U18-Jungen müssen Niederlage gegen Frankreich verdauen13. Juli 2019

Nachdem gestrigen Sieg über Gastgeber Spanien, stand für die Mannschaft von Bundestrainer Patrick Femerling heute das nächste Turnierspiel beim Turnier in Logroño an. Gegen die Franzosen musste sich das Team heute allerdings mit 54:72 (16:17, 9:17, 19:22, 10:16) geschlagen geben.

Femerling schickte Elias Baggette, Luc van Slooten, Maximilian Begue, Franz Wagner und Ariel Hukporti als Starter in die Partie. Die begannen mit hohem Tempo und Intensität auf beiden Seiten. Nach Rebounds suchten sie schnell den Weg nach vorne und konnten direkt am Korb Punkte sammeln. Ariel Hukporti zum Beispiel vollendete einen der Fastbreaks mit einem zweihändigen Slam.

Auch im Halbfeld lief der Ball gut von Station zu Station. Die Würfe, die sich die Mannschaft erspielte, wollten jedoch noch nicht fallen (1/5 3P). Nach dem ersten Viertel blieb das Spiel ausgeglichen mit 16:17 aus deutscher Sicht.

In Viertel zwei kam Frankreich besser ins Spiel. Das hohe Pick-and-Roll der Deutschen wurde energisch verteidigt. Fehler im Spielaufbau und Fastbreaks für die Franzosen waren das Resultat. Der 5:0-Lauf wurde zwar durch einen Turnaround Jumper von van Slooten aus dem Low Post unterbrochen, doch blieb die Offense des Femerling-Teams zu statisch und produzierte Fehlpässe. Diese ermöglichten Frankreich einfache Körbe in Transition – der Vorsprung wuchs und wuchs.

Kurz vor der Halbzeit dann aber wieder ein Lebenszeichen: Radii Caisin (Foto oben) nahm alles zusammen was er hatte und glitt durch die gesamte Defense der Franzosen direkt zum Korb – And One! Da packte Coach Femerling zurecht die Becker-Faust aus. Durch Casiins Aktion hielt Deutschland den Rückstand gerade so unter zehn Punkten (25:34).

Nach der Halbzeitpause war wieder etwas mehr Flow im deutschen Spiel. Hukporti (Foto unten) und Wagner, der auch für Drei traf, wurden beim Cut bedient und konnten am Ring punkten. Frankreich hielt jedoch offensiv gut dagegen und netzte von der Dreierlinie – großartig aufholen konnte Deutschland so nicht. Sobald die Franzosen in der Defensive wieder einen Gang hochschalteten, hielten auch die Ballverluste wieder Einzug ins deutsche Spiel und der französische Vorsprung wuchs erneut auf über zehn Punkte. Es lief schon besser für die DBB-Auswahl, doch spielte sie auf beiden Seiten nicht mit dem nötigen Fokus, um das Spiel bis Ende des dritten Viertels wieder ausgeglichen zu gestalten (44:56).

Im Schlussviertel geriet das Spiel dann schnell aus der Hand. Die DBB-Jungen fanden kaum noch den Einstieg in ihre Offense und hatten mit der intensiven Verteidigung der Franzosen erhebliche Probleme. Zwischenzeitlich lag man sogar mit mehr als 20 Punkten hinten. Ein Aufbäumen fand nicht mehr statt. Nur noch vereinzelte Aktionen ließen noch einmal aufblitzen, wozu das Team fähig ist. Maximilian Begue, Ariel Hukporti und Daniel Zdraveski fanden den Weg in die Zone und konnten per Korbleger punkten. Die Mannschaft gab nicht auf, doch musste sich am Ende einer französischen Auswahl geschlagen geben, die das Spiel größtenteils zu kontrollieren wusste.

Coach Femerling nach Spielende: ,,Die Gewohnheit ist noch nicht da, dass Mannschaften so physisch spielen, physisch verteidigen. Das haben wir besser in der zweiten Halbzeit gemacht, haben dann schon mehr attackiert, waren aggressiver und haben uns Situationen erspielt. Wir haben uns aber einfach nicht belohnt. In der Defensive haben wir dann Fehler gemacht, die die Franzosen gnadenlos ausgenutzt haben.“

Morgen geht es im Turnier in Logroño gegen Serbien. Für Femerling eine Herausforderung auf die er sich freut: ,,Sie sind eine taktisch gute Mannschaft, die Kontrolle ausübt, physisch spielt mit großen Guards. Das ist eine neue Herausforderung und da freue ich mich drauf.“

Für Deutschland spielten:

Elias Baggette (TSV Tröster Breitengüßbach), Maximilian Begue (Eintracht Frankfurt/FRAPORT SKYLINERS, 5), Radii Caisin (Artland Dragons, 9), Malte Delow (ALBA Berlin, LOK Bernau, 1), Ariel Hukporti (MHP Riesen Ludwigsburg,BSG Basket Ludwigsburg, 8), Evans José Rapieque (ALBA Berlin), Jordan Made Samare (Eintracht Frankfurt, FRAPORT Skyliners, 1), Calvin Schaum (Eintracht Frankfurt, FRAPORT Skyliners), Len Adam Schoormann (Eintrach Frankfurt, FRAPORT Skyliners, 9), Luc van Slooten (SC RASTA Vechta, Young RASTA Dragons, 2), Franz Wagner (ALBA Berlin, 11), Daniel Zdraveski (FC Bayern München, 8)

Den vollständigen Box Score sowie weitere Statistiken zum Spiel erhalten Sie hier.

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