Universiade: A2 unterliegt starken Kanadiern5. Juli 2019

Die deutsche A2-Nationalmannschaft der Herren hat bei der Universiade in Neapel im zweiten Vorrundenspiel die erste Niederlage kassiert. Nach dem leichten Sieg im Eröffnungsspiel gegen Norwegen musste sich das Team von Bundestrainer Henrik Rödl heute den starken Kanadiern mit 61:80 (19:18, 14:9, 12:34, 16:19) beugen. Erfolgreichster Werfer im Team der DBB-Studierenden war Tim Schneider mit elf Punkten. Kanada hatte am Vortag Gastgeber Italien deutlich besiegt, sodass es im morgigen Spiel gegen Italien für die ING-Korbjäger um das Erreichen des Viertelfinales geht.

Die ersten Minuten wurden die DBB-Korbjäger von den Kanadiern kalt erwischt. Daraus resultierte das 1:7 (3.), Leon Kratzer kassierte bis dahin schon drei Fouls. Doch Deutschland erholte sich schnell von dem schwachen Start, Lukas Wank und Jan-Niklas Wimberg (Foto oben) per Dreier machten das 6:7 (4.). Nachdem Scheider in der 6. Minute der 10:10-Augleich besorgt hatte, traf Jonas Richter (Foto unten) zur ersten Führung und insgesamt führte ein 8:0-Lauf zum 16:10 für das immer besser in Fahrt kommende deutsche Team (8.). Doch die Kanadier ließen sich nicht abschütteln und waren zum Viertelende durch einen „buzzer beater“ heran (19:18).

Zum zweiten Mal in diesem Spiel blieben die Ahornblätter drei Minuten lang ohne Punkte. Die DBB-Studierenden gingen durch Haris Hujic und Tim Hasbargen mit 26:20 in Führung (14.). Es war eine intensive Partie, in der sich beide Teams nichts schenkten. Kanada holte wieder auf (26:25, 17.), weil den Deutschen etwas der Rhythmus verloren gegangen war. Auch in dieser Partie hatte Rödl bereits all seine zwölf Spieler eingesetzt. Offensiv strauchelten die Kontrahenten jetzt, ehe Deutschland sich mit zwei Dreiern von Schneider bis zur Pause wieder leicht absetzen konnte (33:27).

Wie schon zu Beginn der Begegnung gehörten die ersten Szenen nach dem Seitenwechsel den Kanadiern, die mit einem 10:0-Lauf die Führung übernahmen (33:37, 23.). Das DBB-Team kam überhaupt nicht in die Gänge, minutenlang ging nichts zusammen. Beim 37:47 war der Rückstand zweistellig (25.), es sah nicht gut aus für das deutsche Universiadeteam (37:51, 27.), das sich zu viele Ballverluste leistete. Die Mannschaft brach in diesen Minuten komplett zusammen und versuchte verzweifelt, wieder in die Spur zu kommen (37:58, 28.). Christian Sengfelder gelang ein „and one“ zum 40:58 (29.), Deutschland stabilisierte sich etwas, aber nach drei Vierteln gab es nur noch wenig Hoffnung (45:61, Dreier Wimberg).

Im Schlussviertel versuchte die DBB-Auswahl noch einmal alles, kam aber nicht näher an den Gegner heran. Dann aber fielen Dreier von Schneider, Wank und Karim Jallow und es keimte leise Hoffnung auf (56:69, 36.). Mehr ließ Kanada aber nicht mehr zu, beim 56:75 war nach 38 Minuten alles entschieden.

„Wir haben einfach zu viele Fehler gemacht. Besonders im Ballvortrag hatten wir im dritten Viertel Probleme. Nach nur vier Ballverlusten vor der Pause haben wir uns 15 danach geleistet, viel zu viel. Die Kanadier haben sich dann in einen Rausch gespielt und es war schwierig zurückzukommen. Aber das war eine weitere wichtige Erfahrung für uns alle und morgen geht es gegen Italien um das Viertelfinale. Das ist natürlich gegen die Gastgeber eine anspruchsvolle Aufgabe, aber wir werden uns steigern“, verspricht Rödl.

Für Deutschland spielten:
Jonas Grof (Phoenix Hagen, 1), Tim Hasbargen (Team Ehingen Urspring, 5), Haris Hujic (EWE Baskets Oldenburg, 2), Karim Jallow (MHP RIESEN Ludwigsburg, 8), Leon Kratzer (FRAPORT SKYLINERS, 2), Jonas Richter (NINERS Chemnitz, 5), Moritz Sanders (Nürnberg Falcons BC, 3), Tim Schneider (ALBA BERLIN, 11), Christian Sengfelder (Brose Bamberg, 7), Lukas Wank (NINERS Chemnitz, 5), Jan Niklas Wimberg (Eisbären Bremerhaven, 10), Ferdinand Zylka (Mitteldeutscher BC, BSW Sixers Sandersdorf, 2).

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