U18-Jungen: EM-Auftakt geht verloren27. Juli 2019

Die deutsche U18-Nationalmanschaft hat zum Auftakt der Europameisterschaft in Volos/Griechenland gegen den doppelten Titelverteidiger (Champion 2017 und 2018) verloren. Gegen Serbien musste das Team von Bundestrainer Patrick Femerling in eine 68:75 (17:17, 14:22, 18:14, 19:22)-Niederlage einwilligen. Morgen geht es mit der Partie gegen die Türkei weiter, die heute überdeutlich gegen Großbritannien gewann.

Elias Baggette, Maximilian Begue, Ariel Hukporti (Foto), Luc van Slooten und Franz Wagner begannen für Deutschland. Hukporti gab nach wenigen Sekunden ein kräftiges Statement per Dunking ab, ehe einige „einfachere“ Würfe nicht ihr Ziel fanden. Die Serben legten ein enormes Tempo vor und verteidigten sehr aggressiv, damit hatte das DBB-Team anfangs Probleme, hielt aber dagegen (4:4, 4.). Wagner holte sich früh sein zweites Foul, beide Teams mussten für die wenigen Punkte hart arbeiten. Die DBB-Jungen wirkten bis dahin etwas zu zögerlich. Dann setzte Radii Caisin (Foto unten) Jordan Samare mit einem wunderbaren Pass ein (6:8, 6.), Hukporti besorgte den Ausgleich und Len Schoorman zog stark zum Korb (10:8, 7.). Deutschland arbeitete sehr gut im Rebound und war im Spiel (15:12, 8., Dreier Malte Delow), die Partie wurde sehenswert (17:17).

Zu Beginn des zweiten Viertels knickte Schoorman beim eigenen Dreier unglücklich um, musste vom Feld und kehrte nicht zurück. Van Slooten und Samare trafen zum 21:22 (13.), mit der deutschen Defense durfte man zufrieden sein. Serbien war jetzt immer leicht vorne (23:27, 14.) und die deutsche Mannschaft tat alles, um nicht abreißen zu lassen. Offensiv wollte in diesen Minuten aber nichts fallen, sodass sich die Serben mit einem 10:0-Lauf weiter absetzen konnten (23:35, 16.). Fast vier Minuten blieben die Adlerträger ohne Punkt, ehe Hukporti von der Freiwurflinie traf. Doch besonders aus der Distanz ging vor dem Seitenwechsel fast nichts, nur ein Versuch von 13 fand auch sein Ziel. Der „and one“ von Caisin und ein weiterer Freiwurf kurz vor der Pause taten da noch einmal gut: 31:39.

Immer wieder kamen die Serben auch nach der Rückkehr aus der Kabine zu Blocks, Deutschland versuchte es zu sehr mit dem Kopf durch die Wand. Außerdem blieben die Distanzwürfe eine große Schwäche des DBB-Teams (35:48, 24.). Wagner kassierte sein drittes Foul, es sah in diesen Minuten nicht gut aus für die deutsche Mannschaft, Auszeit. Deutschland suchte einen Weg aus der Krise, Wagner machte seine ersten Punkte und Begue besorgte per „and one“ das 40:50 (26.) und dann auch das 42:50. Es war die beste deutsche Phase, Delow traf und Samare schaffte den 46:50-Anschluss (27). Urplötzlich war Deutschland wieder mittendrin im Spiel, der Favorit wankte. Fast ausgeglichen ging es in den Schlussabschnitt (49:53).

Beide Teams hingen sich voll rein, Evans Rapique netzte einen Dreier zum 54:57 (32.). Die ING-Korbjäger waren drauf und dran die Partie zu drehen, während Serbien jetzt sehr durcheinander wirkte. Doch der Champion zog noch einmal den Kopf aus der Schlinge, profitierte von deutschen Fehlern und punktete zum 54:63 (33.). Jetzt war es das DBB-Team, das seine Ordnung verlor und den Gegner damit stark machte. Nach 34 Minuten war ebenso plötzlich wie das deutsche Comeback die Vorentscheidung gefallen (54:67). Dann versenkte Wagner von weit draußen und machte Hoffnung. Doch der Titelverteidiger ließ sich jetzt trotz aller Bemühungen der Deutschen (Dreier Begue zum 60:71, 36.) nicht mehr gefährden und holte sich den Sieg.

„Beide Teams haben sehr nervös begonnen, wollten zeigen was sie können. Serbien ist dann etwas schneller aus der Nervosität herausgekommen. Wir haben das dann aber auch geschafft und viele gute Szenen gehabt. Letztlich haben viele Kleinigkeiten dieses Spiel entschieden. Das Turnier dauert aber noch lange, wir müssen ruhig bleiben“, meinte Patrick Femerling.

Für Deutschland spielten:
Elias Baggette (TSV Tröster Breitengüßbach, 2), Maximilian Begue (Eintracht Frankfurt/FRAPORT SKYLINERS, 10), Radii Caisin (MHP RIESEN Ludwigsburg, ), Malte Delow (ALBA Berlin/LOK Bernau, 7), Lukas Herzog (MHP RIESEN Ludwigsburg/BSG Baskets Ludwigsburg), Ariel Hukporti (MHP RIESEN Ludwigsburg/BSG Baskets Ludwigsburg, 8), Evans José Rapieque (ALBA Berlin, 3), Jordan Made Samare (Eintracht Frankfurt/FRAPORT SKYLINERS, 10), Len Adam Schoorman (Eintracht Frankfurt/FRAPORT SKYLINERS, 2), Luc van Slooten (SC RASTA Vechta/Young RASTA Dragons, 13), Franz Wagner (ALBA Berlin, 5), Daniel Zdravevski (Phoenix Hagen, 2).

Boxscore

Spielplan (dt. Zeit):
So., 28 Juli 2019, 13:30 Uhr: Türkei – Deutschland
Mo., 29. Juli 2019, 13:30 Uhr: Großbritannien – Deutschland

Alle weiteren Infos zur U18-EM auf der offiziellen Website

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