutschland nutzte jede Chance zum schnellen Spiel und war dann auch erfolgreich (43:39, 19., Delow). Dann verletzte sich Baggette beim Ballvortrag am Knöchel und musste noch vor der Pause vom Feld. Die Serben trafen noch einen weiten Dreier, zum Seitenwechsel war alles offen (45:43).

Turbulent ging es direkt nach Wiederbeginn zu: Geblockte Würfe, verpasste Dunkings, es war sehr intensiv auf dem Feld (47:46, 23.). Hukporti meldete sich mal wieder mit zwei Dunkings, das DBB-Team blieb vorne (53:46, Begue, 26.). Wagner netzte einen step back-Dreier zur höchsten Führung (55:46, 26.), Auszeit Serbien. Serbien intensivierte noch einmal den Druck in der Defense und hatte einige Ballgewinne. Doch auch die deutsche Defense war zur Stelle (57:49, 28.) und ein serbischer Dreier wurde von Daniel Zdravevksi ebenfalls aus der Ferndistanz beantwortet. Mit vollem Einsatz verteidigten die ING-Korbjäger ihren Vorsprung, doch wieder trafen die Serben einen Glücksdreier mit der Sirene (60:56, 30.).

Hukporti setzte sich stark unter dem serbischen Korb durch, Deutschland durfte wieder etwas durchatmen (64:57, 33.). Jordan Samare schied mit fünf Fouls aus, die deutsche Rotation wurde immer kleiner. Jetzt galt es die letzten Kräfte zu mobilisieren (64:61, 34.). Serbien kam heran (66:65, 35.), man merkte der DBB-Auswahl die physische Belastung an. Beim 67:67 (36.) war die Partie zum wiederholten Male ausgeglichen, da tat der Dreier von Delow anschließend mehr als gut. Eine Minute später hatte Serbien die Begegnung mit einem „Vier-Punkte-Spiel“ gedreht (70:73, 37.), jetzt musste man um Deutschland bangen. Die Femerling-Truppe wehrte sich (71:73, Freiwurf Begue, 1´58). Serbien schaffte das 71:75, aber das DBB-Team gab sich nicht geschlagen (72:75, Freiwurf Hukporti,´48). Eine halbe Minute vor dem Ende erzielte der Gegner das 72:76 an der Freiwurflinie, Auszeit Deutschland. Dann punktete Begue zum 74:76 (´27), man gewann den Ball acht Sekunden später, konnte aber in der Hektik keinen Wurf mehr anbringen.

„Wir gewinnen heute jede Kategorie, haben nur mehr Fouls“, sagte der Bundestrainer nach der Partie, hielt sich mit einer weiteren Wertung in die Richtung aber zurück. „Wir hatten es am Ende trotzdem in der Hand, die Erfahrung und natürlich die Kraft haben dann einfach nicht gereicht. Wir haben uns teuer verkauft und die Jungs haben alles gegeben, was sie noch hatten, sie hätten den Sieg verdient gehabt. Aber so ist der Sport, das muss man verkraften.“

Für Deutschland spielten:
Elias Baggette (TSV Tröster Breitengüßbach, 2), Maximilian Begue (Eintracht Frankfurt/FRAPORT SKYLINERS, 10), Malte Delow (ALBA Berlin/LOK Bernau, 12), Lukas Herzog (MHP RIESEN Ludwigsburg/BSG Baskets Ludwigsburg, 2), Ariel Hukporti (MHP RIESEN Ludwigsburg/BSG Baskets Ludwigsburg, 15), Evans José Rapieque (ALBA Berlin, 2), Jordan Made Samare (Eintracht Frankfurt/FRAPORT SKYLINERS, 8), Luc van Slooten (SC RASTA Vechta/Young RASTA Dragons, 4), Franz Wagner (ALBA Berlin, 13), Daniel Zdravevski (Phoenix Hagen, 6).

Den vollständigen Box Score sowie weitere Statistiken zum Spiel finden Sie hier.

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