U16-Jungen bezwingen Frankreich26. Juni 2019

Im Rahmen des Deutsch-Französischen Jugendaustausches der Nachwuchskader U16 männlich kam es heute im Bundesleistungszentrum Kienbaum zum ersten Vergleich der beiden Teams. Dabei siegte die Mannschaft von Bundestrainer Fabian Villmeter mit 73:71 nach Verlängerung (7:15, 16:11, 22:20, 18:17, 10:8). Am Freitag, 28. Juni 2019, wird noch eine zweite Begegnung ausgetragen (17.30 Uhr).

Die deutschen U16-Jungen begannen mit Jakob Hanzalek, Jacob Patrick, Tjark Lademacher, Christoph Tilly und Drilon Pllana bei brütender Hitze in der Halle. Gegen sehr große und physische Franzosen hatten die DBB-Korbjäger zunächst größere Probleme sich durchzusetzen. Die Würfe wollten nicht fallen und folgerichtig lagen die Gäste nach dem ersten Viertel vorne (7:15). Dann verkürzte der früh foulbelastete und später angeschlagene Kapitän Tilly per „and one“ auf 12:15 und die Begegnung wurde ausgeglichener (16:17, 15.). Beide Teams litten unter schwachen Wurfquoten, den Franzosen wurden allerdings zu viele Offensivrebounds gestattet (Elf vor der Pause). Beim 23:26 zum Seitenwechsel war Deutschland zudem noch ohne erfolgreichen Dreierversuch.

Zu Beginn des dritten Viertels legten die wie entfesselt aus den Kabinen kommenden DBB-Youngster einen 12:0-Lauf zum 35:26 hin (24.). Michael Rataj, Lademacher, Hanzalek und Vincent Dubbeldam per Korbleger nach „behind the back“-Pass von Lademacher zeichneten verantwortlich. Frankreich war aber sofort wieder da und erzielte u.a. mit zwei schnellen Dreiern acht unbeantwortete Punkte (35:34, Auszeit Deutschland). Im anschließenden Spielverlauf gab es keine Vorteile für eines der Teams (45:46, 30.). Wieder schafften die Franzosen einen 8:0-Lauf durch zwei Dreier und Freiwürfe. So hieß es 46:54 nach 33 Minuten, Auszeit Deutschland. Patrick netzte nach 35 Minuten einen Dreier zum 51:56 und Benjamin Schröder (Foto) war im Fastbreak zum 55:59 erfolgreich (38.), das DBB-Team hatte sich noch nicht aufgegeben. Es wurde richtig spannend: Schröder versenkte zwei Freiwürfe zum 59:62 und traf auch zum 61:63. Dann wurde Leif Möller mit Ablauf der Uhr beim Dreier gefoult und traf zwei seiner drei Freiwürfe: Verlängerung.

75 Sekunden vor dem Ende hieß es 70:70, 38 Sekunden vor dem Ende bei deutschem Ballbesitz dann 72:71. Nach einem deutschen und französischen Ballverlust schritt Hanzalek 2,7 Sekunden vor dem Ende an die Freiwurflinie. Er traf den ersten und verwarf den zweiten mit Absicht, Deutschland hatte 73:71 gewonnen. „Es war eine in jeder Hinsicht hitzige Atmosphäre heute. Ich bin sehr zufrieden, wie die Mannschaft bereits nach den wenigen Trainingseinheiten Dinge gut umgesetzt hat. Wir haben die Physis und Intensität der Franzosen nach und nach gut angenommen. Der Sieg war nicht das Wichtigste, aber natürlich schön zum Beginn der Vorbereitung“, meinte Villmeter.

Für Deutschland spielten
Lenny Berger (ratiopharm ulm/BBU 01 Ulm, 4), Amir Dorn (Eintracht Frankfurt/FRAPORT SKYLINERS), Vincent Dubbeldam (ALBA BERLIN, 4), Jakob Hanzalek (ratiopharm ulm/BBU 01 Ulm, 18), Tjark Lademacher (Hamburg Sharks/BG Hamburg Hittfeld, 8), Leif Möller (Hamburg Towers/SC Rist Wedel, 3), Jacob Patrick (Porsche BBA Ludwigsburg, 10), Drilon Pllana (VfL Kirchheim/Young Tigers Tübingen), Michael Rataj (FC Bayern München/TV Schwaben Augsburg, 1), Alexander Richardson (SSC Karlsruhe), Benjamin Schröder (FC Bayern München, 21), Christoph Tilly (ALBA BERLIN, 4).

Länderspieltermine (Kienbaum)
Fr., 28. Juni 2019, 17.30 Uhr: Deutschland – Frankreich

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