Universiade: A2-Herren auf Platz fünf11. Juli 2019

Die deutsche A2-Nationalmannschaft hat die Universiade in Neapel auf dem guten fünften Platz beendet. Zum Abschluss gelang dem Team von Bundestrainer Henrik Rödl nach der Vorrundenniederlage die Revanche gegen Kanada. Deutschland gewann mit 88:74 (25:13, 24:24, 21:18, 18:19) und hatte in Karim Jallow den besten Werfer (28 Punkte).

Der leicht angeschlagene Tim Schneider wurde heute sicherheitshalber geschont. Deutschland begann mit Jallow, Leon Kratzer (Foto unten), Christian Sengfelder, Lukas Wank und Jan-Niklas Wimberg (Foto oben). Der unbedingte Wille, die Universiade mit einem Erfolgserlebnis abzuschließen und Revanche an den Kanadiern zu nehmen, war von Beginn an spürbar. Lediglich die zwei Fouls von Kratzer trübten den konzentrierten Beginn. Wimberg „stopfte“ den Ball mit Foul durch die Reuse, der Bonusfreiwurf saß auch (11:4, 5.). Der ganz starke Jallow netzte drei Freiwürfe und es hieß sogar 16:4, Kanada flüchtete sich in eine erste Auszeit. Wimberg versenkte einen Dreier, Kanada war ob der deutschen Präsenz völlig neben der Spur (21:5, 8., Dunking Jallow). Erst jetzt konnten sich die Nordamerikaner in einer sehr attraktiven Partie einige Male durchsetzen und trafen auch den „Buzzer Beater“ (25:13, 10.).

Zu Beginn des zweiten Viertels erlaubte sich die DBB-Auswahl schnell drei Ballverluste, Rödl nahm sofort eine Auszeit (25:17, 13.). Beim 25:18 musste man davon sprechen, dass die deutsche Mannschaft den Faden verloren hatte. Doch Wank und Wimberg per Dreier sowie Sengfelder warfen ihr Team aus dem Loch heraus (33:21, 15.). Bei diesem Abstand blieb es in den folgenden Minuten (Dreier Ferdinand Zylka und Wimberg zum 43:31, 28.). Auch zum Seitenwechsel behauptete Deutschland die zweistellige Führung (49:37), die Rebounds wurden eindeutig dominiert (28:11) und die 16 Assists zeugten von sehr gutem Zusammenspiel der Deutschen.

Die Erinnerung an das ditte Viertel des ersten Vergleiches beider Teams war äußerst schmerzhaft. Das wollte die deutsche Mannschaft unbedingt vermeiden und ging dementsprechend konzentriert zu Werke. Jallow hielt Deutschland mit fünf Punkten vorne (54:40, 23.), ehe die aggressive Defense der Kanadier Wirkung zeigte (58:48, 25.). Das DBB-Team biss sich förmlich ins Spiel, wollte den Vorsprung mit aller Kraft verteidigen. So hatte man bis zum Ende des dritten Viertels auch immer eine Antwort auf den kanadischen Ansturm parat (67:53, Dreier Jonas Grof, 70:55, Dreier Zylka).

Im Schlussabschnitt ließen sich die DBB-Akteure weiter von der aggressiven kanadischen Defense beeindrucken. Einige Ballverluste führten zum 74:64 (34.). Wimbergs Punkte zum 76:64 taten gut, Deutschland hielt den Kopf deutlich über Wasser. Kanada ließ aber nicht nach und forderte die Deutschen weiterhin. Das Spiel wäre ein würdiges Halbfinale gewesen. Kanada kam drei Minuten vor dem Ende unter die magische Zehn-Punkte-Marke und dann sogar auf 78:71 heran. Doch Jallow „reparierte“ schnell, erzielte acht Punkte, die die Vorentscheidung bedeuteten (86:72, 38.). Kanada erholte sich davon nicht mehr und Deutschland durfte über den fünften Platz jubeln.

„Das war ein toller Abschluss und ein gutes Spiel der Jungs. Das Team hat gezeigt, dass es nicht zweimal gegen den gleichen Gegner verlieren will. Wir haben uns im Laufe des Turnieres deutlich gesteigert und ich glaube, dass jeder Spieler von der Universiade profitiert und sich entwickelt hat. Insgesamt denkt man natürlich, dass wir etwas weiter vorne hätten landen können, aber das Hauptziel der Entwicklung der Spieler ist erreicht“, bilanziert Henrik Rödl.

Für Deutschland spielten:
Jonas Grof (Phoenix Hagen, 11), Tim Hasbargen (Team Ehingen Urspring), Haris Hujic (EWE Baskets Oldenburg), Karim Jallow (MHP RIESEN Ludwigsburg, 28), Leon Kratzer (FRAPORT SKYLINERS, 6), Jonas Richter (NINERS Chemnitz, 2), Moritz Sanders (Nürnberg Falcons BC, 2), Christian Sengfelder (Brose Bamberg, 10), Lukas Wank (Basketball Löwen Braunschweig, 5), Jan Niklas Wimberg (Eisbären Bremerhaven, 18), Ferdinand Zylka (Mitteldeutscher BC, BSW Sixers Sandersdorf, 6).

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