FIBA Challenger: U16-Mädchen für U17-WM qualifiziert14. August 2021

Geschafft! Die deutschen U16-Mädchen haben sich beim FIBA U16 Women´s Challenger in Helsinki/Finnland, nach dem 70:55-Erfolg (9:16, 25:15, 13:13, 23:11) gegen Bulgarien für den U17 World Cup 2022 in Ungarn qualifiziert. Letztlich hatte der 58:54-Sieg der Griechinnen über das Gastgeberteam aus Finnland den Fünfervergleich. Somit löst das deutsche Team als Tabellenzweiter des FIBA Challengers das U17-WM-Ticket für das nächste Jahr.

Mienack schickte zu Beginn Joanna Scheu, Mailien Rolf, Annika Soltau, Lilly Rüße und Magdalena Winter auf das Parkett. Die Bulgarinnen erwischten den besseren Start und legten mit einem 9:0-Lauf vor (3.). Bundestrainer Stefan Mienack reagierte bereits nach drei Minuten Spielzeit und noch keinen deutschen Punkten mit der ersten Auszeit. Annika Soltau erlöste das deutsche Team mit den ersten Punkten und Maria Perner (Foto) verkürzte per Dreier auf 5:9 (4.). Obwohl das erste Viertel für die DBB-Auswahl eher schleppend verlief, erkämpften sich die deutschen U16-Mädchen immer öfter den Ballbesitz. Doch das bulgarische Team blieb auch die restliche Zeit des Viertels weiterhin in Führung (9:16).

Gleich zu Beginn des zweiten Viertels bewies das deutsche Team, dass auch von der Dreierlinie mehr geht als in den bisherigen Partien. Durch zwei Dreier von Miriam Diala und Lilly Rüße waren die DBB-Mädchen an den bulgarischen Gegnerinnen dran 15:16 (12.) und glichen unmittelbar danach, ebenfalls per Dreier, zum 21:21 aus (14.). Das Mienack-Team hatte seinen offensiven Rhythmus gefunden und überzeugte insbesondere mit 5/10 (17.) erfolgreichen Dreipunktewürfen und durch eine konstantere Leistung beim Rebound. Doch auch die Bulgarinnen packten den Dreier aus und nahmen die Führung erneut an sich. Die deutsche Verteidigung hatte sich jedoch schnell wieder gefangen und ergatterte durch Druck und gute Rotationen den Ball. Mit einem Buzzerbeater von der Dreierlinie punktete Lilly Rüße die deutschen U16-Mädchen zum 34:31 zur Halbzeitpause.

Etwas holprig kam die deutsche Mannschaft in das dritte Viertel. Nach anfänglichen Turnovern behaupteten die DBB-Mädchen durch den vierten erfolgreichen Dreier von Maria Perner (4/5) ihren 43:37-Vorsprung (25.). In der Verteidigung zeigte das deutsche Team sich konzentriert und konnte die Offense der Bulgarinnen weitestgehend kontrollieren. Nicht nur von der Dreierlinie, sondern auch von der Freiwurflinie präsentierte sich das deutsche Team deutlich besser als in den vergangenen Spielen (8/12). Trotzdem ließen sich die bulgarischen Gegnerinnen nicht so einfach abschütteln und schlossen zum Ende des dritten Viertels auf (47:44).

Mit dem letzten Viertel kamen erneut die Bulgarinnen zum Zug und glichen zum 47:47 (32.) aus. Alles deutete mal wieder auf eine brandheiße Schlussphase hin, welche die deutsche Mannschaft bereits aus den Spielen gegen Lettland und Finnland gewohnt war. Doch die deutschen U16-Mädchen setzten zu einem 10:0-Lauf an und konnten sich das erste Mal deutlicher mit 60:49 absetzen (35.). Ab da war der Knoten letztendlich geplatzt und die DBB-Auswahl baute die Führung souverän auf 67:51 aus. Dann ließ das deutsche Team nichts mehr anbrennen und entschied die Partie dank einer guten offensiven Performance gegen Bulgarien mit 70:55 für sich.

„Wir haben uns sehr schwer getan ins Spiel zu finden und die Bulgarinnen sind mit voller Energie reingekommen. Über die Verteidigung und sehr viel Geduld haben wir uns reingekämpft. Dann haben wir mit vollem Selbstbewusstsein von außen geworfen und getroffen. In der zweiten Halbzeit konnten wir unsere athletischen und konditionellen Vorteile ausgespielen. Da haben wir einen guten Job gemacht! Auch gegen die Presse der Gegnerinnen konnten wir gut mithalten und als Mannschaft agieren. Deshalb sind wir natürlich sehr glücklich, dass wir das Turnier mit einem Sieg beenden konnten!“, Bundestrainer Stefan Mienack über den Sieg der U16-Mädchen gegen Bulgarien. „Basketball ist ein verrückter Sport. Das haben wir in diesem Turnier erlebt. Zu Beginn haben wir gesagt, dass jeder Punkt zählt und so war es dann auch. Alle Teams waren hinter Frankreich gleich auf und wir haben es tatsächlich geschafft Bulgarien und Griechenland höher zu schlagen als die anderen. Wir sind überglücklich und können es kaum fassen, dass wir uns für die U17-WM qualifiziert haben.“, so Mienack weiter über die Qualifikation für den U17 World Cup 2022.

BOXSCORE

Für Deutschland spielten:
Joanna Scheu (SV Möhringen/Regio-Team Stuttgart, 3), Melina Aigner (SB DJK Rosenheim, 0), Miriam Diala (SG Kirchheim/Heidelberg/Basket-Girls Rhein-Neckar, 5), Maria Perner (SB DJK Rosenheim, 14), Lena Lingnau (MTV BG Wolfenbüttel/Girls Baskets BS-WF, 2), Annika Soltau (TG Sandhausen/TSV TOWERS Speyer-Schifferstadt, 16), Mailien Rolf (SG Darmstadt/Roßdorf, 14), Emmanuelle Djuela Kenfac (City Basket Berlin, 0), Alexa Hans (BG Bonn 92/Rheinland Lions, 0), Magdalena Winter (ALBA BERLIN, 3), Lilly Rüße (Osnabrücker SC, 13), Leonie Greser (TG 48 Würzburg/Main Sharks Würzburg, dnp).

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