EM: U16-Jungen verpassen Überraschung knapp13. August 2019

Auch nach dem Achtelfinale der EM in Udine/Italien wartet die deutsche Nationalmannschaft der U16-Jungen weiterhin auf ihren ersten Erfolg. Gegen den hohen Favoriten Spanien wäre mehr drin gewesen, das Team von Bundestrainer Fabian Villmeter verlor nach dramatischer Schlussphase mit 60:62 (12:22, 12:13, 15:19, 21:8) und spielt nun um die Plätze 9-16. Erster Gegner in der unteren Hälfte ist morgen das Team aus Slowenien (14.15 Uhr laut FIBA-Website).

Jacob Patrick, Jakob Hanzalek, Benjamin Schröder (Foto oben), Alexander Richardson und Christoph Tilly (Foto unten) bildeten die Starting Five der DBB-Auswahl. Beide Teams legten einen nervösen Start aufs Parkett, Deutschland hatte offensiv große Probleme gegen den enormen Druck der Spanier (1:9, 4.). Der Ball ging zu häufig zu einfach verloren, sodass die Spanier leichtes Spiel hatten (3:13, 6.). Der Ball wurde zu wenig bewegt und viel zu viel gedribbelt. Den ersten Feldkorb erzielten die ING-Korbjäger nach sechseinhalb Minuten durch Tilly zum 5:15 („and one“ 6:15). Ganz langsam fanden die DBB-Youngster besser in die Partie, wurden physischer und insgesamt wacher (11:17, Michael Rataj, 8.).

Zu Beginn des zweiten Viertels hatte Spanien sich wieder sortiert und baute den Vorsprung aus. Gegen den konstant hohen Druck des Gegners hatte man zu oft das Nachsehen. 15 Ballverluste nach zwölf Minuten sprechen eine deutliche Sprache. Defensiv war die Leistung durchaus in Ordnung, daher hielt sich der Rückstand weiter in Grenzen (14:25, 14.). Bei diesem Abstand blieb es auch fortan (20:31, Dunk Schröder, 16.). Spanien agierte keineswegs souverän, zu selten konnten die DBB-Jungen aber deren Fehler ausnutzen (23:31, Hanzalek, 18.). So blieb es bis zur Pause (24:35).

Wie zementiert war der Rückstand auch in den ersten Minuten des dritten Viertels, wuchs sogar noch an (26:42, 24.). Dann gelang der deutschen Mannschaft ein kleiner Run zum 34:42 und es war wieder alles „beim Alten“ (27.). Nach wie vor gab es eine Chance für das DBB-Team, das nun einfach mal dranbleiben und konstanter agieren musste. Die Spanier offenbarten durchaus Probleme gegen die deutsche Zonenverteidigung, setzten sich aber erneut etwas weiter ab (37:49, 29.). Es brauchte jetzt einen kräftigen Ruck im deutschen Team. Doch der wollte nicht kommen und so war das Spiel nach 30 Minuten so gut wie entschieden (39:54).

Deutschland gab aber nicht auf und versuchte unermüdlich dem Spiel eine Wende zu geben. Jonas März brachte frische Impulse (46:56, Dreier, 33.), doch immer, wenn es darauf ankam, hatten die Spanier eine Antwort. Rataj und Tilly brachten die DBB-Auswahl nach 35 Minuten auf 50:58 heran, danach wurden mehrere Chancen auf eine weitere Aufholjagd vergeben. Zu ungestüm ging es in der deutschen Offense zu (31 Ballverluste zu diesem Zeitpunkt), aber Vincent Dubbeldam war zum 52:58 zur Stelle (37.). Spanien hatte jetzt seine Souveränität verloren und nach Hanzaleks 54:58 kurz später retteten sich die Iberer in eine Auszeit (2´46). Und trafen direkt nach Wiederbeginn einen für Deutschland sehr schmerzhaften Dreier. Hanzalek verkürzte (56:61) und 37 Sekunden vor dem Ende ging Tilly an die Freiwurflinie: 57:61, Offensivrebound, Block, Einwurf Deutschland (´17). Patrick netzte acht Sekunden vor Schluss einen Dreier zum 60:61, Auszeit Spanien. Deutschland foulte, Spanien hatte noch einmal Einwurf, erneutes Foul (´7). Jetzt ging Spanien an die Linie: 60:62. Der deutsche Pass zum Korbleger und Ausgleich ging ins Aus (´2), Auszeit Deutschland. Wieder Foul Deutschland, allerdings zu spät (0,2).

„Wir haben heute gegen eines der besten Teams bei dieser EM gespielt und ich finde, meine Jungs haben ihre Sache gut gemacht. Es hat etwas gedauert, bis wir uns auf die Defense der Spanier eingestellt haben, aber danach haben wir sie regelmäßig geschlagen. Es ist natürlich frustrierend, dass es jetzt zum vierten Mal in Folge am Ende nicht gereicht hat. Morgen gegen Slowenien müssen wir mit der gleichen Energie und Leidenschaft aufs Feld, dann bin ich optimistisch“, so Fabian Villmeter.

Für Deutschland spielten:
Kilian Brockhoff (RW Cuxhaven/Young Rasta Dragons, 1), Vincent Dubbeldam (ALBA BERLIN, 3), Jakob Hanzalek (ratiopharm Ulm/BBU 01 Ulm, 6), Tjark Lademacher (Hamburg Sharks/BG Hamburg Hittfeld), Jonas März (FC Bayern München/SB DJK Rosenheim, 5), Jacob Patrick (Porsche BBA Ludwigsburg, 3), Drilon Pllana (VfL Kirchheim/Young Tigers Tübingen), Michael Rataj (FC Bayern München/TV Schwaben Augsburg, 11), Alexander Richardson (SSC Karlsruhe, 4), Benjamin Schröder (FC Bayern München, 12), Christoph Tilly (ALBA BERLIN, 11), Luis Wulff (FC Bayern München, 4).

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