U18-Mädchen: Frankreich eine Nummer zu groß11. Juli 2019

Nach starken Leistungen gegen Belgien und Serbien musste sich die Mannschaft von Bundestrainer Stefan Mienack den Französinnen mit 49:72 (13:20, 13:11, 4:22, 19:19) geschlagen geben.

Wie schon in den Spielen zuvor starteten Emily Bessoir, Julia Förner, Elea Gaba, Meret Kleine-Beek und Magdalena Landwehr für Deutschland in die Partie.

Der französische Kader ist gespickt mit langen, athletischen Spielerinnen. Gepaart mit der Ganzfeldpresse und dem aggressiven Verteidigen der Passwege hat das den U18-Mädchen von Beginn an Probleme bereitet. In den ersten sechs Minuten gab es für die Deutschen nur einen Treffer aus dem Feld: den Stepback Jumper übers Brett von Nina Rosemeyer. Ansonsten wurde das Team von Coach Mienack zu oft in Isolationen und Einzelaktionen gezwungen. Trotz dieser Schwierigkeiten und der Unterlegenheit an den Brettern betrug der Rückstand nach dem ersten Viertel „nur“ sieben Punkte.

Die Französinnen waren auch im zweiten Viertel die bessere Mannschaft und erspielten sich einfache Körbe in der Zone. Die DBB-Mädchen ließen sich dennoch nicht abschütteln. Durch eine kämpferische Leistung und verbesserte Ballbewegung hielten die Punkte von Bessoir, Kleine-Beek, Gaba und Rosemeyer den Rückstand unter zehn Punkten. Auch die erhöhte Intensität am defensiven Ende verhalf dazu, das Spiel zur Halbzeit eng zu halten (26:31). Vor allem die Pässe in die Zone wurden aggressiver verteidigt. Damit forcierte Deutschland mehr schwierige Würfe aus der Distanz, die für Frankreich nicht mehr fielen.

Im dritten Viertel polsterte Frankreich die Führung zügig auf elf Punkte auf. Es gab wieder vermehrt Löcher in der deutschen Verteidigung, die meist konsequent bestraft wurden. Auch in der Offensive hatte die DBB-Auswahl wieder mit der Athletik und Länge der Französinnen zu kämpfen. Jeder Drive war ein Kraftakt und wenn sich freie Würfe anboten, konnten die Schützinnen davon nicht profitieren. Den Deutschen fehlten ein, zwei Spielerinnen, die von außen ihren eigenen Wurf kreieren können. Gegen die starke Defense der Französinnen, fiel es ihnen durchgehend schwer, den Einstieg in ihre Sets zu finden und zu Ende zu spielen. Frankreich dahingegen spielte weiter schnell nach vorne und zog immer weiter davon. Am Ende des Dritten war ihre Führung auf über 20 Punkte angestiegen.

Im vierten Viertel war das Spiel dann schnell gelaufen. Die DBB-Mädchen gaben sich aber nicht auf und spielten weiterhin mit Einsatz auf beiden Seiten. Am Ende waren die Französinnen einfach das bessere Team und haben verdient gewonnen. Dennoch kann die Mannschaft positiv auf ihre Leistungen bei dieser Europameisterschaft zurückblicken, auch wenn die Mission Titelverteidigung mit dieser Niederlage gescheitert ist.

Coach Mienack nach dem Spiel: ,,Es ist natürlich nicht leicht, sich gegen so eine talentierte Mannschaft vorzubereiten. Wir haben nicht so gut ins Spiel gefunden, das bis zur Halbzeit dann aber wieder offen gestaltet. Wir haben versucht schnellere Einstiege zu finden, besseres Spacing herzustellen. Darüber haben wir im zweiten Viertel offensiv wieder ins Spiel gefunden. Das ist gegen eine Mannschaft wie Frankreich eine sehr gute Leistung. In der zweiten Halbzeit hat Frankreich den Druck wieder erhöht und wir hatten Probleme, unsere Stärken auszuspielen.“

Im Hinblick auf die kommenden Platzierungsspiele versprach Mienack gute Leistungen: ,,Wir werden so nicht aus dem Turnier gehen. Mit so einer Performance werden wir uns nicht verabschieden. Jetzt ist es erstmal wichtig, dass wir Kräfte sammeln, auftanken. Dann werden wir neu Anlauf nehmen und das Turnier mit einer guten Leistung zu Ende bringen.“

Für Deutschland spielten:

Emily Bessoir (TS Jahn München, 9), Julia Förner (DJK Don Bosco Bamberg/SC Kemmern), Elea Gaba (ChemCats Chemnitz, 6), Meret Kleine-Beek (TuS Lichterfelde, 6), Magdalena Landwehr (DJK Don Bosco Bamberg/SC Kemmern, 5), Pauline Mayer (Eisvögel USC Freiburg), Anabel Neuber-Valdez (ChemCats Chemnitz, 2), Victoria Poros (ALBA Berlin, 5), Marie Reichert (BC Marburg/Bender Baskets Grünberg, 7), Nina Rosemeyer (Eintracht Braunschweig LionPride/Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel, 4), Lotta Stach (BG 89 Rotenburg/Scheeßel), Praise Egharevba (TSV München Ost/TS Jahn München, 3)

Den vollständigen Box Score und weitere Statistiken zum Spiel finden Sie über diesen Link.

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