FIBA Challenger: Frankreich für U16-Mädchen zu stark13. August 2021

Die deutschen U16-Mädchen haben beim FIBA U16 Women´s European Challenger in Helsinki/FIN erwartungsgemäß eine Niederlage gegen Frankreich hinnehmen müssen. Gegen das mit Abstand beste Team des Turnieres unterlag das Team von Bundestrainer Stefan Mienack mit 51:77 (11:16, 12:27, 19:19, 9:15). Trotzdem gibt es für die DBB-Auswahl nach wie vor eine kleine Chance, sich für den U17 World Cup im kommenden Jahr in Ungarn zu qualifizieren. Das ist aber zunächst an folgende Bedingungen geknüpft: Lettland muss Griechenland schlagen (heute, 16.30 Uhr), Bulgarien muss Finnland schlagen (heute, 19.30 Uhr), Frankreich muss Lettland bezwingen (morgen, 13.30 Uhr), Deutschland muss sich gegen Bulgarien durchsetzen (morgen, 16.30 Uhr) und Griechenland muss Finnland besiegen (morgen, 19.30 Uhr). Dann hätten Frankreich fünf Siege und die fünf Teams dahinter je zwei Siege. Es käme auf das Korbverhältnis an. Zugegeben, ziemlich viel Konjunktiv …

Mienack schickte zu Beginn Joanna Scheu, Mailien Rolf, Annika Soltau (Foto unten), Magdalena Winter und Alexa Hans aufs Feld. Die Französinnen übten von Beginn an enormen Druck aus und spielten vorne bevorzugt über ihre 1,98 m große Topscorerin Dominique Malonga. Die DBB-Mädchen hielten aber zunächst gut dagegen (5:6, 3.). Soltau wurde meist im „deny“ verteidigt, die deutschen Ballverluste häuften sich (5:14, 8.). Dann setzte sich Soltau schön zum 9:14 durch, ein Spaziergang für die Französinnen sollte es nicht werden.

Nach zwei weiteren Ballverlusten zu Beginn des zweiten Viertels und dem damit verbundenen zweistelligen Rückstand (11:21) nahm Mienack eine schnelle Auszeit. Der Dreier von Lilly Rüße zum 14:23 tat gut (13.), auch Frankreich agierte alles andere als fehlerlos. Wenn sie auf dem Feld stand, machte Malonga aber auch weiterhin den Unterschied aus (18:35, 17.). Hätten die DBB-Youngster ihre Freiwürfe besser getroffen, wäre zu diesem Zeitpunkt durchaus auch ein freundlicheres Ergebnis möglich gewesen (19:39, 19.).

So war die Partie Mitte des dritten Viertels entschieden (30:55, 26.). Die DBB-Mädchen bemühten sich zwar unverdrossen weiter, hatten auch durchaus gelungene Aktionen, wurden aber immer wieder von Ballverlusten „gebremst“. Frankreich trat nicht mehr mit allerletzter Konsequenz auf, kontrollierte das Spiel aber zu jedem Zeitpunkt nach Belieben (42:62, 30. / 49:68, 35.).

„Unser Problem war heute wieder das zweite Viertel. Da hat der Gegner aufgedreht und wir haben es nicht geschafft dagegenzuhalten. Wir sind definitiv mit dem Druck der Französinnen nicht klargekommen, haben lange gebraucht, um Lösungen zu finden gegen die Presse. Auch im Angriff haben wir uns unter Wert verkauft, da haben wir nicht das gespielt, was wir können. In der zweiten Halbzeit haben wir ein bisschen mehr zueinander gefunden und dann auch den Ball ein bisschen besser bewegt. Wir sind jetzt gespannt, wie die weiteren Spiele laufen, wir wollen das Turnier morgen natürlich mit einem Sieg beenden“, stellte Mienack anschließend klar.

BOXSCORE

Für Deutschland spielten:
Joanna Scheu (SV Möhringen/Regio-Team Stuttgart, 7), Melina Aigner (SB DJK Rosenheim, 2), Miriam Diala (SG Kirchheim/Heidelberg/Basket-Girls Rhein-Neckar, 4), Maria Perner (SB DJK Rosenheim, 2), Lena Lingnau (Foto oben, MTV BG Wolfenbüttel/Girls Baskets BS-WF, 5), Annika Soltau (TG Sandhausen/TSV TOWERS Speyer-Schifferstadt, 7), Mailien Rolf (SG Darmstadt/Roßdorf, 7), Emmanuelle Djuela Kenfac (City Basket Berlin, 2), Alexa Hans (BG Bonn 92/Rheinland Lions, 7), Magdalena Winter (ALBA BERLIN, 0), Lilly Rüße (Osnabrücker SC, 8), Leonie Greser (TG 48 Würzburg/Main Sharks Würzburg, 0).

Weitere Spieltermin (dt. Zeit):
Samstag 14.08.2021 | 16:30 Uhr | Bulgarien – Deutschland

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